Platzhirsch, Berlin

Öffnungszeiten:

täglich 10:00 bis 01:00 Uhr
Küche bis 23:00 Uhr
Frühstück bis 16:00 Uhr
Mittagstisch 12:00 bis 16.00 Uhr

Adresse: Granseer Straße 6, Mitte, 10435 Berlin

Tel: +49 30 35123900

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Kompliment SchinkenSchnittchen (07.06.2008) 4

So, hier mal ein Geheimtip für alle Schnullibullis OHNE Kinderwagen, und nur für den Sommer: Der Platzhirsch hat nämlich, man vermutet es kaum, eine super Außenterassen nach Süden - so ab 17 Uhr steht in diesen Monaten die herrliche Abendsonne über dem Kiez, und man kann sie sich vom Platzhirsch aus sehr schön warm in’s Gesicht scheinen lassen, während sie über dem schräg gegenüberliegenden sicherlich bekannteren “WELTEMPFAENGER” untergeht. Wichtig: Eine stylische Sonnenbrille sollte Dein Gesicht pimpen, denn hier läuft so einiges an Schnitten vorbei, und die gucken auch! Da geht also was. Falls nicht, bleiben die Platzhirschschnitten, und die sind ja auch soooo süüüüüüß!!!! Zumindest bei meinem Besuch war ich total entzückt von der Blonden mit dem Pony. Also, wer Tagesfreizeit hat, geht nicht in den Mauerpark auf die ollen Steinstufen mit den Sternburg-Export-Scherben, sondern leistet sich einen Liegestuhl am Arkonastrand des Platzhirsch.

Über den Inhaber hörte ich so einiges, aber getroffen habe ich ihn dort leider noch nicht. Angeblich soll es früher da, wo der Laden heute ist, eine Bar gegeben haben, die dem gleichen Typ gehört hat.

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Kompliment agentberlin (21.01.2008) 5

Sonntags Frühstück bis um 4 h PM die Kinder toben in der Spielecke und der Tee schmeckt zu selbstgebackenem Kuchen.
Unter der Woche kann man auch mal zu Abend essen. Spezialität sind die Wildgerichte. Alles in lockerer und familiäre Atmosphäre zu vernünftigen Preise.

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User_star_grey 101
Benutzerfoto: bree

bree

Kompliment bree (25.11.2007) 5

Dem Platzregen auf dem Sonntagsspaziergang entkommen wir in den Platzhirsch am Arkonaplatz. Anheimelnd ist die Atmosphäre, der Blick fällt gleich auf das Buffet mit selbstgemachtem Kuchen. Kein Chichi, sondern Rüblitorte, gedeckter Apfelkuchen und ähnliches mehr. Voll ist es, doch die nette Kellnerin bittet ein paar Gäste darum, zusammenzurücken und schon ist Platz für uns. Für die kleinen Gäste gibt es eine Spielecke.
Als ein Gast ein "Stullengedeck" serviert bekommt lasse ich den Kuchen Kuchen sein und entscheide mich für's Deftige - mag ich sowieso lieber. Lecker ist es und mit Liebe gemacht. Der ganze Laden ist unaufgeregt, nett und entspannt. Da lässt es sich wohl sein!

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Qype Advanced Insider 4190
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clodyboy

Kompliment clodyboy (05.11.2007) 5

Platzhirsch - Toller Laden, allerdings eher für Insider oder Die die es werden wollen, geeignet. Im minimalistischen Stil abgehalten, und die Wände, in einem sanften warmen 'grau in grau - Ton in Ton' mit Hirsch in der Pluralform harmonierend, ergibt sich aus der mal 'anderen' Karte eine Brise des 'Anders mal'. Junge Mütter haben sogar einen Raum für Ihre Liebsten. Natürlich, diese Art der Gastronomie wird nicht nur aber bestimmt viele Anhänger finden weil es eben 'anders' ist. Die Speisen sowie Bedienung und Küche sind ebenso keinesweg schlecht, sondern gut. sie sind schlicht und einfach 'anders' und das ganze nenne ich 'anders ohne stilbruch'. Sehr empfehlenswert. (einige fotos liegen bei)

3 oktober 2007 (Tag der Deutschen Einheit)

ach ja, seitdem ich weiss dass damen manchmal ja sagen wenn sie nein meinen, bin ich schon etwas rücksichtsvoller geworden.

heute, im platzhirsch in berlin, hommage an (ladys first) liesl und (last but not least) lokalreporter und natürlich den vielen anderen anwesenden Gästen.

so, und seitdem ich weiss dass liesl und lokalreporter im platzhirsch verkehren, (nein, nicht wie ihr meint. nix rote ampel und so, einfach nur so.) bleibt mir nur noch eine alternative: dahin gehen und mit den beiden ein lockeres plaudern abhalten und über die gastronomie entwicklung im raum berlin bilanz zu ziehen. so ein gespräch macht ja sinn denn nachdem ein geschäft durch die qypemühlen zerkaut ist, ist er fein rein oder fein raus. fein rein im sinne des reinheitsgebots und fein raus im sinne von einfach out. dass der gute ton dabei eingehalten wird und zwischen zwei bisse meiner schafskäsecreme auf parmesan poesiert, mit dem tropfen des elixirs genannt 'unertl', bleibt natürlich der gute ton 'noblesse verpflichtet'.

da ich mit zwei sehr kultivierten menschen am tresentisch sitze und nicht auffallen will, mann weiss ja schliesslich in der 'haute volée' contenance halten und ein 'faux pas' wie 'was ist das unertl?' wäre selbstverständlich fatal. also, nichts wie ran, 'unsere umgangsformen' werden schnell mental durchgeblättert.

aber gnädigste liesl, wie könnte es heute sein? möchten sie ebenso einen 'unertl' der besten güte, ein cru millésimé aus dem jahrgang 1957 und auf das reinste und feinste bis zum heutigen tag gereift? die leichte 'amertume'sche bitterkeit' ist einfach das geheimnis von 'unertl'. wird die temperatur von 7,2 grad, weil die empirische 7 grad temperatur sich als irrtum unlängst raus stellte und seitdem sind wir, um dem lauf der zeit gerecht zu bleiben, sozusagen umgestiegen. seien sie überzeugt dass der sogenannte 'salope' ausdruck absolut nichts abwertiges in sich tragen wollte und selbstverrständlich haben wir der 7 grad regenerator in voller funktionsfähigkeit um ihre kulturellen wünsche nicht zu enttäuschen? wir können selbstverständlich den 'commis débarasseur' bitten uns eine passende musik dazu anzubieten. dass der 'sommelier' am nebentisch beschäftigt ist, ist nun unser pech und wir müssen uns mit dem 'débarasseur' zufrieden geben. 'chef de rang', bitte, hätten sie vielleicht ein messer um das fleisch klein zu schneiden? aber bitte, sagt der maître d'hôtel, selbstverständlich wird monsieur marcel, unser 'trancheur', ihre wünsche erfüllen. a propos, monsieur victor, unser 'chef sommelier' aus los angeles wird bestimmt den göttlichen tropfen für hochwürden aus unseren 'grands crûs' das göttliche unter götter finden. sehr geehrter lokalreporter, verzeihen sie mir bitte die freiheit zu nehmen dass ich die freiheit vertreten könnte dass sie gerade angesprochen wurden. da ich in keinerlei hinsicht eine 'deklaration erronée' machen möchte, bleibt ihnen selbstverständlich überlassen die freizügigkeit nach zu fragen.

da muss ich sagen:lokalreporter, cool wie immer, sagt plötzlich: servieren sie bitte eine flasche des crus millésimés 'dornfelder trocken' jahrgang 1964. macht ja eigentlich sinn, so cool zu reagieren.

also als liesl über die minimalistische stilistik der räume sprach, da merkte ich dass sie bei der entfaltung der kulturellen fähigkeiten gewisse höhen unterstrich. in der zwischenzeit berieselte uns die fünfte von mozart und wir waren einfach vom gefühl der umhülenden zufriedenheit ins schweben übergangen.

ach nein,
und jetzt auch das noch.
das darf doch nicht wahr sein!
der film ist gerissen...

eric, lass das nach, du sollst nicht immer am projektor rumfummeln...
siehst du, du kannst doch mit solchen kleinigkeiten nicht umgehen.
also lass es!
übrigens, kannst du dich errinern, damals als wir beide noch etwas besser gehen konnten...
du in deinem goldenen käfig gelangweilt, ich in meinem goldenen käfig gelangweilt, wollten kleine sketche über gewisse goldene käfige machen und dabei fällt mir spontan die 'scheich' kurzgeschichte ein.

sehr geehrter lokalreporter, natürlich können sie beim nächsten film als beleuchter mit uns arbeiten und versprochen: ich werde ihnen keine mogelpackung anbieten!

und da schönheit zu abstrakt ist, um endgültig definiert zu werden, sage ich ich dass der laden schön ist. ich schmeichle nicht, ich lästere nicht, ich erkenne nur die schwierigkeit mit den begriffen 'schön und schönheit' umzugehen.

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Qype Advanced Insider 6729
Benutzerfoto: franzhavel

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Kompliment franzhavel (21.10.2007) 3

Wer wüßte, wo die Tollhausideen herkommen ... Jedenfalls ist sie da: die Idee: Kölsch muss es sein.

Dominique rätselt noch, warum wir unbedingt zum Platzhirsch gehen mussten, da steht bereits das kleine Schaumgetränk strahlend vor ihr, serviert von einer männlichen Erscheinung, an der ihr die Strickjacke und mir das spöttische Lächeln auffällt.

Der Wirt.

Er hat zur Erheiterung der Besucher einen Hirschen aus Holz aufgestellt in seinem Restaurant, aber im Grunde ist der Platz gemütlich und wirkt handgemacht.

Die Gäste an den 3 platzierten Tischen sitzen auf einem Podest und können auf die Theke herabsehen, was ich freudlich finde.

Neben uns sitzt ein englischsprechendes Paar, dessen eine Hälfte ein Englisch verwendet, das ich verstehe und die andere Hälfte mit Bedacht ein Englisch verwendet, das ich verstehe. Sie trinken Rotwein aus hübschen Gläsern und haben dampfendes Essen vor sich und da erinnere mich an die Eingangsfrage des Wirtes, ob wir noch etwas essen wollten. Schande über uns: Wir trinken nur Kölsch.

Und der Wirt bringt prompt Auffüllung mittels neuer Gläser, kaum dass ich mein leeres Glas zum Tische führen will. Das finde ich sehr nett. Und aufmerksam finde ich, dass er mir noch etwas Aufmunterndes ins Ohr flüstert, als der Aufbruch stattfindet.

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Qype Advanced Insider 5996
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Liesl

Kompliment Liesl (01.10.2007) 3

Die kinderpopoglatten Marmorstaub-Wände sind ein Traum: mit Hirschen geschmückt, beige auf beige, erst auf den zweiten oder dritten Blick wahrzunehmen. Die Geweihe an der Wand nehmen sich recht grob dagegen aus. Und der Platzhirsch auf dem Tresen – oder ist es die Kuh? Seht selbst!

Der wahre Platzhirsch ist sowieso der Wirt. Äußerst leutselig, nicht zu bremsen. In seinem Prä-Frühstücks-Outfit zeigt er keine Spur von Zurückhaltung. Wer hanseatisches Understatement sucht, ist hier völlig fehl am Platz. Allerdings scheint der Laden ausgerechnet bei Hanseaten im Trend zu liegen. Bricht sich da womöglich eine heimliche Sehnsucht nach Distanzlosigkeit Bahn? An zwei Nebentischen wird schönstes Britisch gesprochen. Das könnte in dieselbe Richtung deuten.

Sehr uneinheitlich, das Ambiente im Platzhirsch. Mitte-stylisch grundiert überrascht eine fast exhibitionistische Privatheit. Rund um den Tresen eine Büro-, Würfel- und Leseecke, zumindest macht es den Eindruck, in trauter Runde besiedelt von Stammgästen (?), Mitarbeitern auf Freiwache (?), Familienmitgliedern (?). Dazu, eine Treppe höher, das Spielzimmerchen für die Kleinen, das diesen Abend jedoch als Mantel-, Hut- und Regenschirmtrockenboden dienen muss.

Die eher unspektakuläre Standardkarte (griechischer Salat, Croque Monsieur ...) ist schnell gelesen. Doch schon schreibt der Platzhirsch (wiederholt, denn was aus ist, ist aus und wird ersetzt) ambitionierte Gerichte auf die Schiefertafel und liest sie auch gleich vor. Das dauert und hat Kabarettqualität. Er erläutert ausführlichst, mit allen Hintergründen der Entstehungsgeschichte, bedauert die Platzknappheit auf der Tafel, sonst hätte er das alles dazugeschrieben ...

Wir nehmen: Tarte mit Äpfeln und Ziegenkäse, Proseccorisotto mit getrockneten Tomaten, Steinpilzravioli mit Speckbutter und Majoran, Hirschkuhragout mit Himbeerrotkohl. Zur Einstimmung serviert er Schälchen mit grünen Oliven und getrockneten Tomaten zu sehr gutem Brot.

Die Ravioli schmecken nach Mehl und Speck (ausschließlich), die Tarte nach penetrantem Ziegenkäse und quietschsauren Äpfeln, der jeweilige Geschmack in einer Art vom anderen isoliert, dass es an ein Wunder grenzt, liegen sie doch in engster Umarmung unter der gemeinsamen Teigdecke. Dazu ein gut zusammengestellter Salat, wenn auch ohne erkennbares Dressing. Das Risotto neben mir riecht verlockend, es liegt jedoch bedauernswert auf dem Trockenen, keine Welle, kein Schmelz, dafür springen die Körner auf ... Nein, danke, ich will nicht probieren.

Viel Ehrgeiz beherrscht die Küche, doch fehlt, so scheint mir, die Erfahrung. Einzig die Hirschkuhesser waren vollauf zufrieden, und vom Nachtisch, Ingwer-Panna-cotta mit Feigen-Dattel-Ragout, wird in den höchsten Tönen geschwärmt.

Zum Glück gibt's nicht Becks, sondern Sion-Kölsch, Jever und Berliner Pilsener, letzteres sehr gut gezapft, und Wasser in den schönen Güstrower Facetten-Flaschen. Die Weine blieben unkommentiert.

Da wir ehrliche Kritik übten, versöhnte uns der Wirt mit einer Runde aufs Haus. Auch dafür nahm er sich unendlich viel Zeit, mischte sogar einen analkoholischen Cocktail fürs Schnapsglas, ehe er uns die hippe Bedienung zur Abrechnung schickte.

Die Arme! Den zweiten Tag im Dienst und dann Einzelabrechnung, eine Strafe, der sie sich wiederholt erfolgreich entzog, indem sie abwechselnd ihren Stift, den Block, die zu Rate gezogene Speisekarte und wieder den Stift, den Block, den Stift ... unterm Tisch suchte. Nein, es ist nicht übertrieben, sie verschwand unterm Tisch, mehrfach, denn beim koketten Händewedeln, Fingerspreizen, Schulterzucken, Armeschwenken fielen ihr regelmäßig die unverzichtbaren Abrechnungswerkzeuge aus der Hand. Wir waren gemein und haben viel gelacht.

Der Aufbruch ist wieder sehr nahegehend, an der Tür persönlich verabschiedet vom Platzhirsch. Neue Gäste treten ein, ebenso persönlich begrüßt: Ihr habt reserviert? Ach, ihr seid aus Hamburg! Sag ich's doch, das hat was zu bedeuten.

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