Ein wirklich schöner Brunnen, da stimme ich zu - ich hab dazu letztes Jahr geschrieben, die Beiträge werden zusammengeführt - er heißt übrigens Stuhlmann-Brunnen, da ist wohl ein N verloren gegangen….
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Stuhlmann-Brunnen
Altona, Hamburg
- Adresse:
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Platz der Republik, im Park , 22765 Hamburg
- Geöffnet:
-
immer
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|
7 Beiträge zum Platz "Stuhlmann-Brunnen" auf Deutsch
Man kann dort sehr gut chillen.
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Bin jedesmal wieder fasziniert von diesem Brunnen, wenn ich vom Altonaer Bahnhof Richtung Elbe gehe.
Der Brunnen hat sehr aussergewöhnliche Figuren, die im Sommer Wasser spucken. Nicht nur Kinder haben ihre Freude daran.
Rund um den Brunnen gibt es viele Sitzgelegenheiten für eine Ruhepause.
Der Brunnen ist offenbar schon einige Male "umgezogen", weil er wohl irgendwann den umstrittenen Umbauten des Altonaer Bahnhofs im Wege war.
Jetzt hat er jedenfalls einen sehr schönen Platz gefunden. Hoffentlich muss er nicht nochmal umziehen...
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Der Brunnen gefiehl mir schon damals an seinem alten Platz sehr gut, doch seit dem er in dem Park am Platz der Republik ist, kommt er erst richtig zur Geltung. Im sommer ist es sehr schön, wenn Kinder lachend und strahlend in dem Brunnen herumplanschen oder ihre Eltern nassspritzen. Ansonsten passt er auch einfach zu dem Park. Ich weiß leider keine geschichtlichen Hintergründe darüber, ausser dem was ich von meinen netten Vorrednern gelernt habe, er ist aber dennoch schön anzuschauen.
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In Hamburg-Altona habe ich in einem Park am Platz der Republik einen wirklich imposanten Brunnen entdeckt. Es handelt sich um den sogenannten Stuhlmannbrunnen, der seinen Namen von einem edlen Spender, nämlich Caspar Heinrich Stuhlmann, bekommen hat. Dieser Stifter hatte der Stadt Altona schon vor über 100 Jahren das Geld für einen Springbrunnen gegeben.
In einem ca. 20×10 m großen Natursteinbecken befindet sich eine höchst ungewöhnliche riesige Figur, die einen Zentauren darstellt, aus dessen Kopf ein Fisch hervorschaut. Von Ferne dachte ich mir, dass es doch so etwas gar nicht geben könne, deshalb musste ich mir das Alles einmal genau aus der Nähe ansehen.
Jetzt im Winter ist der Springbrunnen natürlich nicht im Betrieb, man kann aber auch noch an den Seiten eine Nixe, einen Frosch und eine Echse bewundern. Die ganzen Figuren scheinen aus Kupferblech erstellt worden zu sein.
Wie ich erfahren habe, wurde die über 100 Jahre alte Brunnenanlage im Jahre 2000 renoviert, da die alte Unterkonstruktion unter dem Kupferblech einzustürzen drohte.
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mostro, 7 Januar 2009:
einige anmerkungen zum standort der brunnenanlage.
die umgehensweise mit ihr scheint typisch für die “kunst”.
nach dem willen des stifters hätte er ja dort positioniert werden sollen, was heute als der altonaer balkon bezeichnet wird.
es kam anders.
mit dem umbau des zweiten altonaer bahnhofs zum altonaer rathaus (und heutigem altonaer bezirksamt) und neubau des 3. altonaer bahnhofs an heutiger stelle ergab sich eine neue situation: sie führte zur installation des brunnens in sehr repräsentativer lage auf dem damaligen kaiserplatz, dem späteren altonaer bahnhofsvorplatz und heutigem parkplatz, korrekter: paul-nevermann-platz.
im zuge weiterer s-bahnplanungen inklusive fragwürdigem abriss des 3. altonaer bahnhofs wurde die brunnenanlage ende der 70er bar aller ästhetischen empfindungen in die minus-1-ebene des neuen altonaer “bahnhofs” verlagert. damit war sie ihres flächenanspruchs komplett beraubt. die verlagerung ging einher mit dem zunehmendem verfall der gesamten brunnenanlage. anfang der 90er bestand schließlich akute einsturzgefahr, so dass der brunnen verbrettert werden musste.
erst durch nicht-staatliche inititative gelang es, die brunnenanlage vor dem aus zu retten und zur jahrtausendwende wieder vorzeigbar an anderer, erhabener stelle in der grünanlage des platzes der republik sich entfalten zu lassen.
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Nur wenige Nichthamburger (und auch nicht so viele der Ureinwohner) wissen, dass Hamburg erst im Nationalsozialismus zu seinen heutigen Grenzen gelangte. Damals wurde kurzerhand die bis dahin eigenständigen Städte Wandsbek, Harburg (südlich der Elbe, sehr suspekt) und Altona (bis 1866 dänisch, noch viel verdächtiger) dem alten Hamburg angefügt. Mittlerweile sind die alten Grenzen nur noch durch vereinzelt gepflegte Grenzsteine im Straßenpflaster erkennbar, in den Köpfen der Menschen bilden alle Stadtteile eine Einheit. Vermutlich noch schwieriger war es am Ende des 19. Jahrhundert, als Altona nach dem preußisch-dänischen Krieg ins deutsche Reich integriert wurde, die Menschen an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Allgemein beliebt war das Stilmittel, das Stadtbild einschneiden durch Neubauten zu verändern – möglichst gewaltig und pompös die neue Macht glänzen zu lassen. Und so wurde in dieser Zeit fleißig neue Kirchen gebaut (St. Petri Altona), die unbedingt höhere Türme haben mussten als ihre Vorgänger.
Auch der wunderschöne (und meist unbeachtete weil etwas abseits gelegene) Stuhlmann-Brunnen ist ein Relikt jener Zeit, das zum Glück erhalten wurde, auch wenn er hierfür mehrfach den Ort wechseln musste und mittlerweile an hervorragender Position im lang gezogenen Park vor dem Altonaer Rathaus angekommen ist.
Hinter Hecken versteckt an einem eigentlich sonst sehr friedlich und fast unspektakulär zu nennenden Platz stößt man nun auf das sorgsam restaurierte Meisterwerk des Berliner Bildhauers Türpe: Sechs Meter hoch ragen die grimmigen Zentauren, die hier um ihre Beute ringen – ein paar kraftvoll in die Bronze modellierte Fische, sozusagen eine Allegorie auf das ewige Ringen der Mächte am Wasser um den höchsten Anteil am ertrag durch Handel und Kriege – wobei man sich hier natürlich fragt, warum gerade Zentauren auf Fischjagd gehen sollten; normalerweise wohnt in so einem Brunnen doch eher ein Poseidon.
Fern von düsteren Gedanken über Macht und Gewalt aber strahlt dieser Brunnen etwas sehr fröhlich verspieltes aus: Die Fische haben Gesichter und emotionale Ausdrücke, die Grimmigkeit der Riesen überträgt sich auf die Spannung ihrer Körper, Eidechsen sitzen listig lauernd am Beckenrand, ebenso andere Phantasiegestalten – und aus allen Mündern und Mäulern schießen ästhetisch choreographierte Wasserfontänen, in der Gischt sich die Sonnen schillernd bricht. Auf vielen Bänken kann man das feine Schauspiel genießen, irgendwie scheint hier die Sonne oft zu scheinen – und auch die Kinder sind fasziniert von dieser sprudelnden und so überhaupt nicht ernsthaften Märchenwelt aus Metall und Wasser.
Auf einer Schautafel erklärt man uns Geschichte und Wiederherstellung des Kunstwerkes, dessen Metall und Innenleben vollständig verrottet war bevor der Senat sich mit entsprechenden Mitteln erbarmte. Des Weiteren wird ein wenig über den Stifter des Brunnens berichtet: Gerade in der heutigen Zeit von Privatisierung und Resourcendebatte ist interessant zu wissen, dass Herr Stuhlmann damals durch den privaten Auftrag für Wasser- und Stromversorgung zu massivem Reichtum gelangte – somit ist der Brunnen eine doppelte Allegorie, da er den Bürgern einen Teil ihrer Gelder zurückgibt (und umsonst Wasser ausspuckt)….
Leider haben auch die Alkoholiker des Stadtteils diesen Platz lieb gewonnen. Ihre Anwesenheit stört mich weniger als die Relikte aus Blech und Glas in und um die Fontänen- dennoch: Ein Ort, der der Seele wohltut!
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clodyboy, 25 September 2007: schöner beitrag, danke.
> die unbedingt höhere Türme haben mussten als ihre Vorgänger.
gigantismus (ziemlich neu?) oder status symbol (ziemlich alt?)? -
dolphin, 25 September 2007: Unsere Familie war noch dänisch....und erinnerte sich zum Teil noch sehr gut daran, wie es vorher in Altona war. Ich kam noch in den Genuss von Geschichten darüber und über die Große Freiheit....
Danke für den sehr informativen Beitrag. -
herbert19, 16 Oktober 2008:
dein beitrag gefällt mir auch.
besonders dein hinweis auf die doppelte allegorie … . -
isabella06, 23 Mai 2011:
Sehr schön geschrieben! Fast wie ein Märchen. Danke!
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mostro, 26 Mai 2011:
Danke Dir fürs Lesen und Loben!
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