Kompliment
Daniel (08.04.2006)
Diese kleine Bar in afrikanischer Hand ist eigentlich in Alt-Sachsenhausen etwas unter Wert platziert: Während sich ringsum verhinderte Ballermann-Touries tummeln und in jeder zweiten Einrichtung oberbayernmäßig Sangria aus Eimern saugen können oder die Eintracht feiern (wieso eigentlich?), wird bei Madame Basseck authentisches Afrika erster Güte geboten. In dem sonst eher äthiopisch/eritreisch geprägten kulinarischen Angebots afrikanischer Küche in Frankfurt sticht diese Oase in der Klappergass durch Abwechslung und Ausgefallenes hervor.
Wer weiß, was "Fisch avec miòndos"(sic!) ist, oder "Brochette avec bàton de manioc" (nur 2,50!) ist hier bestens aufgehoben. Wer es nicht kennt, sollte zumindest ein frisches Pils aus der 0,33-Flasche für unschlagbare 1,50 Euro genießen und für einige Zeit in die Welt Afrikas eintauchen, und die mit französisch-deutsch-afrikanischen Kauderwelsch beschriebene Empfehlungstafel lesen. Lustigerweise wird mit Eintritt in den kleinen Barraum auch die Mobiltelefon-Verbindung zu Europa abgebrochen - also alles, wie es sich gehört.
Madame begrüßt persönlich mit Handschlag, Monsieur zapft schonmal Bier, und aus der Küche duftet es nach frischen "Brochettes de boeuf" oder "Kotlettes avec miondos" - den überwiegend afrikanischen Gästen geht es gut, und so auch dem einheimischen Besucher - also auf nach Afrika, chez Madame!
Stichworte
cafe, restaurant, bar, afrikanisch, maniok, multi-kulti, alt-sachsenhausen, kamerun, elfenbeinküste
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