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Kompliment Rolf Bernhard Geißmann (29.12.2007) 5

Es war einmal.......
Das alte Schloß, plötzlich wurde es erwähnt, erstmals wohl 1275,
Lambert von Gholtsmedinc wird als erster Besitzer genannt.
Der ursprungliche Name setzt sich aus den Silben "Holz" und nicht, wie gedacht aus Schmiede und Gold zusammen.
Vermutlich lag eine Schmiede in der Nähe und vermutlich in der Abhandlung von Gold ließ sich das alte Adelsgeschlecht derer von Gholtsmedinc ein Wappen mit drei goldenen Ringen machen.

Das erste Haus war ein wehrhaftes Wohn- und Wirtschaftshaus mit vielem Weideland beim Dorf Castrop, das 834 erstmals erwähnt wird.

Spätere Besitzer waren die Herren von Schell aus dem Hause Rechen bei Bochum.
"HUGO" Schell spukt heute noch durch die Räume.

Seinerzeit gab es eine Gräfte rund um das Haus herum, der Zugang war nur über eine Brücke möglich.
Im 15. Jahrhundert wurde dann wohl das Kaminzimmer mit dem heute noch erhaltenen Kamin, dem ältesten in ganz Westfalen,
errichtet.

1872 ging das Haus Goldschmieding an den Iren William Thomas Mulvany über, dem Gründer der Zechen an der Ruhr.
Er gründete auch neben seinem Herrensitz die Galopprennbahn von Castrop, natürlich auch mit eigenen Zuchtpferden.

1905 übernahm die Gelsenkirchener Baugesellschaft das Herrenhaus und überließ es 1950 der Gesellschaft für moralische Aufrüstung als Gästehaus.

Hier trafen sich dann 2 Jahrzehnte lang die Reichen und Schönen aus der ganzen Welt und zwar an diesem berühmten Kamin, um
von hier aus eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen.

Ach ja, 1971 war dann das Jahr, daß die Beste aller Ehefrauen und ich in diesem Hause unsere Hochzeit feiern durften.
Der alte Rittersaal ist auch heute noch so vorhanden und dient der Stadt als Standesamt.

Die Gesamtanlage wurde umgestaltet und ist heute das Mercure-Hotel CAS mit Rosengartentrakt und hohem Ambiente.

Wir frischten am Samstag unsere Erinnerungen dort beim Cappucino auf.

25.12.2007 WEIHNACHTEN IM GOLDSCHMIEDING

Gabriela hatte die Idee und so kehrten wir am 1. Feiertag in das kaminzimmer zurück, wo alles begonnen hatte.
Angesagt war ein Weihnachtsessen mit unseren mittlerweile erwachsenen Söhnen.

Die Küche hat was, wie man sagt. Der Koch, Herr Parsch, kompetent und zugänglich. Wir wünschen neben anderen Speisen ein vollständig vegetarisches Essen und auch hier zeigte sich, daß
wir mit diesem Koch den richtigen Partner dafür fanden.

Für die vegetarischen Qyper als Tip: Vorher anrufen, den Koch sprechen und es wird ein sehr leckeres Gericht serviert mit
Vorsuppe.
Für Fisch- und Fleischfreunde:
Der sehr gute Servicemann und Oberkellner, Herr Köster und sein Team, ervierten eine Vorspeise vom Haus:
Warme Entenbrust mit hauseigener Soße.
Anschließend kam ein tiefer Teller, mittig platziert ein vom
Panzer befreiter Scampi. Am Tisch goß der Service einen heißen Steinpilzsud mit Pilzstückchen darüber.
Als Hauptgericht gab es entweder Gänsebraten, sehr mager und cross gebraten, Rotkraut und ein Gedicht von Soße.
Mehr zum Reinlegen, denn zum Essen.
Die Alternative war Eismeerheilbutt vom Feinsten.
Was soll ich viel erzählen, schaut Euch die Photos an.

Dieses Haus erfüllt auch hohe Gourmet-Ansprüche.




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