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Essener Münster, Hohe Domkirche
Essen
- Adresse:
-
An Sankt Quintin 3, 45127 Essen
- Kontakt:
-
0201 226766
| Nutzer-Infos |
|
4 Beiträge zum Platz "Essener Münster, Hohe Domkirche" auf Deutsch
Die hohe Domkirche Essens mit dem wehrhaften romanischen
Oktogon ( achteckiger Turm) und Artium
liegt wie ein ruhender Pol inmitten der hektischen City
an der Kettwiger Straße.
Das Haupthaus ist gotisch.
Diese Kirche beherbergt einen der größten sakralen
Schätze des Abendlandes: Die “Goldene Madonna”,
welches die älteste vollplastische Marienstatue des
Abendlandes ist.
Zudem verfügt die Kirche über eine 1000 Jahre
alte Nachbildung des Siebenarmigen Leuchters
( Menorah), welche auf die Äbtissin Mathilde
zurückgeht ( glaube eine Enkelin oder Nichte Kaiser Ottos des Großen.
Das hochadelige Damenstift Essen wurde 852 durch den heiligen Bischof Altfrid, der auch einer der engsten Berater Kaiser Ludwig des Frommen war, gegründet.
Unter der Aufsicht der Äbtissin, die alleinig die ewigen Gelübde geleistet hatte, war das Stift salopp gesagt eine Verwahranstalt
für unverheiratete Töchter aus höchsten Häusern, die standesgemäß versorgt wurden .
Das Stift erlebte seine Hochzeit im 10ten und 11ten Jhdt
als Äbtissinninen aus dem ottonischen Kaiserhaus,
dem Stift, welches bis 1802 reichsunmittelbares Fürstentum
war, vorstanden.
Von unschätzbaren wert sind die in der Domschatzkammer
verwahrten Sakralgegenstände aus der ottonischen Zeit.
Bei einem Besuch im Münster sollte man unbedingt die Schatzkammer ansehen!!!
Der Marktwert der ausgestellten Exponate dürfte
mehrere 100 Mio Euro übersteigen….
Kaum beachtet wird von den Essenern
ein Gemälde van Barthel Breun ( übrigens die älteste Darrstellung
Essens) welches sich in der neben dem Münster befindlichen Kirche Johannes baptist in einer Seitenkapelle befindet.
Übrigens verfügt das Münster auch über einen sehr schönen Kreuzgang.
Patrone der Kiche sind meines Wissens die Allerseligste Jungfrau
und Gottesmutter, sowie die heiligen Cosmas und Damian, beide übrigens Ärzte und Martyrer aus Armenien.
In einer zweiten Krypta ist der erste Bischof des Ruhrgebiets
Kardinal Hengsbach begraben, in einer imposanten
Grablege.
Ein klerikaler Strippenzieher mit besten Kontakten sowohl zur
Kurie als auch zum Kanzleramt…
Schon vor dessen Wahl eng mit Johannes Paul II befreundet,
zudem einer der wenigen Deutschen Kirchenfürsten, die der
polnischen Sprache mächtig waren.
An diesem Ort gefällt mir besonders das Artium (der kleine Garten) hinter der Kirche. EIn kleiner Rundgang sowie ein schöner Garten inkl. eines kleinen Mini-Springbrunnen der munter vor sich hinplätschert Tag ein tag aus…. Es ist wirklich der sbsolut ruhender Pol inmitten der hektischen Essener City. Egal wie viel darußen los ist, ein paar Schritte in diesen kleinen versteckten Garten hinter der Kirche und man denkt man ist ein einem Kloster irgendwo weit weg von jeglicher Zivilisation.
Wer mal nachdenken möchte oder etwas Ruhe sucht, hier ist es perfekt dafür…
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Als Mensch der noch das Glück hatte den großen Kardinal noch zu erleben, gibt es mir heute immer noch einen Schauer über den Rücken wenn ich seitlich heraus trete in den Gang, sanftes Licht durch das Fenster fällt, man irgendwie das Gefühl hat der Kardinal trete jeden Augenblick aus dem Hintergrund heraus zum einem, die Hand zum Gruße und Segen gehoben, dann kommt ein junger Scholar um die Ecke, man schreckt auf und ist wieder im Jetzt.
Ob es hier jedem gefällt weiss ich nicht, wer hierfür das richtige Gefühl hat, der wird sich hier auch als Fremder sehr sehr wohl fühlen, Kraft und Stärke in sich aufnehmen.
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Das altehrwürdige Münster am Hellweg,
die Kathedralkirche des Ruhrbistums Essen,
ein Punkt der Ruhe und Andacht in heutiger,
hektischer Welt, oft übersehen doch wertig.
In der Essener Innenstadt, an der beliebten Kettwiger Straße, der Fußgängerzone, zwischen Verwaltungstürmen großer Energieunternehmen und Behörden gelegen, fast scheint sie unter zu gehen, die ehemalige Essener Stiftskirche, das altehrwürdige „Münster am Hellweg“ das mit der Gründung des Ruhrbistums Essen 1958 zur Kathedralkirche des neuen Bistums Essen erhoben wurde. Man mag es ihr nicht ansehen, sie blickt auf eine Geschichte von über 1000 Jahren zurück.
Ihre Patrone sind die Heiligen der Mutterbistümer aus denen jeweils Teile ausgegliedert wurden, Südgrenze wurde der Kreis Altena-Lüdenscheid womit die Diözese weit ins westliche Sauerland hinein reicht. Erster Bischof wurde seinerzeit der in Velmede geborene Sauerländer Franz Hengsbach. Er ging in die Geschichte ein als (zuerst) kein Kardinal, kein Erz-Bischof, (wurde er später alles), aber der Welt erster und einziger Kohlebischof, ein Titel in Würdigung der Tatsache, dass er sich zu seinem Kohlerevier bekannte und als Bischofsring einen schwarzen Diamanten, d.h, ein Stück Kohle führte.
Diese oft genug zu wenig beachtete Kirche strahlt eine Ruhe und Würde aus, die mich immer wieder beeindruckt. Hier finden wir zusätzlich modernere aber angemessene Kunst in Erinnerung der Gründung des Bistums, so den Hauptaltar von Elmar Hillebrand, in dessen Vorderseite ein Elfenbeinkästchen eingelassen ist, ein Werk der Kölner Goldschmiedin Hildegard Domizlaff. Darin finden wir Reliquien der heiligen Bischöfe und Bistumspatrone Maternus (Köln), Liborius (Paderborn) und Liudgerus (Münster). Sie stehen gemeinsam für die Mutterbistümer aus denen anteilig das Bistums Essen gebildet wurde.
Als Mensch der noch das Glück hatte den großen Kardinal noch zu erleben, gibt es mir heute immer noch einen Schauer über den Rücken wenn ich seitlich heraus trete in den Gang, sanftes Licht durch das Fenster fällt, man irgendwie das Gefühl hat der Kardinal trete jeden Augenblick aus dem Hintergrund heraus zum einem, die Hand zum Gruße und Segen gehoben, dann kommt ein junger Scholar um die Ecke, man schreckt auf und ist wieder im Jetzt.
Ob es hier jedem gefällt weiss ich nicht, wer hierfür das richtige Gefühl hat, der wird sich hier auch als Fremder sehr sehr wohl fühlen, Kraft und Stärke in sich aufnehmen.
Kommentieren 3 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
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le_gourmet, 8 Oktober 2007: natürlich auch der liste der domkirchen zugefügt
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SimpleMinder, 10 Oktober 2007: Sehr schön beschrieben!!!
Aber Hengsbach wurde Ruhrbischoff genannt und nicht Kohlebischoff, auch wenn er ´nen "schwatten Diamanten" im Ring hatte und auch schon mal die Kumpels unter Tage besuchte!
Kaum zu glauben, daß hier die Keimzelle der Stadt ist/war!
Essen (Assindia/Asnidi) wurde von den Äbtissinen gegründet! -
AMCCDuisburgeV, 20 Oktober 2007: Klasse!! Dein Wissensfundus scheint unerschöpflich, ebenso Deine vielseitige Ortskenntnis.
Gruß,
Dieter
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