Hamburger Food Market, Klostertor, Hamburg

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von pingu37
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8 Beiträge zu Hamburger Food Market auf Deutsch

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tastentom

Hamburg

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Beitrag zu Hamburger Food Market vom 8 September 2010

Als Teil eines sonntäglichen Hafen-und Speicherstadtspaziergangs entfloh ich den letzten Sonnenstrahlen dieses Jahres, um mich in die Betonarena schlafloser Nächte zahlloser Wochenmarkt-Betreiber, dem Großmarkt Hamburg, zu begeben. Elbnah situiert versprach der dort stattfindende Food Market nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern auch kulinarische Stärkung und bei freiem Eintritt lockt der Food Market umso mehr.

In einem Beton-Prunkbau, über den man sich vor einem halben Jahrhundert, abgesehen vom aerodynamischen Schwung, sicher gefreut hätte, wurde in etwa die Hälfte der Stellfläche besetzt mit Lebensmittel-Produzenten, Resellern und kleinen Restaurantküchen, sodass abseits der zu vermutenden Bedeutung des "Food Market" als Groß-/Wochenmarkt viel probiert werden konnte, meist für einen kleinen Obolus, manchmal auch kostenlos.
So ist der Food Market unter der Fassade eines Wochenmarktes doch eher eine "Food-Messe".

Auch dieses Jahr stand der Food Market unter dem Motto "Aus der Region, für die Region". In weiten Teilen wurde das auch durchgesetzt und es war schön zu sehen, wie die Lebensmittelproduzenten sich für handgefertigte Produkte vom eigenen Land, bzw. Acker begeisterten und nimmermüd' mit viel Eifer und mitreißend immer wieder davon erzählten. So durfte ich unter einigen Erklärungen gentechnikfreie Tomaten und Paprika probieren, eine neue Kreuzung aus Römer-und Eisbergsalat (übrigens sehr lecker) oder Mettwurst von handgeschlachteten Schweinen.

Überhaupt war das Leitmotiv der Veranstaltung weniger "Aus der Region, für die Region" - spätestens beim Yakkitori-Stand mit Jakobsmuscheln auf Bambusspießen wäre dies hier durchbrochen gewesen- sondern eher das Probieren von verschiedenen Produkten und Speisen, die einem im Wirrwarr hiesiger Discounter und Resellern selten bis gar nicht präsentiert werden.

Auch namhafte Restaurants ließen den Food Market nicht aus, um auf sich und ihre Speisen aufmerksam zu machen, so sorgten beispielsweise Vlet aus der Speicherstadt oder die Köche von Waterkant (im Empire Riverside Hotel) mit kleinen Häppchen für das leibliche Wohl der Gäste. Zum satt essen waren die Portionen sicher nicht gedacht, das hätte aber wohl auch nicht im Interesse des Themas möglichst viel Unterschiedliches zu probieren gestanden. Die Preise für die Portionen fand ich daher, angesichts der Tatsache, dass ich vieles sonst nicht in die Finger bekomme, angemessen, wenn auch nicht günstig.

So konnte ich am Stand eines Sylter Fischfeinkost-Händlers in den seltenen Genuss von frischen Austern kommen, die zwar weder sonderlich preiswert, noch sonderlich groß waren, aber vorzüglich geschmeckt haben, trotz Präsentation auf Crushed Ice und Plastikteller.

Mein kulinarisches Herz erfreute auch eine Nudel-Manufaktur, der man quasi beim Herstellen ihrer Teigwaren zuschauen konnte und auf Wunsch auch gleich Nudeln mit Sauce probieren konnte. Sehr schmackhaft und auch für's Auge ein Fest.

Andere manufaktische Produkte durfte man weder essen noch anfassen, begeisterten die Zuschauer, die auf's Betrachten beschränkt waren, aber dennoch.

Mit Preisen ab 200€ für eine einstöckige Torte und 400€ aufwärts für eine zweistöckige Torte wäre einem ein Häppchen allerdings auch teuer zu stehen gekommen.

Von zahlreichen Eindrücken begeistert, konnte ich mich prima entweder nach draußen oder auf eine der zahlreichen Bänke und Tische in den Seitengängen flüchten. Bei einem Kaffee galt es dann die Eindrücke zu verarbeiten oder gegebenenfalls auch zu diskutieren. So erschauderte es meine Begleitung noch immer beim Gedanken daran, dass ich ein glibberiges Lebewesen aus seiner Behausung geschlürft habe und ich konnte weder mit dem Bonsche-Laden noch mit Schokolade viel anfangen. Gut, dass es für solchen Gesprächsstoff z.B. einen Stand von der Rösterei aus dem Levantehaus und andere Baritas gab.

Zu fortgeschrittener Stunde durfte es dann auch ein leckerer Roter aus der Weinlounge (Hoheluft) sein. Ein toller Service war der Becher frisch gehobelten Parmesans mit ein paar Klecksen Trüffel-Honig dazu. Als alter Trüffel-Aficionado musste ich mir natürlich gleich ein Glas mitnehmen.

Auch für die kleinen Besucher, die sich nicht am Rotwein laben konnten, war etwas dabei . In der Versuchsküche "Scolab" konnten die Kleinen unter geschulter Aufsicht Rotkohl, Kartoffeln oder Gummibärchen sezieren, aufbröseln, auflösen und mit verschiedenen Stoffen reagieren lassen. Die Kinder waren begeistert und ich hab mich gefreut zu sehen, wie selbst in den Kleinsten das spielerische Interesse am Essen geweckt wurde.

Eine Besonderheit am Food Market ist die Vielzahl an Floristen, die sich mit ins Geschehen eingebracht haben. So hatte bald jede Frau eine Rose in der Hand.
Eine andere skurrile Besonderheit, über die ich mit einem Betreiber der Stände gerätselt habe, ist, dass Cola, auch in Form von z.B. Fritz-Cola, auf dem ganzen Messe-Gelände verboten war. Beim Hinausgehen konnte man im abgeschlossenen Raum der Hallenaufsicht sogar konfiszierte Cola-Paletten betrachten.

Zu guter Letzt kann ich nur empfehlen bis ganz zum Schluss auf dem Food Market zu bleiben. In leichter Panik ihr Essen wegschmeißen zu müssen, eilten Angestellte der jeweiligen Restaurants mit Tabletts voller Essen durch die Halle und verschenkten das, wofür sie vorher bare Münze genommen haben. So bin ich dann doch papsatt geworden und das für wenig Geld. Nächstes Jahr gerne wieder.

pingu37 War dieses Jahr auch wieder da und nahm meinen Koffertrolley mit ;-) kam natürlich absolut gefüllt, der Trolley und ich auch gefüllt von Genüssen, zurück. Mein jährliches Muß: Pilzpfanne dort essen und jede Menge Pilze mitnehmen für zu Hause. Shitake Pilze sind sooooo toll!

peter-3 Wie berauscht bin ich durch diesen Bericht gewandelt !

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Chuch

Hamburg

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Beitrag zu Hamburger Food Market vom 5 September 2010

Hungrig kamen wir an, pappsatt sind wir gegangen.
Der Hamburger Food Market war für meinen Freund und mich definitiv einen Ausflug wert. Wir konnten Speisen kosten, auf die wir gerade Lust hatten oder die wir im Restaurant höchstwahrscheinlich nie bestellt hätten. So ließen wir uns Spanferkel mit Krautsalat (5,00€), gratinierten Ziegenkäse mit Ingwer-Zwetschgen (3,50€), Zicklein-Eintopf mit Aprikosen und Mandeln plus Spießchen mit Stücken vom Zicklein-Rücken (4,50€), Schmorgurken-Kalbshack-Eintopf (2,00€), Schoko- (0,50€) sowie Wiener Apfelkuchen (2,50€) schmecken. Zu Letzterem gab's leckeren Milchkaffee vom Stand der Rösterei aus dem Levantehaus.
Oha, so niedergeschrieben klingt es nach mehr, als es in Wirklichkeit war. Die Portionen waren Probiergrößen und zudem haben wir gemeinschaftlich geteilt.
Zu sehen gab's noch weit mehr, aber mehr passte nicht in unsere Mägen :)
Vieles konnte man auch für zu Hause kaufen, aber wir begnügten uns mit einem prachtvollen Topf Minze.
Einen Punkt Abzug gibt es für die doch seeeehr kleinen Portionen (lediglich beim Schmoreintopf stimmte für mich das Preis-Leistungsverhältnis). Ein Besuch lohnt aber allemal, zumal der Eintritt frei ist.

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Bleeny

Hamburg

78 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Hamburger Food Market vom 5 September 2010

war heute beim "Food-Market"(wer hat sich nur diesen blöden und unpassenden Namen einfallen lassen?!), durchaus interessant und sehenswert, besonders weil es ja um Produkte aus der Region geht, viele Probestände...bisschen schade fanden wir dann teils jedoch wirklich die Preise - das waren teils nicht wirklich Probierpreise, sondern nur "Probierportionen". Zumal: Für die normalen Produkte kann man ja durchaus Geld verlangen, aber oftmals wurden auch die Probehappen berechnet, so z.B. an einem Stand, an dem man den Völkel-Saft probieren durfte, zu 50Cent pro Becher, aber wo ist denn die Alternative wenn man gleich viele Sorten auf einmal probieren möchte? Wir haben gedacht, dass es sich hier um eine Art Messe handelt, dafür gab es dann jedoch wirklich zu wenig Möglichkeiten die diversen Produkte zu probieren, ohne dabei arm zu werden, wenn es nicht gerade nur um Brotkrümel mit verschiedenen leckeren Dips ging...
Normalerweise geht es ja bei Messen darum, Kunden seine Produkte vorzustellen und schmackhaft zu machen, dass man dabei jedoch normale Marktpreise verlangt fanden wir etwas schade...
Eine Möglichkeit wäre vielleicht, etwas zu feilschen. Besonders gegen Feierabend kann ich mir vorstellen, wollen einige Anbieter ihre Waren noch loswerden.
So waren wir froh 1 1/2 Bund Bananen + 10 Kiwis vom leckeren Biohandel für nur 2€ zu bekommen, sehr nett, super lecker + gesund.

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PJebsen

Hamburg

805 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Hamburger Food Market vom 31 März 2008 (aktualisiert am 3 April 2010)

Ergänzung am 3. April 2010: Der 5. Food Market findet am Samstag/Sonntag, 3./4. September 2010, statt - weitere Infos auf der Event-Seite.

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"Food Market" ist ein dämlicher Name für eine Veranstaltung, die unter dem Motto steht: "Aus der Region - für die Region".

Aber ansonsten lohnt der Besuch im Hamburger Großmarkt für Obst, Blumen und Gemüse, in dem am morgigen Sonntag, 16. September, von 10 bis 16 Uhr der zweite und letzte Tag des "2. Hamburger Food Market" stattfindet.

An Ständen der folgenden 20 Restaurants gibt es Speisen aus Produkten regionaler Erzeuger: 4Experiment Gastraum, Atlas GmbH, Cafe Hirsch, Clasenhof, Das Weiße Haus, Die Bank, Fillet of Soul, Freischwimmer, Hotel zur Grünen Eiche, Kl. Brunnenstraße 1, Küchenwerkstatt, Landhaus Scherrer, Marblau, Memory, Mess, O&H Gastronomie u. Event Service, Piment, Rolin, Seehof am Lütjensee, sette-Feinbistro, Tafelhaus.

Ich hatte bei der Küchenwerkstatt hausgemachte Spaghetti mit Gambas-Bolognese, Parmesan und Fenchelsamen (3 Euro) und beim Marblau eine halbe Pizza mit Merguez und roten Zwiebeln (2,50 Euro), beides sehr empfehlenswert. Ein Heidelammsteak mit Kirschpfeffersauce (4 Euro), das ebenfalls vielversprechend klang, war zweieinhalb Stunden vor Ende der Samstagsveranstaltung schon ausverkauft - wer am morgigen Sonntag dabei ist, sollte bei seinen Lieblingsgerichten nicht zu lang warten.

Das gemeinsame Kochen im Großmarkt scheinen einige der Restaurants durchaus sportlich zu sehen. So hörte ich an einem Nachbarstand des Bratwürste verkaufenden "Weißen Hauses", wie mit einem Schmunzeln an die Zentrale gemeldet wurde: "Bei Tim Mälzer ist gerade auch nicht viel los!" ;-)

Ebenfalls vertreten sind diverse Winzer sowie regionale und überregionale Erzeuger, von denen viele auch Proben anbieten - z. B. Wurst, Käse, Speiseöl (Traubenkernöl - sehr schmackhaft) und Senfspezialitäten.

Der Eintritt ist frei. Den Hamburger Großmarkt erreicht ihr mit dem Auto über die Amsinckstraße und Tor Nord (Höhe Nagelsweg). Tor West an der Banksstraße ist nur für Fußgänger geöffnet (S-Bahn-Haltestelle Hammerbrook oder Bushaltestelle Lippeltstraße, Linien 112, 120, 124 und Schnellbus 34).

(15. September 2007)

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Nachtrag am Sonntag, 16. September 2007: Heute war ich für das Heidelammsteak mit Kirsch-Pfeffer-Zwiebel-Sauce und Rosmarinkartoffel rechtzeitig genug da ... der erneute Abstecher hat sich gelohnt, auch wegen der anderswo erwähnten Likörprobe am Stand der Bergedorfer Weingroßhandlung Heinr. von Have. ;-)

pingu37 Naja, das kann man auch nicht gerade erwarten. Denn zum Sitzen und einen ruhigen Abend verbringen kommt man ja nicht dorthin. Es ist kein Restaurant, sondern mehr eine Essens-Messe. Bei der die Stände eben begrenzt Mobiliar und Atmosphäre mitbringen können, aber keine 25°C Raumtemperatur und Ruhe gewährleisten können. ;-)

sidifferent Wurde von mir sofort im Kalender notiert. Nein, ich will kein PDA oder wie das immer auch heissen mag !

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schneehase

Sandesneben

2 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Hamburger Food Market vom 13 August 2009

In 2008 war ich zum ersten Mal in den Grossmarkt Hallen und mir kamen ein wenig die Tränen- mein Grossonkel war vor vielen vielen Jahren dort tätig mit Orangen und anderem Obst. Er wohnte in Rendsburg/ Büddelsdorf.
Das war ein tolles Erlebnis. Gerne wäre ich mal morgens in der Früh dort, wenn das Leben in den Hallen so ordentlich tobt.
An diesem meinem ersten Wochenende konnte ich neben meinem eigenen Stand www.malschule-dittler.de auch noch einige andere Stände besichtigen und auch etwas kosten....mmmmmjamjam war das lecker:-) es gab so tolle gerichte und super günstig fand ich. Die Kinderbetreuung und Animation mit Kinderschminken, Malen, Teddys und Airbrush Tattoos habe ich gemacht und es hat mir riesen Spass gemacht mit den Kindern vor Ort. In 2009 bin ich auch wieder dabei und freue mich schon riesig drauf.
viele Grüsse Eure Malschulfreundin Sabine

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Juu

Hamburg

28 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Hamburger Food Market vom 14 September 2008

An sich gibt es ja schon einen übergeordneten Platz zum Food Market, aber ich nutze um der Aktualität willen mal diesen.

Ich habe den Food Market heute besucht, war von allem, was ich gekostet habe (Bio-Rindsrouladen mit Kartoffeln und Bohnen und “Verschleiertes Bauernmädchen” vom Landhaus Flottbeck, die unglaubliche Tod-durch-Schokolade-Tarte bei Fillet of Soul und dem in Deutschland sonst kaum erhältlichen, lang gereiften Gruyère vom Käse-Traum) enorm begeistert. Die Servicekräfte waren überfreundlich, die Preise für zubereitete Speisen sehr günstig, das Bio-Obst, -Gemüse, -Fleisch, etc. wie erwartet eher teuer.

Der große Nachteil der Veranstaltung ist im Zweifelsfall die hungrige und latent rücksichtslose Menschenmasse, die zu (gefühlt) 85% aus Leuten weit über 55 besteht, die Frauen stark parfümiert, die Männer wild auf Fleisch, die blindlings durch die Gänge stolpert.

Vor den Toren der (übrigens architektonisch sehr spannenden, habe bedauert, nur per Mobiltelefon Bilder machen zu können) Großmarkthallen wurden Kinder betreut und unter anderem mit Malspielen und Tret-Miniaturgabelstaplern unterhalten.

Was die Speisen betrifft, auf jeden Fall eine empfehlenswerte Veranstaltung.

Luli83 Ja, leider muss ich Dir Recht geben, was die rücksichtslosen Menschen meist fortgeschrittenen Alters angeht. Es wird vorgedrängelt und gequetscht als gäbe es kein Morgen, das hat echt überhaupt keinen Spaß gemacht und 'nen Schatten über die eigentlich super Veranstaltung geworfen. Ja, Gratishäppchen sind ja was superfeines, aber noch lange kein Grund sämtliche Manieren über Bord gehen zu lassen, die von selbigen so häufig gepredigt werden?
Nächste Jahr wieder, hmmm wohl eher nicht??? Schade um den Markt.

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sidifferent

Oyten

506 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Hamburger Food Market vom 14 September 2008

Gestern war ich zum ersten Mal in den Hamburger Großmarkthallen, die mich so häufig visuell schon bei der Einfahrt nach Hamburg Zentrum gereizt hatten. Aber leider heisst es ja hier für Otto-Normalverbraucher im Alltag: Off-Limits.

Deshalb hatte ich mir schon früh den Hamburger Food Market in meinen Jahreskalender eingetragen. Auch um die Halles d’ Hambourg mal von innen zu sehen. Die alten Pariser Hallen kannte ich ja schon und erhoffte nicht, ein ähnliches Flair / Odeur hier wiederzufinden, denn es ist ja ein Großmarkt nur für Obst, Gemüse und Blumen. Directions durch Personal am Großmarkt waren perfekt. Nur wir, kommend von der S-Bahn-Station Hammerbrook irrten erstmal ein wenig herum, bevor wir die Amsinkstraße fanden (denn die ist hier nicht ausgeschildert). Ein Tip für das nächste Mal: Auf der Website Logistics angeben für die Anreise per ÖNV.

'Aus der Region für die Region’ heisst das Motto dieser Veranstaltung, und das traf auch großenteils zu, das heuer in ihr 3. Jahr geht. Wunderbar, und von meiner Begleiterin mit Staunen vermerkt: der Eintritt ist kostenlos ! Deshalb auch die 4 Punkte, denn ähnliche Veranstaltungen in anderen Städten kosten satt Eintritt.

Wir betraten also so gegen Mittag die unbekannte, agronomisch hübsch durch Strohballen dekorierte Halle vom Osten her und stießen zunächst in ein ziemlich funktionalen Gang, in dem ein Biobauer seine Kunden versuchte, ins Gespräch zu ziehen. Wunderbar, denn ich hasse Gedrängel am Eingang.

Wir ließen uns durch die überschaubaren Gänge treiben, kosteten mal hier, mal dort. Nur beim Galloway-Stand-Wagen gab es zunächst ernste Engpässe. Unterhielten uns mit regionalen Bio-Anbietern, deren Stände allerdings teils einige Fragen aufwarfen: wieso waren auf fast allen Ständen Produkte zu sehen sehen, die sich von den normalen Marktständen kaum unterscheiden: Paprika aller Couleur, Zucchini, glänzende Auberginen, Kohl, Pfirsiche, Nektarinen, Äpfel, etc. pp.. Aber gut, ich bin auch nicht so ein Gemüse-Liebhaber. Gefehlt haben mir sicher ein paar Höfe aus dem Alten Land, in dem alte Obstsorten wieder rückgezüchtet werden.

Schön fand ich persönlich als Pilzliebhaber die beiden Pilzstände mit interessanten Neuzüchtungen aus NL und DK, die man sogar auf der Zuchtbasis kaufen konnte. Was ich auch tat. Ein eher fremd riechender und aussehender rosa Pilz, der lt. Aussage von Leuten in der S-Bahn beim Nachhauseweg eher wie Eingeweide oder Granatabfall aussieht. Schau’n wir mal, ich muss ja immer neues ausprobieren.

Die Pilzpfanne dort reizte uns allerdings nur wenig, bestand sie doch vor allem aus Gemüse und nicht aus Pilzen.

Ein paar Öl- und Marmeladen / Weinstände aus allen Teilen Deutschlands rundeten das vegetabile Angebot ab. Und da gab es noch ein paar Stände mit Pralinés, deren Zubereitung vorführt wurden.

Aber 'Aus der Region für die Region’ hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt.

Aber das nur am Rande, eigentlich waren wir ja zur Verkostung der Köstlichkeiten der Hamburger Gastronomie gekommen, das muss ich gestehen, obwohl mein Arzt mich auf Diät gesetzt hat. Meine Begleiterin und ich teilten uns immer diese kleine Portion, von daher war’s hoffentlich ok.

Nervig fand ich diese Holzbestecke, erinnerte mich an die rauen Holzstäbchen in China-Imbiss um die Ecke. Man muss aufspießen und versuchen, das Essen möglichst ohne Berührung der Gabel durch Mund und Zunge zu sich zu nehmen, um den Genuß zu verspüren.

Ich kann hier sicher nicht alle Stände aufführen, die ich mir angesehen / von denen ich probiert habe, aber ich versuche, die Highlights herauszuarbeiten.

Wir begannen mit der Küchenwerkstatt: Mit diversen Kräuter und Gewürzen marinierter kalter Biolachs, leicht mit einem Flammenwerfer gekrustet und mit einem Kräuter/Blütensalat serviert. Köstlich. Ein super Einstieg. Zu den warmen Gerichten dieses Stands drangen wir gar nicht vor, denn hier ballte es sich schon.

Die Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spreewalder Gurken reizten visuell nicht genug.

Dann ein Abstecher zu einem Hof-Käsestand mit leckerem Käse. Schade, dass ich den Weg zurück nicht mehr im Memory-Speicher hatte. Der Kartoffel-Mann daneben hatte leider kein Ahnung von seinen eigenen Produkten (was er auch zugab im Gespräch).

Darauf folgend ein Besuch beim einem Schweinewirt-Gastronom (fragt mich jetzt bitte nicht, welches Restaurant es war). Rücken von einem rückgezüchteten Schwein mit Pflaumensauce. Eigentlich lecker (weil fett) war das saftige Fleisch in super Balance zu der Pflaumensauce, aber wie angekündigt knusprig war was nun wirklich nicht. Wabbelige Schwarte und wabbeliges Fett geht gar nicht. Dass ich mit der Argument 'hier fliegen doch ohnehin so viele Tauben rum’ mit bloßen Fingern zum Nachwürzen in die den Köchen vorbehaltene Fleur du Sel-Schale greifen durfte, fand ich ziemlich grenzwertig.

Ich glaube, es war das 'Mess’ oder war das 'Fillet of Soul?, wo ich Husumer Rinderfilet mit Gänsestopfleber genossen habe. Das Gericht war ein wenig zu sehr abgekühlt, um ein wirklicher Genuß für 8 Euro zu sein.

Schräg gegenüber bei der 'Fleischerinnung’ Deichlamm am Spieß war lecker.

Interessant fand ich auch die 'Curry-Pirates’ ob ihrer Ideen, die deutsche Wurst weiterzuspinnen. Sie wird gefüllt mit diversen Dingen (Aprikosen, Wasabi). Probiert habe ich sie allerdings nicht; die Schlange war zu lang. Aber vielleicht werde ich demnächst mal in der Mozartstrasse vorbeischauen.

Am Westausgang eine mit Hähnchenfarce gefüllte fritierte Rolle überstreut mit Zucker/Zimt vom 'Piment’ war der orientalische Abschluss der herzhaften Gerichte. Nett.

Wir nahmen dann noch einen Espresso und einen super Bienenstich in einem Bio-Café.

Danach wurde ich von meiner Begleiterin ausgebremst.

Ich hätte gern beim 'Feinschmecker’-Stand (Westeingang) noch ein wenig in den Magazinen gestöbert, aber hier ballte sich das Publikum wieder sehr.

Fazit: Eine interessante Veranstaltung.

Ich verstehe sehr wohl, dass nicht jedes exzellente Hamburg Restaurant hier sein bestes geben konnte, weil die Küchenbedingungen einfach nicht nicht optimal waren. Aber der Food Market bot einen guten Überblick und wird sicher von mir im nächsten Jahr wieder aufgesucht werden

Luli83 Lustig, habe Deinen Beitrag leider zu spät gelesen, denn dieses Jahr war das Husumer Rinderfilet am Mess stand für 8 € erneut zu lange auf der Wärmeplatte. ;)

Ingeborg_M__Cox Danke für Deine Nachricht vom 04.09.10 - leider war ich schon eine Ewigkeit --- ungewollt nicht mehr im Netz, ich habe den Anbieter gewechselt und bin hier jetzt bei Cablekom. Habe ca zwei Monate kein Telefon und kein Internet gehabt. Habe auch jetzt noch keine E-Mail Adresse, dennoch erhalte ich jetzt an meine alte Adresse E-Mails. leider kann ich mich nirgends einloggen, weil Adresse und Passwort fehlen. Mal sehen, wie das noch so weiter geht.
Für heute L.G. Ingeborg

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Benutzerfoto: pingu37

pingu37

Hamburg

462 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Hamburger Food Market vom 31 März 2008

Oh oh… Ich finde meinen ursprünglichen Beitrag zu diesem Platz nicht mehr. Ich kann mich erinnern, es Lebensmittel-Großmarkt genannt zu haben. Mein Beitrag ist weg und der Platz steht jedenfalls nicht mehr so wie ich ihn damals nannte in Qype. Aber meine Fotos, die ich noch mit “Qype Photo Challenge” zur Herbst-Gewinnaktion betitelte sind noch in meinem Flickr-Stream.
Komische Sache.

Also schreibe ich noch mal kurz meine Erfahrung vom letzten September (2007) im Lebensmittel-Großmarkt.
Ich hatte Besuch aus dem Süden Deutschlands, die auch sehr gerne Essen und genießen. Wir machten uns also am Letzten Tag (sonntag) mit der S-Bahn dorthin und liefen erstmal fälschlicherweise auf eine Bahn-FirmenFeier zu. Wir wurden korrigiert und fanden den Eingang zum Lebensmittelgroßmarkt.

Es gab so viele Aussteller mit tollen Bio-Produkten und auch nicht-Bio-Produkten und viele boten Probehäppchen an und verkauften auch frisch zubereitete Gerichte oder kleine Häppchen. Das meiste war kulinarisch wertvoll und auch recht hochpreisig, wenn man dann die Portion in der Hand hatte, merkte man, oh davon hätte ich doch auch 4 Portionen essen können. Dafür konnte man dann woanders noch mehr mals probieren.
Ich hatte zum Anfang einen besonders leckeren frischen Pilz-Mix aus der Pfanne, mit Pfeffer und Salz leicht gewürzt und mit Weisswein abgelöscht: voila! Die Pilzsorten durfte ich mir aussuchen und wurden mir auch erklärt, wo sie gezüchtet wurden. Sehr schön und sehr lecker und so heiß dass ich mich mehrmals verbrannte.
Dann probierte ich auch zum Ersten Mal Kokosfett-butter auf Brot mit etwas Salz und Pfeffer. Sehr lecker. Ich liebe ja Kokosnuss als Duft und als Geschmack.

Dann gab es noch ausgefallene Gerichte, an die ich mich nicht traute, Gänseleber mit Sauerkraut und Ingwer. War auch ziemlich teuer…und die Schlange sehr lang.
Ich probierte noch eine Portion Gambas mit Sauce, die recht teuer waren für nur 3 Stück pro Portion. Und sie und die Soße waren auch nicht der Hit.

Die Gelegenheit nutzte ich auch noch, um bei einem Käsehersteller nachzufragen, wieviel Laktose denn nun im Käse sei und ob es Sorten gäbe, die weniger enthalten und wieviel durch die Reifung verringert würde.
Die Unterhaltung verlief sehr ausführlich und er ließ mich auch mehrere Sorten probieren, die lecker waren. Aber das Fazit war am Ende, “Jede Käsesorte hat von Natur aus den Laktosegehalt und wird durch Reifung nur geringfügig verringert, so dass eine mit wenig Laktosegehalt schon sehr sehr sehr reif sein müsste und zu den steinharten Käsesorten zählt, die keineswegs mehr mild sind.” Er riet mir zu Soja überzugehen oder einen Käse aus chemisch-Laktosereduzierter Käseherstellung zu probieren. Namen konnte er leider keine nennen.

Ich deckte mich bei dem großen Angebot reichlich mit Gemüse ein. So hatte ich zum ersten Mal im Leben weiße Aubergine gesehen und kaufte ein Sortiment an Paprika und Aubergine in einer kleinen Kiste für 5 Euro und war überglücklich. Der junge Verkäufer wurde sofort von seinem Chef gelobt, dass er mich gut bedient und die Sache gut verkauft hätte. ;-) wie nett.
Zuhause kochte und briet ich die weiße Aubergine und sie schmeckt wirklich sehr gut! Ein ganz feines Aroma. Kein bitterer Nachgeschmack bei der Haut, wie bei der lilanen Aubergine.
Wenn ich wieder Mal hingehe, werde ich mir mehr weiße Auberginen kaufen! ;-)

Ich finde es schade, dass dieser Markt so selten stattfindet. Soweit ich von PJebsens Infos sehen kann, ist es wohl nur einmal im Jahr.
Also heisst das Terminfreihalten!

pingu37 Einen Massensturm auf den nächsten Food Markt? oder auf die Ölmühle?

;-) Es hat ja wirklich sehr lecker geschmeckt!

Luli83 Jiep, gehörte auch für mich zu den Highlights. ^^

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