Hafen, Svolvær

(Ist das Ihr Unternehmen?)

Beiträge zu Hafen (1)

23.09.2007

1pxt

Als ich 1997 von Skutvik aus, nach schon atemberaubender Fahrt auf der E6 von Trelleborg in Schweden, die Fähre nach Svolvaer befuhr, wusste ich noch nicht so recht, was mich erwartete, schon gar nicht, dass es noch eine Steigerung zu dem bisher erlebten gab. Was sollte es denn noch beeindruckenderes geben, als die schon bisher gesehenen Landschaften, ob die liebliche Seen- und Hügellandschaft bei Lillehammer, die rauen Berge im Dovrefjell oder die wilde, ursprüngliche Tundralandschaft oberhalb Trondheims oder die selbst im Sommer noch teils schneebedeckte Berglandschaft am Polarkreis? Doch wie wir, im fahlen Schein der Mitternachtssonne, über das weite Meer zwischen schwarzbraunen Schärenkuppen hindurch, hinaus schipperten, hatte einen ganz eigenen Reiz. Es ging auf Mitternacht zu, als mehr und mehr die unwirkliche Kulisse der Lofoten, steinernen Riesen gleich, aus dem Meer wuchs. Höher und höher wuchsen die dunklen Zacken im Gegenlicht hinauf. Ein goldglitzernder Schein auf dunklem Wasser und die salzige Gischt vermischten sich zu einem Zaubercocktail besonderer Art. Riesig wuchsen die Berge auf, als wir endlich die Mole des Hafens errreichten. Die Sonne hatte ihren tiefsten Punkt erreicht und die Berge warfen lange Schatten. Ein solches Licht hatte ich noch nie gesehen. Nachdem wir in der Nähe von Svolvaer auf einer kleinen Landzunge einen Campingplatz gefunden hatten, saß ich noch lange nach Mitternacht wach, schrieb Briefe, las und hatte das Gefühl eines nie enden wollenden Tags.
Am nächsten Tag, einem milden Frühlingstag gleich, mit blühenden Tulpen in der Stadt, waren wir auf dem Weg zum Hafen. Fischer verkaufen frische Krabben direkt vom Kutter und der teer- und salzige Meeresgeruch weht herüber. Eine ältere Dame mit Enkelin probiert fangfrische Ware gleich roh, lässt sich reichlich eintüten; wahrscheinlich für das Mittagessen. Ein und ausfahrende Schiffe, Fähren, doch es herrscht Ruhe vor. Gemütliche Gelassenheit, als hätte man alle Zeit der Welt.
Der Weiterweg führt uns zum südlichsten Zipfel der Inselkette nach Ä, wo wir uns das Trockenfischmuseum ansehen. Dann kommt auch für uns die Zeit, diese berauschende landschaft zu verlassen. Genauso, wie sie erstmals vor unseren Augen aus dem Meer wuchsen, versinken sie nun langsam heckwärts im Meer.
Zu entdecken gibt es dort freilich noch viel mehr; Landschaft pur, Wikingerburgen, wunderschöne kleine Fischerdörfer und, und , und...

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