Weingroßhandlung Heinr. von Have, Bergedorf, Hamburg
- Kategorie:
- Wein, Bier & Spirituosenhandlungen Bergedorf | Wein, Bier & Spirituosenhandlungen Hamburg
- Adresse:
-
Sachsentor 32, Bergedorf, 21029 Hamburg
040 7254010
- Website:
- Geöffnet:
-
Mo - Fr: 9:00 - 19:00
Sa: 9:00 - 15:00
So: geschlossen
- Mehr Details:
-
Anzeigen
Weinhaus Gröhl Hamburg Weinhandelsgesellschaft mbH
Eppendorfer Baum 7, 20249 Hamburg
Ihr Top-Weinhandel in Hamburg. Kundenzitat: "Immer tolle Beratung, sehr kompetentes Personal, eine super Auswahl, schöne Geschenkeverpackungen (Boxen), angenehme Atmosphäre mitten im Eppendorfer Schick, Preise von bezahlbar bis unbezahlbar."
5 Beiträge zu Weingroßhandlung Heinr. von Have auf Deutsch
Wir (Mein Schwiegersohn und ich, mein Nachbar hat dieses Jahr gekniffen) haben auch dieses Jahr wieder an der Friday Single Malt Scotch Whisky Night teilgenommen. Es ist immer ein Erlebnis.
Immer spannend und unterhaltsam sind die Hintergrund Informationen von Horst von Have. Man erhält hier einen schönen genussvollen Einblick in die Welt der Whiskysorten. Auch am Wein und Rum Tasting haben wir schon teilgenommen Allesamt immer ein Erlebnis dank den Erklärungen von Horst von Have.
Wir warten jetzt schon auf das nächste Tasting.
Macht uns bitte weiter hin so viel Freude.
Auch sonst erhält man hier immer eine excelente Beratung.
besser und professioneller kann man nicht beraten werden. sie nehmen sich Zeit und treffen den Geschmack auf sicher.....toll
Seit Jahren sind wir treue Kunden. Waren sogar schon bei 2 Weinvorkostungen und freuen uns auf die kommenden. Langsam entwickeln auch wir unseren Eigenen Geschmack mit toller Unterstützung des Teams. Weiter so.
WIR SIND SEIT 4 JAHREN KUNDEN VON H.V.HAVE .
WIR SIND DURCH EINE SEHR PROFESSIONELLE UND ENTSPANNENDE WEINVERKOSTUNG AUF DIE WEINHANDLUNG AUFMERKSAM GEWORDEN.WIR SIND ROTWEIN UND RUM GENIESSER UND WERDEN DAMIT VON DER WEINHANDLUNG BESTENS VERSORGT.DIE BERATUNG VOR ORT IST KLASSE UND MAN FÜHLT SICH DORT SEHR WOHL.
WEITER SO.
Aktueller Beitrag übers "Rum Tasting" vom 19. 10. 2007:
Am Freitag hatte ich dank Horst von Have, dem Senior-Chef der Bergedorfer Weingroßhandlung Heinr. von Have, einen ungemein kurzweiligen, leckeren und dabei auch noch lehrreichen Abend. Ich nahm am „Rum-Tasting“ in den Räumen der von Haveschen Weinkellerei teil; zusammen mit einem befreundeten Paar, das sich in Sachen Rum wirklich gut auskennt. Die beiden waren vor ein paar Jahren in der Karibik und kauften sich für ihre Rückreise per „Bananendampfer“ gen Hamburg extra einen weiteren Koffer, um genug Platz für all die herrlichen Rumsorten zu haben, die sie auf diversen Inseln kennen und schätzen gelernt hatten.
Als mir von Have im September beim Hamburger Food Market erzählte, er werde beim „Rum-Tasting“ einen zweieinhalbstündigen Vortrag über die Geschichte der Rum-Herstellung halten, war ich skeptisch, ob das Thema über solch relativ lange Zeit wirklich fesseln könnte. Von Have referierte am Freitag rund drei Stunden lang, und jede Minute war spannend.
Der gelernte Destillateur sprach unterhaltsam und informativ über Kolumbus, Zuckerrohr, Sklaverei (die Abhandlung dieses Themas war eher informativ als unterhaltsam), Fermentierungsprozesse, Toasting (geschmackförderndes "Anbrennen") und Aroma von Eichenfässern, die Reichtümer des deutschen Arztes Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert (dem Erfinder von Angostura Bitter) und – natürlich – über die Geschmacksnuancen der von uns verkosteten zwölf Rumsorten.
Ich habe bisher noch nie eine ernsthafte Wein-, geschweige denn Rumprobe mitgemacht. Deswegen war es sehr interessant zu sehen, wie man auch als Laie nach den ersten drei, vier Proben schnell einen Riecher (im wahrsten Sinn des Worts) für die Feinheiten der zu verkostenden Geschmacksrichtungen entwickeln kann.
Beschreibungen wie „Ich spüre einen Hauch von Vanille, Kakao und bitteren Orangenschalen, mit einem Hauch von Kaffeebohnen im Abgang“ waren plötzlich nachvollziehbar. (Um nicht als kompletter Anfänger dazustehen, sollte ich vielleicht hinzufügen, dass A) Rum neben Tequila meine Lieblingsspirituose ist, während ich z. B. die Freuden des Whisky-Trinkens für mich noch nicht so recht entdecken konnte, und dass ich B) auf Jamaika auch schon einigen Feinschmecker-Rum kennen gelernt habe.)
Wichtig war an diesem Abend auch die Einsicht, letzten Endes einzig und allein den eigenen Geschmacksnerven zu vertrauen. Es gab am Freitag z. B. Edel-Rumsorten, die mir weitaus weniger schmeckten als preisgünstigere „Mainstream“-Ware. So fand ich den „Appleton Estate VX“ (Jamaika, 40 % Vol, €17,95) ansprechender als den „Saint James Royal Ambre“ (Martinique, 45 % Vol., €21,20), der eher nach Cachaça als nach Rum schmeckte.
Es ging also nicht nur um Nuancen, sondern auch um komplett unterschiedliche „Glaubensrichtungen“. Neben dem o. g. "Cachaça-Rum" gab es auch Sorten, die statt nach Rum eher nach Brandy schmeckten.
Die kredenzten Rumsorten kosteten übrigens bis zu 40 Euro pro Flasche. Da war es für mich durchaus gewöhnungsbedürftig, vorwiegend das Bukett zu erschnuppern, nur ein bisschen zu nippen und den Rest dann ganz profan wegzukippen. Anders ging es natürlich nicht, wenn man auch noch die Feinheiten des zwölften Rums bewusst genießen wollte.
Fazit: Ein toller Abend mit einem grandiosen Conferencier, der uns mit spürbarer Passion teilweise spektakuläre Gaumenfreuden präsentiert hat.
Meine persönlichen Top 5:
1) Ron Ocumare Añejo 12 Años (Venezuela, 40 % Vol., €38 – weich, nuanciert)
2) El Dorado Speziale Reserva 15 Years (Guyana, 43 % Vol, €41 – die Rum-Version eines guten Dessertweins)
2) Angostura 1919 – 8 Years Old (Trinidad, 40 % Vol., €30,75 – mit einer ausgeprägten Vanillenote)
2) Flor de Cana Grand Reserve 7 Years (Nicaragua, 40 % Vol., €29,95 – mit Brandy-Anmutung sowie Kaffee- und Kakao-Nuancen)
5) Appleton Estate VX (Jamaika, 40 % Vol., €17,95 – vertraut-süffig)
*
Ursprünglicher Beitrag vom 19.09.2007:
Das Geschäft in Bergedorf, das unter anderem den "Rotspon aus Hamburg" verkauft, habe ich noch nicht besucht. Ich habe aber gerade am Stand des Ladens auf dem "Hamburger Food Market" den Seniorchef Horst von Have kennengelernt. Der 70-jährige führt das 1868 gegründete Geschäft zusammen mit seinem Sohn mittlerweile in vierter bzw. fünfter Generation. (Wenn euch die Einzelheiten interessieren, googlet ein bisschen - 2002 gab es zum Beispiel einen interessanten Artikel im Hamburger Abendblatt.)
Dank von Have hat meine Spirituosensammlung heute zwei interessante Ergänzungen hinzugewonnen - einen Ingwerlikör (30% vol, 0,5 l für 12,95 Euro) und den Kräuterlikör "Alter Bergedorfer" (33% vol, 0,7 l für 9,25 Euro).
Ingwer liebe ich sowieso in allen Formen. In Verbindung mit Alkohol begegnete mir Ingwer bisher auf Jamaika und später in Großbritannien in "Stone's Ginger Wine", der auf Jamaika mit Eiswürfeln als Aperitif getrunken wird, sowie kürzlich in der Weinquelle Lühmann im "Ratzingwer", einem Ingwerlikör aus dem Hause Ratzeputz (Lüneburger Heide).
Der Ingwerlikör aus Bergedorf ist sehr viel abgerundeter als der sprittiger daherkommende "Ratzingwer"; laut von Have liegt das u. a. daran, dass er der Rezeptur auch ein bisschen Rosenöl hinzugefügt hat.
Der "Alte Bergedorfer" schmeckt auf angenehme Art und Weise eine Spur bitterer und weniger süß als der italienische "Averna". Von Have erzählte mir, dass er dies mit einem Hauch von Lakritze und durch den Verzicht der im "Averna" enthaltenen Vanillle erreiche.
Demnächst vielleicht mehr - kann sein, dass ich bei von Have eine Rumverkostung besuche.
PJebsen Die Rumverkostung findet am Freitag, 19. Oktober 2007, statt und kostet 25 Euro.
19 September 2007
PJebsen Ich mag Rum auch lieber als Likör. Aber wenn die Süße von Likör im Kontrast steht zu anderen Geschmacksnoten (etwa die Schärfe von Ingwer oder das Bitter-Aroma von Kräuterlikören), dann trinke ich Liköre ab und zu gern als Aperitiv oder als eine Art Dessert (als Ergänzung zum Kaffee).
19 September 2007





