Schanzenfest, Sternschanze, Hamburg
- Kategorie:
- Feste & Jahrmärkte Sternschanze | Feste & Jahrmärkte Hamburg
- Adresse:
-
Schulterblatt, Hamburg
- Mehr Details:
-
Anzeigen
Du kannst so viele Bilder hochladen wie Du willst.
Video-Upload ist eine exklusive Funktion für Qype Premium Partner.
17 Beiträge zu Schanzenfest auf Deutsch
Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Ich war dieses Jahr zum ersten mal da und habe das Fest sofort ins Herz geschlossen.
Es ist bis 23 Uhr ein rundum coole Veranstaltung mit Flohmarkt, Konzerten, Ständen und tausend Möglichkeit für ein alkoholhaltiges Kaltgetränk.
ABER ab 23 Uhr wenn die ganzen halbstarken erlebnisorientierten Ärsche sich genug Mut angetrunken haben wird es scheiße weil diese Typen nicht wissen wo sie mit ihrer nicht vorhandenen Kraft hin sollen.
Bis Juli 2009 waren es profilneurotische Leitende Befehlsempfänger aus dem Hamburger Innenministerium, die es immer wieder mit einer gewissen Leidenschaft hinbekamen, dieses durchaus schöne Fest zu zerstören.
Die dabei aufmarschierten grünen und blauen "Durchsetzer von Recht und Ordnung" waren manchmal an Widerwärtigkeit Zynismus und Brutalität kaum zu überbieten (will nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich frage mich manchmal, wo die solche Menschen züchten).
im September 2009 waren es dann gewaltgeile Schwachbirnen ohne eindeutige Identifikation, die dann unbedingt eine Polizeistation überfallen mußten und hatten das selbe Ergebnis auf ihrer Habenseite zu verbuchen.
Man kann jedoch sagen, das diese Menschen nichts mit dem Fest auf der Schanze und auch nichts mit den Bewohnern zu tun hatten.
Nun zur eigentlichen Bewertung:
Wenn man mal von diesen Schwachköpfen beiderseits der Frontlinie absieht, ist es ein schönes Stadtteilfest !
Beispiel September 2009
Es gibt den Flohmarkt am Tage, alle Läden und Cafe´s haben geöffnet, In der Rosenhofstrasse, dem Park hinter der roten Flora und in diversen Einfahrten gab es übelstes Electro/Techno-Gebretter.
Es gab Stände der umliegenden Gestronomen und KEINE Bettler- und Hausierer in Form von irgendwelchen Werbe- und Promotionständen oder irgendwelchen Fress- und Saufständen, wie man sie sonst nur von "Festen" wie dem "Hafengeburtstag" oder irgendwelchen QM2 Besuchen kennt, mit irgendwelchen penetranten oder nervigen Spielen oder was man dem Besucher noch so aufdringen kann, also alles gut !
Entspannte Menschen und super Stimmung am Tage und in der Nacht !
Wenn da nicht diese Gewaltgeschichte wäre.
Dennoch volle Fünf Punkte, das Fest ist echt ein Erlebnis.
Update Schanzenfest 2010:
Es war wieder schön, wildfremde Menschen machten am Abend andere wildfremde Menschen mit zwei "zwölfzehnern" und ein wenig Alkohol glücklich, vom Grünen Jäger bis zur Max Brauer Allee, alles war irgendwie "eene Wolke" !
Da ich ob der Erfahrungen der letzten Jahre die Hoffnung auf ein friedliches Fest aufgab, suchte ich mir ein Refugium und fand es "in den Gärten" in der Eifflerstrasse direkt am Bahndamm. Temporär der Stadt abgetrotzt, großartiges Electrogebretter, Paletten an den Bahndamm gebaut, einfach wunderbar und schön unorganisiert. Von den erhöhten Paletten konnte man dann das beobachten was jeder erwartet hat:
zuerst rennt "Team Green" (in Hamburg ja "Blue" aber egal) runter, dann rennt "Team Black" hoch, dann rennt "Team Green" wieder hinterher, dazu flogen ein paar Flaschen, Steine und "geballtes Wasser". Dazwischen tanzten die Protagonisten von der "beatitas" Fraktion an besagtem Ort. Wenn es nicht so Brutal und Surreal gewesen wäre, könnte man fast schon sagen das die Szenerie schön war. Ich fragte mich kurz, welchen Eindruck diese für den Hamburger nicht unbekannte Situation auf Besucher gehabt haben muß, wenn denn welche vor Ort waren.
Auf jeden Fall war es sehr Hedonistisch für alle beteiligten, vielleicht auch für "Team Green" ?
Das schönste Stadtteilfest überhaupt. Nicht wie bei anderen sog. Straßenfesten nur Wurst- und Champignonpfannenbuden und tumbe Glücksräder an Image-Pflege-Ständen von Großunternehmen, sondern richtig bunt, persönlich, alternativ. So ein bisschen sympathisch angeschmuddelt wie die Schanze eben ist, aber deswegen auch ganz entspannt.
Gerade wurde gemeldet, dass das Fest geduldet wird - fein, denn ein echtes Verbot hätte nur um so mehr Chaoten auf den Plan gerufen. Am 4.9. ist es also wieder so weit: Hingehen, Spaß haben und zeigen, dass die Schanze "Kult"ur"viertel ist.
Hanseatin_Edita Nach allem was ich hörte, war es bis 21.30 Uhr friedlich, dann kamen die Randalierer. Ich war zu erkältet, um selbst hinzugehen. Ich finde es sehr schade, dass das Schanzenfest und die (auch von außerhalb anreisenden) Krawallmacher in einen Topf geworfen werden. Das führt dann zu Reaktion wie von @sidifferent. Die Prügeltouristen randalieren, die Presse verallgemeinert und das Viertel bleibt auf der Strecke.
5 September 2010
AlexanderTheLarge Es gibt jede Menge angemeldeter und ebenfalls gut Behüteter Volksfeste in der ganzen Republik. Mir ist jedoch nie Bekannt geworden, das z.B. auf aufgeblähten Kirmesveranstaltungen, Schützenfesten oder der gleichen, diese Feste nach der kleinsten Provokation oder dem kleinsten Scharmützel oder nach irgendeiner Dorfprügelei das ganze Fest in einer recht rüden und rabiaten Art und Weise komplett Aufgelöst wird. Hier wurde wieder mit zweierlei Maß gemessen, danach von den bekannten Drecksverlagen wie dem "Springer Verlag" medial ausgeschlachtet und der Gesellschaft wieder mundfertig präsentiert.
Man schließt ja auch nicht gleich die ganze Wies´n oder die Was´n oder irgendwelche Hannoveraner Schützenfeste, nur weil eine kleine Gruppe in irgend einem Scheiß Bierzelt bei schlechter Musik Ärger macht ?
Aber da wird wohl der Konservative und Kommerzielle Hintergrund ausreichen um diesen Dreck zu schützen.
Wie wäre es, wenn "Team Green" das macht, für was Sie da sind: Die Bevölkerung schützen und die wenigen Stressmacher Dingfest machen. Anstatt dessen stellen sich die Anwohner selbst diesen Leuten entegegen und müssen dann miterleben, wie sie mit den Stressmachern in einen Topf geworfen werden, schönen Dank !
Aber wenn es nicht so wäre, könnte man es danach auch nicht verurteilen und medial und politisch ausschlachten um zu zeigen, wie schlecht und Böse die Schanze und das Fest ist, um auch wahrscheinlich das zu vollenden, was schon lange angefangen worden ist: Die Gentrifizierung der innerstädtischen Bereiche, in diesem Fall die Sternschanze !
6 November 2010
Ich war auch auf dem Schanzenfest am letzten Wochenende. Leider kam es am Ende so, wie es immer kommt. Dabei begann alles recht Hoffnungsvoll:
Als ich so gegen 10.00 Uhr eintraf war die Party im vollen Gange. Die Leute haben friedlich auf den Straßen rund ums Schulterblatt gefeiert. Es war voll, sehr voll. Aber die Stimmung war sehr friedlich und freundlich.
Ich habe mich einige Zeit vor der Flora bei der Kissenschlacht aufgehalten. Als es auf zwölf Uhr zuging und noch immer keine Randale zu verzeichnen war habe ich schon gedacht, daß hier nichts mehr “anbrennt”.
Leider sind dann wieder einige unbelehrbare “Chaoten” ausgerastet. Aber nicht vor der Flora. Sondern auf der Stresemannstraße. Als die Polizei mit Wasserwerfern und einigen Hundertschaften anrückte schlug die Stimmung natürlich auch auf dem Schulterblatt um. Aber vor Ort wussten wir garnicht, was eigentlich vorgefallen war. Das die “Autonomen” welche die Polizeiwache an der Stresemannstr. angegriffen hatten sich unter die feiernden Menschen gemischt hatten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.
Was danach folgte war das übliche “Katz und Maus” Spiel zwischen den Randalierern und der Polizei. Die ganze Aktion zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin.
FAZIT: Von meinem Standpunkt (und meinen Erfahrungen) aus gesehen muss ich der Polizei ein gutes Zeugnis austellen. Sie ist, im Gegensatz zu letzten Mal sehr deeskalirend aufgeteten. Als sich durch den Angriff das “Lagebild” verändert hatte, änderte auch die Polizei ihr Verhalten, was nur als angemessen angesehen werden kann.
Ich habe leider langsam jede Hoffnung verloren, daß das Schanzenfest auch mal gewaltfrei enden könnte. Wirklich schade…
fotost Hy MarkusHH
und danke für den Bericht.
Schade, daß es wieder mal soweit kommen musste nach einem positiven Anfang, aber langsam denke ich, daß die Veranstalter solcher Events die gewalttätige Entwicklung billigend in Kauf nehmen oder sogar irgendwie akzeptieren.
Schade für die Entwicklung unserer Gesellschaft, daß relativ wenige gewaltsuchende Elemente sozial aufbauende Veranstaltungen so zerstören können..
17 September 2009
Vorgestern verpassten wir die große Chance das Fest als Anwohner zurückzuerobern.
Die Hooligans, denen ich mittlerweile jedes Interesse an Politik abspreche - und die eskalationsbereite Polizei
...wären nach einem erfolgreich friedlichen Fest hier nie wieder willkommen gewesen.
Schade wars.
Aber bis zum Krawall
war es eine herrliche Party.
Read: http://totalerscheiss.wordpress.com/2009/09/14/was-wir-ha...
Beim “ersten” Schanzenfest im Juli waren wir (zwei Pärchen)dabei - allerdings unwissend: Wir kommen gebürtig aus Niedersachsen und Bremen und hatten vorher noch nicht gehört/gelesen, dass es in der Vergangenheit abends beim Schanzenfest öfter zu Ausschreitungen kam.
Ausgestiegen an der Sternschanze gingen wir durch die Straßen, die mit Musik, gut gelaunten Leuten und einem besonderen “Flair” gefüllt waren. Haben uns dann ins Aquí gesetzt - wir saßen aber halbwegs draußen, da die große Fensterfront komplett geöffnet war. Als es kühler wurde, wurden die Fenster wieder geschlossen und kurze Zeit später sahen wir plötzlich Leute hin und her rennen, Polizisten mittendrin, Stühle, etc. wurden auf einen Haufen in der Straßenmitte geworfen und angezündet. Steine flogen, dann kamen schon die Wasserwerfer, Durchsagen der Polizei, ein Schuß. Leute flüchteten. Chaos. Der Kellner vom Aquí sagte, sie hätten eine gute Glasversicherung, da die Scheibe schon öfter eingeschlagen worden ist. Na ganz toll, dachten wir - tranken aus und verließen das Restaurant. Mit etwas schnellerem Schritt als sonst sind wir dann Richtung S-Bahn-Station gegangen. Auf Höhe der Bullerei sahen wir schon die “menschliche Mauer” von Polizisten, die keinen reinließen und nur diejenigen rausließen, die unbedenklich erschienen.
Als derben Kontrast sind wir dann noch ins Hofbräuhaus gegangen.
Beim gestrigen zweiten Schanzenfest war ich nicht. Nachdem, was ich live gesehen hatte und, was in der Presse stand (jetzt informiere ich mich vorher) habe ich mich dagegen entschieden. Hab gestern trotzdem gefeiert - und das war ohne Zwischenfälle SUPER. ;-P
Dieses war einer meiner schönsten Schanzenfeste, gute Stimmung, prima Musik nur die ganzen Flaschen auf der Strasse sind nervig.
Gut Musik lief in der Rosenhofstrasse und auf der Freifläche zwischen Bahnhof und Lagerstrasse. Man erreicht die über eine Treppe am Ende der Susannenstraße. Hier spielte „der fall böse“ http://www.derfallboese.de . Ich ging dann so um 23.30.
43mitReis Leider ist die gute Stimmung dann doch noch gekippt. Gegen 01.00 Uhr begann die Polizei mit massiven Kräften die Veranstaltung aufzulösen.
Was war passiert? Soweit ich dies zu diesem Zeitpunkt sagen kann, wurde die Polizeiwache an der Stresemannstraße mit Steinen beworfen. Die Chaoten haben sich dann wohl unter die Besucher gemischt. Danach konnten die Staatsmacht wohl nicht mehr Feind von Freund unterscheiden. Schade, daß das immer wieder so enden muss. Bis 1 Uhr war es wirklich ein sehr schönes und vor allem sehr friedliches Fest. Und die Polizei hat sich (soweit ich das beurteilen kann) auch sehr zurückgehalten und ist sehr deeskalierend aufgetreten.
Es waren dann mal wieder einige wenige Vollpfosten die die ganze “Szene” in Miskredit gebracht haben.
13 September 2009
Verreister Als ich einen Hubschrauber hörte hatte ich mir irgend etwas in der Richtung gedacht, SCHADE.
13 September 2009
Ich liebe dieses Fest nach dem Flohmarkt kann man so gut stöbern, weil so viele Leute Ihre Sachen einfach verschenken. Die Randale danach ist doch schon völlig normal.
clementine_3 :-O “normal” :-O unsinnig, unnötig, nervig, unverständlich,....das trifft’s doch eher….ne chillige schanze wäre mir lieber…
6 Juli 2009
sidifferent @panchoangel: “Die Randale danach ist doch schon völlig normal”: Solch eine Aussage entsetzt mich tatsächlich. Ich würde gern zu diesem Fest kommen, weil ich die Schanze mag, aber genau diese Haltung hält mich davon ab. Ich habe einfach Angst, in Schlägereien hineinzugeraten.
Gehört Randale wirklich einfach dazu ? Andere Stadtteilfeste sind simpel langweilig und kommerzialisiert, das gebe ich zu. Aber muß es unbedingt in der Schanze immer zu Kravallen kommen?
6 Juli 2009
Besser können sich doch unsere Ordnungshüter nicht auf den “Ernstfall” vorbereiten. Was nützt das Trainingscamp wenn es nicht realistisch ist?
Ich mag das Schanzenfest und die Krawalle werden von beiden Seiten gestaltet. Hab sowohl Vollidioten mit zu viel Sprit oder Frust im Kopf erlebt als auch Polizisten die ohne ersichtlichen Grund angefangen haben Randale zu machen um die Masse zu aktivieren.
Es gab sogar einen bestätigten Vorfall, wo ein Polizist (nicht im Dienst) eine Bierflasche auf einen Wasserwerfer geworfen hat. Daraufhin ging es in der Schanze los. Nachzulesen via Suchmaschine…
Achja, zu Mostros Beitrag mag ich nur erwähnen… halblegaler Flohmarkt?? Weil keine Standgebühren bezahlt werden? Ist etwas nur legal wenn wir zahlen?
tztztzt
Habe da auch so meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Vor drei Jahren wollten wir einfach in der Schanze weggehen, zufällig war Schanzenfest. Und obwohl ich da schon seit fünf Jahren in Hamburg wohnte, habe ich nie etwas von der Regelmäßigkeit dieser Randale mitbekommen oder zumindest nicht wissentlich registriert.
Naja, wir saßen also nett vor der Flora (ich hochschwanger!), draußen war es warm und so ca. 20.30 Uhr. Wir waren ungefähr zehn Leute (nur wenige Hamburger darunter). Und so zehn Minuten später wurden die ersten Müllberge aufgeschichtet und weitere fünf Minuten später brannte es (zuerst nur ein bisschen). Fakt ist, ein Feuerlöscher hätte zu dem Zeitpunkt wohl genügt. Aber naja, die Polizei kam halt mit einem Wasserwerfer (trifft man wohl besser). Die Menge rannte also in die nächste Kneipe (so auch wir). Und wir hingen dort geschlagene vier Stunden fest und beobachteten das bunte Treiben vom Schaufenster aus. Naja, zugegeben, ich hatte mir schon einen Fluchtweg durch den Keller über die Innenhöfe ausgeguckt. Aber so gegen 0.30 durften wir dann im schnellen Gänsemarsch während einer Feuerpause durch die Polizeisperre. Mein Angetrauter hatte die Polizisten bequatscht (Frau schwanger und so), und erfuhr, dass das eben jedes Jahr so ist: Alle verabreden sich zum lustigen Steinewerfen.
Nur uns hat keiner Bescheid gesagt. Bzw. wir haben es in der Zeitung überlesen und das Schanzenfest unter “Straßenfest” abgebucht, weil wir eben noch nie da waren. Naja, Versuch macht klug. Ich gehe wohl nicht mehr hin, ob nun schwanger oder nicht. Aber unter uns ist das doch noch so ein “Running Gag”. Ach und soooo schlimm war es ja nun auch wieder nicht — immerhin das Kind kam nicht…
Ach ja, auch in diesem Jahr gehe ich ganz sicher nicht hin!
pingu37 oh mensch, ich wusste auch nciht, dass dieses “Fest” immer mit Randalen verbunden ist, bis ich hier auf Qype darüber lies und hatte es schon unter meinem Guide “Festivals” gelinkt. Ich denke es bleibt drin, in der Hoffnung, dass die Randale immer weiter abnehmen, dafür aber kommunikative politische Statements wieder stärker werden.
9 September 2008
Jährliches Straßenfest, dass seit einigen Jahren trotz fehlender Genehmigung bzw. Anmeldung stattfinden und der Stadt eine menge Geld kostet.
Tagsüber ist es ruhig und ausgelassen, es erinnert an das 1. Mai Straßenfest in Kreuzberg oder auf dem Boxi. Die Atmosphäre ist nett und man kann ruhig und entspannt feiern und den Tag geniessen.
Aber sobald es langsam dunkel wird, sollte man das Weite suche. Zecken, Punks, linksradikale Systemgegner oder auch einfach nur Krawalltouristen mit Migrationshintergrund nehmen dann das Ruder in die Hand und räumen in der Schanze mal ordentlich auf. Fliegende Bierflaschen, brennende Mülltonnen, splitternde Schaufenster. Für jeden ist etwas dabei!
Da zeigt die von vielen so geliebte Schanze mit Multikulti und den so friedlichen linken ihr wahres Gesicht.
Schade
Wenn die Berufs-Randalisten und die Spiesser-Meckerer wegblieben, könnten die Anwohner endlich wieder ein angenehmes Strassenfest ohne Belästigung von irgendwelchen Touristen feiern.
Tagsüber war es jedenfalls großartig. Eine Techno-Goa Party im Florapark, ein Soundsystem in der Rosenhofstraße, ein Konzert am Thier, Ragga vorm Selekta Shop…. und dazu günstige Drinks, gegrillte Sardinen und ein interessantes Flohmarktangebot.
Bis die taktisch inkompetente Schlägertruppe
in den Hero-Turtle Outfits dazukam, war es ein
sehr netter Abend.
Ein fester Termin für Prügeltouristen in Hamburg. Ich schaffe es immer wieder zufällig hineinzugeraten (kurz nach meinem Umzug nach Hamburg wusste ich ja nix davon und dieses Jahr hab ichs einfach vergessen) und bin jedes mal wieder erstaunt, mit welchen Dingen manche Leute sich die Zeit vertreiben.
Am Besten zu der Zeit die Schanze meiden, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Volltreffer vom Wasserwerfer keine angeheme Erfahrung ist.
Mit was für Knalldeppen (bzw. in diesem Fall verhinderten Knall-Deppen) sich die Schanze während Events wie dem Schanzenfest herumschlagen muss, wurde mir in der Nacht von Samstag auf Sonntag an der U-Bahn-Station Sternschanze recht aussagekräftig demonstriert.
Da jammerten zwei Randaletouristen darüber, dass es bisher keine Krawalle gegeben habe – zumindest keine, die sie mitbekommen hatten oder, noch besser, an denen sie sich hätten beteiligen können. Frustriertes Fazit: "Vielleicht haben die Bullen dazugelernt - oder wir waren früher frecher!"
Wir vertrieben uns am Samstag vor und nach einem wunderbaren Musikfilm des „Unerhört“-Festivals im 3001 die Zeit beim Schanzenfest. Dabei suchten wir nicht nach Krawall und fanden glücklicherweise auch keinen.
Was wir am Samstag erlebten, war daher für mich nur ein ganz normales Straßenfest. Mit ein paar Ausnahmen: Das Bier war billiger (ab 1 Euro), die Musik weniger „kommerziell“, das Essen abwechslungsreicher, und in den günstigen Preisen war oft auch noch ein Solidaritätsbeitrag für einen Zweck enthalten, den die jeweiligen Verkäufer als unterstützenswert betrachteten. Ist schon recht – mein 3-Euro-Mojito auf dem Schulterblatt war zwar ganz besonders labberig, aber wenigstens diente er der internationalen Solidarität.
Wir verbrachten einen großen Teil des späteren Abends nahe dem netten Reggae-Laden Selekta, bei dem die Bässe des Sound-Systems besonders heftig wummerten, dessen Musik aber am ehesten unseren Geschmack traf.
Dass manche Standbetreiber des Flohmarkts ihre Waren selbst nur als Müll ansahen, merkte man daran, dass die Händler des Standes vor der Eisbande den nicht verkauften Teil ihres Schrotts einfach auf der Straße liegen ließen. Offenbar taugte er nicht mal zur Entsorgung per eBay. Es gab Passanten, die das freute und die die Müllabfuhr ein klein wenig entlasteten, indem sie sich kostenlos bedienten.
Keine normale Straßensause war das Schanzenfest vor allem durch die sporadisch durch die Gegend jagenden Blaulichtkommandos – und durch das schon von pingu37 beschriebene „Wannen-Ballett“, bei dem sich zwei Wasserwerfer beim Wenden gegenseitig ins Gehege kamen. Deren Soundtrack von Martinshörnern und brüllenden Dieselmotoren wurde ergänzt durch die kämpferischen Rufe "freiheitsliebender" Schanzenfest-Gäste, die aus sicherer Entfernung ihre Kommentare dazu abgaben.
Richtig entspannt finde ich ein Straßenfest in einer solchen Atmosphäre nicht (egal, wer daran Schuld ist), daher gibt’s nur drei Punkte.
Nachtrag: Laut Mopo gab es am Samstag ab 21.05 Uhr rund sieben Stunden lang Ausschreitungen. Auszug aus dem Mopo-Protokoll: "1.20 Uhr: Als Beamte an der Bartelsstraße ein Feuer löschen, werden sie von rund 100 Protestlern angegriffen und mit Flaschen und Steinen beworfen."
Oh ist das schön! Ich war da! und das ganz ungeplant! hehe.
Es waren viele Menschen unterwegs. Wie immer viele Alternative und auch einige Umweltliebende, in Anzug und Krawatte rumlaufende, aufgetakelte, Linke, Linke fast vermummte und ganz normale Leute, die die meiste Zeit einfach relaxt waren, mit Freunden und Fremden klönten und der Musik zuhörten oder sie übertönten, etwas zu Essen oder zu Trinken holten, an den vielen Strassenständen, die rund herum in der Schanze verteilt sind.
Alles Easy! Alles voll! hihi.
Bis die Polizisten in dicken Truppen aufmarschierten…..
Sie liefen hier hin und dahin und machten an einer sehr engen Kreuzung ein Wasserwerferballett. Sie versuchten irgendwie in eine Strasse zu fahren, die natürlich voll mit Menschen und tanzenden Menschen war und noch dazu mit Autos zugeparkt war. Naja, als dies nicht klappte, versuchten sie in die Ausgangsrichtung zurück zu kommen und hätten dabei fast einen Wasserwerfer-Wasserwerfer-Auffahr-Unfall hingekriegt, da beide Wasserwerfer gleichzeitig rückwärts auf die Kreuzung fuhren zum Wenden! Lach.
Die Schaulustigen schauten und standen sogar mitten auf der Kreuzung, ohne den riesigen Wagen auszuweichen.
Als sie fortfuhren und nachher auch andere Polizeivans mit und ohne Sirene durch die Strasse fuhren und vermutlich abzogen, warf noch jemand eine Flasche Bier gegen eines der Vans.
Es gab noch eine Gruppe Frauen, die mit Muffins rumliefen und sagten, dass ihr Verkaufstisch/stand zertrümmert worden war und sie deshalb ihre Muffins jetzt verschenken wollen.
Es hörte sich an als ob sowohl Randalierer als auch Polizisten zum Zertrümmern beigetragen haben. Sehr unverständlich. Die Frauen waren nachher etwas erleichtert als viele bereitwillig und teilnahmsvoll ihre Muffins abkauften, für beliebige Preise.
Sonst hatten wir in der Ecke gar nichts von Gewalt und Randale mitgekriegt.
Aus. Ende. Alle Glücklich. ;-)
Auch ich betrachte das Schanzenfest mit erheblicher Ambivalenz. Direkt vor meiner Haustür baut sich am Morgen ein Flohmarkt auf, den die Anwohner halblegal betreiben, also mit Duldung der Ordnungshüter, und der daher keine Standgebühren kostet. Dementsprechend ist dieser Flohmarkt wirklich vermutlich der letzte echte Flohmarkt in Hamburg, nur wenige getarnte Halbprofis verstecken sich zwischen den Nachbarn - und demsntsprechend sind erstens die Preise deutlich günstiger als anderswo (keiner muß erstmal die Gebühren einspielen) und das Angebot gut, weil hier doch viele sehr kulturlinteressiert Menschen leben, die sich auch mit schönen Dingen umgeben… die Stimmung ist gut, die Sonne scheint und bunte Menschen schlängeln sich fröhlich zwischen Susannenstraße und Schulterblatt durch teilweise anarchisch aufgebaute Standreihen - hier könnte gelegentlich ein bißchen mehr Ordnung nicht schaden -dachte ich zumindest als ich merkte, daß sich eine unbelehrbare Dame direkt in den Durchgang auf der Kreuzung Susannenstraße und Bartelsstraße gequetscht hatte - aber es liegt in der ursprünglichen und meist recht toleranten Art des Viertels, solche Hindernisse eher zu akzeptieren und so kam es hier den ganzen Tag über zu Staus in den Massen. Morgens war übrigens noch ein Durchkommen - nachmittags wurde das Gedränge so extrem, dass ich aufgrund der längeren Wegezeit sogar ein S-Bahn verpasste…
Und mit zunehmeder Abendzeit begann das, was auch Hotzenplotz schon schilderte. Die fröhliche Stimmung verwandelte sich immer mehr zum lautstarken Party-Event für die Massen, die vermutlich nur nich zu kleinen Portionen aus dem direkten Umfeld stammten, bzw. vielleicht für die jungen schicken Leute, die im Zuge des “Schanzen-Booms” hierher gezogen sind und 800 Euro für 2 Zimmer Miete bezahlen wollen und können…
Dazu kommen die Teenie-Massen aus den Vororten, die grölenden Caipirinha-Fans etc. und fertig ist wieder einmal ein schreckliches Getöse, das man früher hier so nicht veranstaltet hätte. Wummernde Bässe der üblich gleichgültigen harmonielosen Elektromusik, die keine Instrumente oder Melodien mehr kennt (wie immer man es nennt, Trancehop. Fliphouse, Electric Vomiting, es klingt alles gleich und ist vermutlich nur mit ein paar Pillen besonderer Art ins cerebrale Hörzentrum zu zwängen), direkt davor an der Post Hochprozentige Mixturen, Lärm bis tief in die Nacht - und das in dem Viertel, in dem die meisten Kinder in Hamburg wohnen - das kann nicht im Sinn der Anwohner sein.
Ob es noch zu der klassischen Straßenschlacht mit der Polizei kam, ist mir nicht bekannt - ich stopfte mir eine Extraportion Oropax ein und schloß alle Türen und Schalldämmungen, erfreute mich meiner Flohmarktschätze und guckte mir am Morgen die Bescherung an, die das bescheuert Partyvolk von außerhalb oder sonstwo auch jedes Wochende in der Schanze hinterlässt. Anscheinend haben ein Großteil der Besucher so wenig Hirn, dass das längerfristige Festhalten von Bierflaschen schon zu einer Art Abiturprüfung wird - und kaum einer besteht, so viele Scherben gibt es sonst nur auf Mauern am Gaza-Streifen. Radfahrer und Kinder freuen sich darüber natürlich ganz besonders. Abgesehen von der übrigen Schweinerei, Plastikbecher, Teller, Müll aller Art - nur die lärmenden Party-Terroristen haben sich anscheinend zum Morgen hin verzogen…
Fazit: Man sollte das Schanzenfest öfter abhalten, aber bitte um 18 Uhr beenden und den Party- und Lärmidioten einen Sonderzug zu irgendeiner Mülldeponie auf dem freien Land, fernab von Zivilisation spendieren (und vergessen, sie da wieder abzuholen). Ja, ich bin ein toleranter und sehr ruhiger Mensch….
Badbury Electric Vomiting? Köstlich… äh, unvorteilhafte Wortwahl, herrlich! Du hast Trancecrap vergessen.
13 September 2008
mostro gerade erst aus dem Urlaub zurück. Hei, so viele Reaktionen… Nein, ich denke auch nicht, dass man Schanzenfeste verbieten sollte - aber der Müll und die Scherben werden hier immer mehr, mehr als bei normalen Festen, daher mag ich das auch nicht tolerieren und dneke man sollte VHS-Kurse im Bierflaschenhalten anbieten…
Und zu den Krawallen: Ich wohne seit über 10 Jahren in der Bartelsstraße. Immer wieder rufen verstörte Freunde aus aller Welt an, ob ich noch leben würde, sie hätten im (finnischen, kirgisischen, bayrischen) Fernsehen gesehen, daß die Schanze in Flammen Stehe und unendlich viele militanter Schwerverbrecher sich mit Islamisten und Freimaureren verbündet gegen die Staatsmacht erhoben und Häuser und Kirchen in Schutt und Asche gelegt hätten….Ich erkläre dann immer erstmal, dass die Medien anscheinend kleine Pappmaché-Modelle der Schanze besitzen, die sie zu diesen Anlässen immer im Studion anzünden un den Weltuntergang simulieren - wahlweise geht man mal auf Schulterblatt und filmt den einen brennenden Müllcontainer aus der Froschperspektive durch Effektfilter und mischt Bilder von 1983 dazwischen oder so. Jedefalls schlafe ich hier definitiv sehr friedlich nachts - und noch nie ist auch nur eine meier Fensterscheiben im EG durch Chaoten beschädigt worden…. was immer da abgehen mag - es kommt keine fünfzig Meter weit (so weit ist es zum Schulterblatt, der medial propagierten Brutstätte des angeblichen Widerstandes der Autonomen)....
14 September 2008
Zweimal im Jahr finden in meinem Viertel kleine Strassenschlachten statt, in der Nacht zum 1.Mai und im September beim Schanzenfest.
Letzteres sieht eigentlich aus wie ein ganz normales Strassenfest, tagsüber Flohmarktstände, ein paar Bands spielen, fast immer ist schönes Wetter und Tausende von Menschen schlendern durch die Schanze.
Abends findet dann das Ritual statt.
Mülltonnen werden üblicherweise auf dem Schulterblatt angezündet, die darauf vorbereitete Polizei erhellt die Szenerie mit Flutlicht, Wasserwerfergespritze, Kriegenspielen im Florapark, Flaschen werfen, hinrennen, wegrennen, Megaphongebrüll, Gasspray, ein paar Festnahmen, ein paar Leichtverletzte.
Dieses Spiel zieht Betrunkene und Raufbolde von nah und fern in seinen Bann, die Strassen sind voller zerdeppertem Glas, es riecht nach Rauch, das dauert gewöhnlich bis in die frühen Morgenstunden, dann ebben die Scharmützel langsam ab.
Die Autonomen wollen nicht wahr haben, daß sie "ihr" Viertel längst verloren haben.
Trotzdem immer wieder schön, wenn jemand Traditionen pflegt.
pingu37 Wie, es gibt da tagsüber ein Schanzenfest? Ich kriege immer nur die Randale mit.
9 Juni 2008
lokalreporter habe heute morgen ausm radio vom alljährlichen randalecharakter erfahren, stell ich mir vor wie das mariannenfest in kreuzberg. da wirds aus tradition auch immer autonom..
7 September 2008






