Platzhirsch, Mitte, Berlin
- Beschreibung des Inhabers:
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Der Platzhirsch ist ein familiengeführtes, nettes, gemütliches Restaurant-Café direkt am denkmalgeschützten Arkonaplatz. Im Sommer gibt es draußen eine Terasse in bester Platzlage. Neudeutsche bis mediterrane Küche. Frühstücke. Täglich wechselnder günstiger Mittagstisch. Catering.
- Kategorien:
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Cafés Mitte | Cafés Berlin
Restaurant Mitte | Restaurant Berlin - Kontakt:
- Derplatzhirsch
- Adresse:
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Granseer Straße 6, Mitte, 10435 Berlin
030 35123900
- Website:
- Geöffnet:
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täglich 10:00 bis 01:00 Uhr
Küche bis 23:00 Uhr
Frühstück bis 16:00 Uhr
Mittagstisch 12:00 bis 16.00 Uhr
- Mehr Details:
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Ackerstr. 173, Mitte, 10115 Berlin
Italienisches Café in Berlin. Kundenzitat: "Einer der wenigen Läden in Berlin, wo man tatsächlich einen anständigen Espresso mit schön cremig aufgeschäumter Milch bekommen kann. Spezialist für Espressomaschinen."
18 Beiträge zu Platzhirsch auf Deutsch
auch wir waren hier zum frühstücken. ein angenehmer vormittag.
Das Frühstück: reichhaltig und sehr lecker, mit delikaten wurst und käsesorten (mein favorit der albikonerkäse), dazu viel frisches obst und wachsweiche bio eier – super
Das Ambiente: nett und gemütlich und wenn man glück hat und am fenster sitzt kann man schön über den arkonaplatz gucken
Der Service: angenehm freundlich
Fazit: Da die Abendkarte auch sehr verlockend klang, kommen wir auf jeden fall wieder
ich war gestern mit einer Freundin im Platzhirsch zum Frühstück (mit dailydeal gutschein) der kellner war leider alleine und hat sich auchöfters entschuldigt das es etwas länger dauert. es hat uns jedoch nicht gestört- das ambiente war total schön – der kellner war nett nur leider leicht überfordert..
trotz alledem würde ich nochmal zum frühstück hierher kommen – und einfach hoffen das der service dann besser ist. ich muss trotzdem erwähnen auch wenn alles chaotisch und langsam war fand ich die bedienung super nett und somit ist das auch wieder verziehen
Ein echt nettes Lokal unweit des Mauerparks. Als wir da waren, gab es super leckere selbst gemachte Maultaschen und Wild. Die Portionen fand ich auch völlig OK, also alles zu einem fairen Preis.
Ich hatte zwar hier die Infos über die Bedienung gelesen, aber das war bei uns völlig einwandfrei und für Berliner Verhältnisse sogar sehr nett.
Da auf dem Arkonaplatz davor jeden Sonntag Trödelmarkt ist, werd ich diese Kombi bestimmt mal wieder machen.
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Sehr nette Bedienung.
Das Essen kam schnell, war aber lieblos zubereitet und labbrig.
Das Ambiente war etwas abgelebt und heruntergekommen.
wie schon öfters erwähnt: eigentlich ein ganz netter laden mit gutem essen. Aber ich habe selten so einen langsamen und inkompetenten service gesehen. jedes dritte, pardon, jedes zweite getränk wird vergessen. man bekommt regelmäßig das essen des nachbarn oder umgekehrt und alles dauert uuuuunglaublich lange...am ende musste ich den damen zum wiederholten male zeigen wie ein kartenlesegerät funktioniert.
Da ich in der nähe wohne komme ich immer wieder ins platzhirsch. die kellerinnen wechseln häufig und werden wohl frei nach dem motto:
"hauptsache keine gastro-erfahrung" eingestellt.
diesmal war es genug...30min für ne apfelschorle...das wars...
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Also, der Laden ist nett und eigentlich sehr geeignet für ein ausgiebiges spätes Frühstück. Allerdings ist es wirklich unglaublich wie langsam der Service ist.
Etwa 30 Minuten bis die Getränke kommen und auf das Frühstück warten wir jetzt seit 1:15 h.
Das ist leider kein Einzelfall - war die letzten drei Male so. Also im Prinzip nett, aber einfach nicht praktikabel. Heute wird wohl das letzte Mal für uns sein.
Ich hoffe der Betreiber liest mit und löst das Problem. Schnellerer Service = kürzerer Aufenthalt und zufriedenere Gäste = mehr Umsatz.
Update: 1:30 h nach Ankunft.
"könntest Du nochmal nach unseren Omeletts schauen?"
"Was Ihr hattet auch Omelettes? Das hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm. Ich frag nochmal nach."
Update: 1:50 h nach Ankunft
Die Omelettes sind da. Prosecco und ein Omelette gehen aufs Haus. Nette Geste aber es muss wirklich das Kernproblem abgestellt werden.
Letztes Update: Omelette war super lecker. Wie gesagt - eigentlich sehr nett aber die Logistik ist komplett neben der Spur.
Meldung vom Nachbartisch: "wir warten auch schon seit mehr als einer Stunde. Vor fünf Jahren waren wir hier und es war genau das gleiche. Wir wollten dem Laden noch eine Chance geben."
Doch noch ein Update: auf der Rechnung war das Omelett dann doch. Ich bin nochmal in die Küche zur Chefin und sage: "hier ist es so nett, aber Ihr müsst die Wartezeiten in den Griff bekommen!" Antwortet: "ja willste helfen? Wir brauchen einen Tellerwäscher!". Ohne Worte...
Der Platzhirsch ist gemütlich und nett. Das Essensangebot wechselt oft und variiert von grundsolide bis wirklich sehr gut (der ligurische Fischtopf ist allen in bester Erinnerung). Ein gutes Käsefrühstück gibt es auch.
IggyBerlin Das Käsefrühstück wurde leider kürzlich um 50% im Preis erhöht; jetzt kostet das kleine Käsefrühstück 9,5€ (was früher das Große kostete), und das große sogar 13,5€. Das ist doch ein wenig teuer, und die Preiserhöhung ein wenig arg.
6 März 2011
ich kannte den platzhirsch noch vor dem neuen konzept und muss sagen, es hat sich einiges zum guten getan. schon beim eintreten merkt man, es ist viel gemütlicher geworden. durch die schön gelegene terasse bin ich im sommer öfters dort gewesen um den sonnenuntergang zu genießen, aber im winter hat mich die etwas unterkühlte atmosphäre eher abgeschreckt.
inzwischen muss ich sagen, gehe ich wirklich gerne dort hin um zu essen. das neue konzept mit den terrinen finde ich mal ne schöne idee. man kann mehreren leuten dort hingehen, bekommt sein essen in schüsseln auf den tisch gestellt und kann sich dann sich selbst bedienen. tolle idee, zumal das essen auch noch richtig lecker ist...
das angebot ist nicht überladen und die qualität der produkte wirklich gut. der kaffee vorzüglich, das bio bier sehr süffig, es gibt bio-limonaden und sehr viel hausgemachtes. so waren die kekse zum kaffee hausgemacht, eine limonade und die leckeren kuchen. gegessen habe ich einen ligurischen fischtopf, der wirklich aussergewöhnlich gut war, gefolgt von von einem kalbstfafelspitz, der auf zunge zerging...das alles wie gesagt in terrinen serviert, in denen das essen bis zum letzten biss schön warm bleibt. man konnte zwischen mehreren beilagen auswählen, so gab es zum beispiel hausgemachte spätzle, schupfnudeln und semmelknödel. ich habe mich für die spätzle entschieden, eine gute wahl. an gemüsebeilagen gab es himbeerrotkohl und rahmwirsing.
es scheint, als ob der platzhirsch aus seinem dornröschenschlaf erwacht ist und aus diesem grund kann ich ihn nur wärmstens weiterempfehlen...
guyaction1011 Stimmt, ging mir genauso mit der unterkühlten, um nicht zu sagen ungemütlichen Atmosphäre im Winter. VIEL besser jetzt!
26 Februar 2011
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Ein netter Platz mit nettem Essen und nettem Service. Nicht zu teuer. Ich habe einen leckeren Salat mit Rindfiletspitzen gegessen für 8,80 Euro und war gut.
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Exzellente, gesunde und abwechslungsreiche Küche. Die Nummer eins im Kiez!
Schrecklich!!!
Karte mit hohen Preisen,Cappucino sooooo bitter(wie wärs mit Kaffeemachine reinigen?)...
Croissants zweimal hintereinander nur halb gebacken auf den Tisch-innen noch flüssig...
Hier meine Meinung in Stichworten:
Essensqualität: ok
Preis: zu hoch bei der gebotenen Portionsgröße
Bedienung: unorganisiert
Atmosphäre: naja (wir haben draußen gesessen, auf abgenutzten Biergartenbänken ohne Kissen)
Fazit: Zu Ausprobieren am Arkonaplatz ist das Platzhirsch ok, aber ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich hierhin kein 2. Mal zurückkommen werde. Dafür ist das Angebot in diesem Kiez einfach zu gut.
“Komm, lass uns mal den 'Platzhirsch’ bei mir um die Ecke ausprobieren!”, sagte gestern eine Freundin zu mir. Es erscheint mir auch sehr unwahrscheinlich, aber angesichts der gastronomischen Vielfalt im Berliner Szeneosten, gibt es für uns immer noch Neues zu entdecken.
Warm leuchteten uns die Lichter entgegen und wir freuten uns, dem so plötzlich über Berlin hereingebrochenen Winter entfliehen zu können. Wünscht man sich sonst sofort wieder nach draußen in die Kälte, weil man einen vollkommen überheizten Raum betreten hat, war es hier angenehm temperiert.
Außer uns saß noch ein Pärchen an einem der Tische, so dass wir in Ruhe die sehr übersichtliche Karte studieren konnten. Laut Herrn Rach ja ein Qualitätsmerkmal. Dennoch könnte die Getränkekarte ausgeweitet werden. Auf Martinis z.B. Oder heiße Milch mit Amaretto. Der nette Kellner war aber bemüht, all unsere Wünsche zu erfüllen. Und wo habt ihr schon mal einen Walster getrunken? Im Laufe des Abends füllte sich der Platzhirsch mit Menschen und der sonst etwas kahle Raum gewann immer mehr an Atmosphäre.
Ich weiß nicht, ob ein guter Maßstab für die Bewertung wie gut es mir gefallen hat, die Frage ist ob ich wiederkommen würde. Dafür probiere ich vielleicht zu gern neue Lokalitäten aus. Das Essen auf dem Nachbartisch sah wirklich köstlich aus, so dass ich den Platzhirschen sicherlich für ein auswärtiges Essen einmal in Betracht ziehen werde. Ansonsten fand ich die Atmosphäre leider etwas kalt. Es fehlt der Wandschmuck. Vielleicht ein großes Wandbild von einem röhrenden Hirschen im alpinen Stil an der Rückwand. Das hätte was. Bedeutete aber auch einen Stilbruch in der ansonsten sehr puristisch gehaltenen Einrichtung. Ob die sich das trauen?
So, hier mal ein Geheimtip für alle Schnullibullis OHNE Kinderwagen, und nur für den Sommer: Der Platzhirsch hat nämlich, man vermutet es kaum, eine super Außenterassen nach Süden - so ab 17 Uhr steht in diesen Monaten die herrliche Abendsonne über dem Kiez, und man kann sie sich vom Platzhirsch aus sehr schön warm in’s Gesicht scheinen lassen, während sie über dem schräg gegenüberliegenden sicherlich bekannteren “WELTEMPFAENGER” untergeht. Wichtig: Eine stylische Sonnenbrille sollte Dein Gesicht pimpen, denn hier läuft so einiges an Schnitten vorbei, und die gucken auch! Da geht also was. Falls nicht, bleiben die Platzhirschschnitten, und die sind ja auch soooo süüüüüüß!!!! Zumindest bei meinem Besuch war ich total entzückt von der Blonden mit dem Pony. Also, wer Tagesfreizeit hat, geht nicht in den Mauerpark auf die ollen Steinstufen mit den Sternburg-Export-Scherben, sondern leistet sich einen Liegestuhl am Arkonastrand des Platzhirsch.
Über den Inhaber hörte ich so einiges, aber getroffen habe ich ihn dort leider noch nicht. Angeblich soll es früher da, wo der Laden heute ist, eine Bar gegeben haben, die dem gleichen Typ gehört hat.
Sonntags Frühstück bis um 4 h PM die Kinder toben in der Spielecke und der Tee schmeckt zu selbstgebackenem Kuchen.
Unter der Woche kann man auch mal zu Abend essen. Spezialität sind die Wildgerichte. Alles in lockerer und familiäre Atmosphäre zu vernünftigen Preise.
Dem Platzregen auf dem Sonntagsspaziergang entkommen wir in den Platzhirsch am Arkonaplatz. Anheimelnd ist die Atmosphäre, der Blick fällt gleich auf das Buffet mit selbstgemachtem Kuchen. Kein Chichi, sondern Rüblitorte, gedeckter Apfelkuchen und ähnliches mehr. Voll ist es, doch die nette Kellnerin bittet ein paar Gäste darum, zusammenzurücken und schon ist Platz für uns. Für die kleinen Gäste gibt es eine Spielecke.
Als ein Gast ein "Stullengedeck" serviert bekommt lasse ich den Kuchen Kuchen sein und entscheide mich für's Deftige - mag ich sowieso lieber. Lecker ist es und mit Liebe gemacht. Der ganze Laden ist unaufgeregt, nett und entspannt. Da lässt es sich wohl sein!
Platzhirsch - Toller Laden, allerdings eher für Insider oder Die die es werden wollen, geeignet. Im minimalistischen Stil abgehalten, und die Wände, in einem sanften warmen 'grau in grau - Ton in Ton' mit Hirsch in der Pluralform harmonierend, ergibt sich aus der mal 'anderen' Karte eine Brise des 'Anders mal'. Junge Mütter haben sogar einen Raum für Ihre Liebsten. Natürlich, diese Art der Gastronomie wird nicht nur aber bestimmt viele Anhänger finden weil es eben 'anders' ist. Die Speisen sowie Bedienung und Küche sind ebenso keinesweg schlecht, sondern gut. sie sind schlicht und einfach 'anders' und das ganze nenne ich 'anders ohne stilbruch'. Sehr empfehlenswert. (einige fotos liegen bei)
3 oktober 2007 (Tag der Deutschen Einheit)
ach ja, seitdem ich weiss dass damen manchmal ja sagen wenn sie nein meinen, bin ich schon etwas rücksichtsvoller geworden.
heute, im platzhirsch in berlin, hommage an (ladys first) liesl und (last but not least) lokalreporter und natürlich den vielen anderen anwesenden Gästen.
so, und seitdem ich weiss dass liesl und lokalreporter im platzhirsch verkehren, (nein, nicht wie ihr meint. nix rote ampel und so, einfach nur so.) bleibt mir nur noch eine alternative: dahin gehen und mit den beiden ein lockeres plaudern abhalten und über die gastronomie entwicklung im raum berlin bilanz zu ziehen. so ein gespräch macht ja sinn denn nachdem ein geschäft durch die qypemühlen zerkaut ist, ist er fein rein oder fein raus. fein rein im sinne des reinheitsgebots und fein raus im sinne von einfach out. dass der gute ton dabei eingehalten wird und zwischen zwei bisse meiner schafskäsecreme auf parmesan poesiert, mit dem tropfen des elixirs genannt 'unertl', bleibt natürlich der gute ton 'noblesse verpflichtet'.
da ich mit zwei sehr kultivierten menschen am tresentisch sitze und nicht auffallen will, mann weiss ja schliesslich in der 'haute volée' contenance halten und ein 'faux pas' wie 'was ist das unertl?' wäre selbstverständlich fatal. also, nichts wie ran, 'unsere umgangsformen' werden schnell mental durchgeblättert.
aber gnädigste liesl, wie könnte es heute sein? möchten sie ebenso einen 'unertl' der besten güte, ein cru millésimé aus dem jahrgang 1957 und auf das reinste und feinste bis zum heutigen tag gereift? die leichte 'amertume'sche bitterkeit' ist einfach das geheimnis von 'unertl'. wird die temperatur von 7,2 grad, weil die empirische 7 grad temperatur sich als irrtum unlängst raus stellte und seitdem sind wir, um dem lauf der zeit gerecht zu bleiben, sozusagen umgestiegen. seien sie überzeugt dass der sogenannte 'salope' ausdruck absolut nichts abwertiges in sich tragen wollte und selbstverrständlich haben wir der 7 grad regenerator in voller funktionsfähigkeit um ihre kulturellen wünsche nicht zu enttäuschen? wir können selbstverständlich den 'commis débarasseur' bitten uns eine passende musik dazu anzubieten. dass der 'sommelier' am nebentisch beschäftigt ist, ist nun unser pech und wir müssen uns mit dem 'débarasseur' zufrieden geben. 'chef de rang', bitte, hätten sie vielleicht ein messer um das fleisch klein zu schneiden? aber bitte, sagt der maître d'hôtel, selbstverständlich wird monsieur marcel, unser 'trancheur', ihre wünsche erfüllen. a propos, monsieur victor, unser 'chef sommelier' aus los angeles wird bestimmt den göttlichen tropfen für hochwürden aus unseren 'grands crûs' das göttliche unter götter finden. sehr geehrter lokalreporter, verzeihen sie mir bitte die freiheit zu nehmen dass ich die freiheit vertreten könnte dass sie gerade angesprochen wurden. da ich in keinerlei hinsicht eine 'deklaration erronée' machen möchte, bleibt ihnen selbstverständlich überlassen die freizügigkeit nach zu fragen.
da muss ich sagen:lokalreporter, cool wie immer, sagt plötzlich: servieren sie bitte eine flasche des crus millésimés 'dornfelder trocken' jahrgang 1964. macht ja eigentlich sinn, so cool zu reagieren.
also als liesl über die minimalistische stilistik der räume sprach, da merkte ich dass sie bei der entfaltung der kulturellen fähigkeiten gewisse höhen unterstrich. in der zwischenzeit berieselte uns die fünfte von mozart und wir waren einfach vom gefühl der umhülenden zufriedenheit ins schweben übergangen.
ach nein,
und jetzt auch das noch.
das darf doch nicht wahr sein!
der film ist gerissen...
eric, lass das nach, du sollst nicht immer am projektor rumfummeln...
siehst du, du kannst doch mit solchen kleinigkeiten nicht umgehen.
also lass es!
übrigens, kannst du dich errinern, damals als wir beide noch etwas besser gehen konnten...
du in deinem goldenen käfig gelangweilt, ich in meinem goldenen käfig gelangweilt, wollten kleine sketche über gewisse goldene käfige machen und dabei fällt mir spontan die 'scheich' kurzgeschichte ein.
sehr geehrter lokalreporter, natürlich können sie beim nächsten film als beleuchter mit uns arbeiten und versprochen: ich werde ihnen keine mogelpackung anbieten!
und da schönheit zu abstrakt ist, um endgültig definiert zu werden, sage ich ich dass der laden schön ist. ich schmeichle nicht, ich lästere nicht, ich erkenne nur die schwierigkeit mit den begriffen 'schön und schönheit' umzugehen.
Landstreichler Habe mich durchgearbeitet und gleichzeitig amüsiert :-).
Aufschlußreiche Fotos gibt es gleich dazu, schön!
Ich kenne das unertl übrigens auch nicht, bin ihm nie begegnet. Und was ist bitte ein débarasseur? Entknotet der die Spaghettis?
Ich stelle mir einen Boxkampfrichter vor, der die Kontrahenten aus der innigen Umarmung entwirrt.
18 Oktober 2007
clodyboy guten tag allerseits,
kommentare und auch noch schön dazu, was kann sich einen autor noch mehr wünschen?
dass es noch lange andauert.
herzlichen dank für eure teilnahme.
27 November 2007
Die kinderpopoglatten Marmorstaub-Wände sind ein Traum: mit Hirschen geschmückt, beige auf beige, erst auf den zweiten oder dritten Blick wahrzunehmen. Die Geweihe an der Wand nehmen sich recht grob dagegen aus. Und der Platzhirsch auf dem Tresen – oder ist es die Kuh? Seht selbst!
Der wahre Platzhirsch ist sowieso der Wirt. Äußerst leutselig, nicht zu bremsen. In seinem Prä-Frühstücks-Outfit zeigt er keine Spur von Zurückhaltung. Wer hanseatisches Understatement sucht, ist hier völlig fehl am Platz. Allerdings scheint der Laden ausgerechnet bei Hanseaten im Trend zu liegen. Bricht sich da womöglich eine heimliche Sehnsucht nach Distanzlosigkeit Bahn? An zwei Nebentischen wird schönstes Britisch gesprochen. Das könnte in dieselbe Richtung deuten.
Sehr uneinheitlich, das Ambiente im Platzhirsch. Mitte-stylisch grundiert überrascht eine fast exhibitionistische Privatheit. Rund um den Tresen eine Büro-, Würfel- und Leseecke, zumindest macht es den Eindruck, in trauter Runde besiedelt von Stammgästen (?), Mitarbeitern auf Freiwache (?), Familienmitgliedern (?). Dazu, eine Treppe höher, das Spielzimmerchen für die Kleinen, das diesen Abend jedoch als Mantel-, Hut- und Regenschirmtrockenboden dienen muss.
Die eher unspektakuläre Standardkarte (griechischer Salat, Croque Monsieur ...) ist schnell gelesen. Doch schon schreibt der Platzhirsch (wiederholt, denn was aus ist, ist aus und wird ersetzt) ambitionierte Gerichte auf die Schiefertafel und liest sie auch gleich vor. Das dauert und hat Kabarettqualität. Er erläutert ausführlichst, mit allen Hintergründen der Entstehungsgeschichte, bedauert die Platzknappheit auf der Tafel, sonst hätte er das alles dazugeschrieben ...
Wir nehmen: Tarte mit Äpfeln und Ziegenkäse, Proseccorisotto mit getrockneten Tomaten, Steinpilzravioli mit Speckbutter und Majoran, Hirschkuhragout mit Himbeerrotkohl. Zur Einstimmung serviert er Schälchen mit grünen Oliven und getrockneten Tomaten zu sehr gutem Brot.
Die Ravioli schmecken nach Mehl und Speck (ausschließlich), die Tarte nach penetrantem Ziegenkäse und quietschsauren Äpfeln, der jeweilige Geschmack in einer Art vom anderen isoliert, dass es an ein Wunder grenzt, liegen sie doch in engster Umarmung unter der gemeinsamen Teigdecke. Dazu ein gut zusammengestellter Salat, wenn auch ohne erkennbares Dressing. Das Risotto neben mir riecht verlockend, es liegt jedoch bedauernswert auf dem Trockenen, keine Welle, kein Schmelz, dafür springen die Körner auf ... Nein, danke, ich will nicht probieren.
Viel Ehrgeiz beherrscht die Küche, doch fehlt, so scheint mir, die Erfahrung. Einzig die Hirschkuhesser waren vollauf zufrieden, und vom Nachtisch, Ingwer-Panna-cotta mit Feigen-Dattel-Ragout, wird in den höchsten Tönen geschwärmt.
Zum Glück gibt's nicht Becks, sondern Sion-Kölsch, Jever und Berliner Pilsener, letzteres sehr gut gezapft, und Wasser in den schönen Güstrower Facetten-Flaschen. Die Weine blieben unkommentiert.
Da wir ehrliche Kritik übten, versöhnte uns der Wirt mit einer Runde aufs Haus. Auch dafür nahm er sich unendlich viel Zeit, mischte sogar einen analkoholischen Cocktail fürs Schnapsglas, ehe er uns die hippe Bedienung zur Abrechnung schickte.
Die Arme! Den zweiten Tag im Dienst und dann Einzelabrechnung, eine Strafe, der sie sich wiederholt erfolgreich entzog, indem sie abwechselnd ihren Stift, den Block, die zu Rate gezogene Speisekarte und wieder den Stift, den Block, den Stift ... unterm Tisch suchte. Nein, es ist nicht übertrieben, sie verschwand unterm Tisch, mehrfach, denn beim koketten Händewedeln, Fingerspreizen, Schulterzucken, Armeschwenken fielen ihr regelmäßig die unverzichtbaren Abrechnungswerkzeuge aus der Hand. Wir waren gemein und haben viel gelacht.
Der Aufbruch ist wieder sehr nahegehend, an der Tür persönlich verabschiedet vom Platzhirsch. Neue Gäste treten ein, ebenso persönlich begrüßt: Ihr habt reserviert? Ach, ihr seid aus Hamburg! Sag ich's doch, das hat was zu bedeuten.
weinrot @Liesl: ”...wünsche ich mir doch gerade Verrisse so geschrieben, dass sie Lust darauf machen, es selbst zu erleben.”
Ziel erreicht! Und nicht nur bei diesem Bericht. :-)
31 Oktober 2008




