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Qype Advanced Insider 1481
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timcollins

Kompliment timcollins (24.07.2008) 2

Mein Beitrag bewertet zwei verschiedene Bereiche der MHH und müßte dementsprechend eigentlich zwei Bewertungen vergeben:
3-4 Punkte der Geburtsklinik und - 10 Punkte der Wöchnerinnen-Station.
Vorweg: Die Zahl der Geburten in Hannover ist erfreulicherweise ansteigend. Erfreulich solange man nicht als Patient der MHH unter der gestiegenen Zahl der Entbindungen bei gleichbleibender Ausstattung mit Personal zu leiden hat. Meine Frau hat am 1. Mai hier unseren ersten Sohn zur Welt gebracht. Die Geburt war sehr aufwendig und wurde aus medizinischer Sicht mit viel Sachverstand betreut und schließlich auch erfolgreich und ohne weitere Komplikationen durchgeführt. Die Betreuung durch das Klinikpersonal leidet unter der großen Anzahl an durchzuführenden Entbindungen. Bei 30 Geburten an einem Tag ist es nachzuvollziehen, dass man nicht individuell von einer Hebamme betreut werden kann, zumal wenn die Geburt sich wie in unserem Fall über 36 Stunden hinzieht. Die uns betreuenden Hebammen haben wirklich ihr Möglichstes getan, um uns eine gute Behandlung zu ermöglichen.
Unsere Erfahrung mit der Wöchnerinnen-Station kann man dagegen als Höllentrip beschreiben, der dazu führte, dass meine Frau trotz Kaiserschnitts die Klinik nach 2 Tagen verlassen hat. Medizinisch empfohlen ist ein Aufenthalt von 7 - 10 Tagen nach dieser OP. Leider habe ich mir den Namen der diensthabenden Schwester nicht gemerkt, die uns aus der MHH vertrieben hat, alle anderen haben sich trotz der Überlastung bemüht. Warum allerdings eine frisch operierte Mutter alle 3 Stunden zum Abpumpen, Stillen scheint in der MHH verpönt, jeweils die gesamte Station entlang bis zur Babystation schleichen muss, statt eine Milchpumpe ins Zimmer gestellt zu bekommen, habe ich bis zu unserer Entlassung nicht verstanden. So kamen wir nie zur Ruhe. Meine Frau brauchte fast 30 min um zum Abpumpen zu gehen, dort 30 min zum Abpumpen und anschließend eine weitere halbe Stunde für den Rückweg, dann das Kind füttern und wickeln; blieb noch eine Stunde, in der wir uns hätten ausruhen können und garantiert irgend jemand ins Zimmer kam, um entweder morgens um 4 Blutdruck zu messen oder die Mülleimer zu leeren. Nachdem die Schwestern ohne Rücksprache mit uns Eltern Maßnahmen durchgeführt hatten, die wir nicht gut heißen konnten, haben wir uns gehütet, den Kleinen aus den Augen und unter der Obhut der Schwestern zu lassen. Das mag paranoid klingen, aber wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass angesichts der starken Belegung der Wöchnerinnen-Station eine qualifizierte Betreuung der Babies möglich gewesen wäre.
Meine Hauptkritikpunkte sind einerseits die vollkommen mangelhafte Unterstützung beim Stillen der Neugeborenen. Scheinbar ist es aus Sicht der Kinderkrankenschwestern einfacher und vielleicht besser zu überwachen, wieviel Nahrung die Säuglinge bei Flaschenfütterung zu sich nehmen als dass die Mütter die Babies stillen, auf jeden Fall pumpt der größte Teil der Mütter ab. Die Hilfe der uns betreuenden Schwestern - Hebammen können es eigentlich nicht gewesen sein, dazu verstanden sie nichts von der Materie - beschränkte sich darauf, den schreienden, weil hungrigen Säugling dreimal mit voller Kraft gegen die Brust zu stoßen, um dann festzustellen, dass er nichts trinken wolle und man ihn alternativ mit Glukoselösung füttern müsse. Ich möchte an dieser Stelle keinen pseudowissenschaftlichen Beitrag über Stoffwechsel und Babyernährung halten. Nur soviel: Nicht sehr hilfreich.
Zweitens: Overreporting ohne Aussagekraft und mit zweifelhaften Methoden. Unserem Sohn wurde ohne jegliche Indiktion innerhalb der ersten 48 Stunden viermal Blut abgenommen und dabei versäumt, das Erstgeborenen-Screening vorzunehmen. Auf unsere Frage, warum ihm so häufig Blut abgenommen wurde und dann noch nicht einmal die einzig obligatorische Untersuchung durchgeführt wurde, erhielten wir ausweichende Antworten, von denen keine unsere Frage beantwortete.
Fazit: Medizinisch ist gegen eine Entbindung in der MHH nichts vorzubringen. Man sollte nur ambulant entbinden und anschließend zu Hause eine vernünftige Hebamme haben, die einen betreut. Ohne Hilfe der hervorragenden Hebammen aus dem Geburtshaus in der Eilenriede wäre die erste Woche die Hölle gewesen. So war mit dem Moment, in dem wir aus der MHH raus kamen und zu Hause ankamen der Stress vorbei und meine Frau konnte sich endlich erholen.
Der Anstieg der Geburten ist politisch gewollt und gefördert worden, es bedarf jedoch flankierender Maßnahmen wie beispielsweise einer Aufstockung des Personals in den Geburtskliniken, um diese positive Entwicklung auch aufzufangen. Bei aller Kritik an unserer Behandlung in der MHH habe ich doch Verständnis für das dort beschäftigte Personal, das einfach völlig überfordert ist und den gestiegenen Ansprüchen nicht gewachsen sein kann. Sieht man als Privatpatient allerdings im Anschluss seine Rechnungen aus der MHH relativiert sich das Mitgefühl mit den überforderten Schwestern wieder…

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Kompliment Jezebelle (19.12.2007) 2

Volle Zustimmung!
Hässlich und schrecklich unübersichtlich kommt die Medizinische Hochschule Hannover daher, aber auch wenn man ewig warten muss (trotz Termin 4 1/2 Stunden gesessen), wenn man denn dann mal einen der Ärzte vor der Nase hat, sind sie feundlich und was man so als Laie sagen kann, kompetent.
Zum Gesundheitssystem spar ich mir die Worte, die gehören hier nicht her, aber auch das sehe ich ähnlich.
Fazit: Ist man kein "Notfall" sollte man zusehen, dass man zügig den Termin macht, mit langer(!) Wartezeit rechnet und sich für eben diese ausrüstet (Wasserflasche, Buch, Rentenantrag ^^). Auch einen "Lageplan" bzw eine Wegbeschreibung zum Behandlungsraum oder Sprechzimmer kann nicht schaden. Aber was man nicht vergessen sollte: Auch die Ärzte, Schwestern und Pfleger dort sind Menschen. Und zwar sehr gestresste Welche. Zumeist können die nichts dafür, dass das so lang dauert. Lasst es nicht an denen aus!

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mostro

Kompliment mostro (16.10.2007) 3

Die Medizinische Hochschule ist architektonisch ein Meilenstein an Hässlichkeit, ein gigantisches Labyrinth in Grau und Beton, das von Parkhäusern umgeben ist. Im Inneren ziehen sich schier endlose Gänge geradeaus bis zum Horizont und lassen den Patienten noch kleiner werden. Im Untergeschoß hat man das erkannt und den Korridor durch eine kleine Straße ersetzt, auf der Mitarbeiter Fahrrad fahren können, um schneller zu anderen Abteilungen zu kommen, fast erwartete man Förderbänder oder andere futuristische Transportmitteln, würde nicht der Bau so sehr den Charme der 60er Jahre ausstrahlen. Auch hier merkt man zunehmend den Personalabbau, Anmeldungen zur Poliklinik sind überlaufen, Termine gibt es für „Nichtnotfälle“ nur Monate im Voraus, telefonisch ist fast keine Information zu bekommen, oft ist stundenlang besetzt. Hat man dann aber einen Mitarbeiter persönlich vor sich, ist alles gut – ich zumindest wurde höflich und nett behandelt – und hatte den Eindruck, endlich einmal auf kompetente Spezialisten zu treffen, die sich in ihrem Fachgebiet nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis auskennen. Allerdings muss man auch hier wochenlang auf Resultate warten, doch Geduld ist das, was Patienten heutzutage sowieso am meisten brauchen. Jedenfalls so lange, bis unsere Politiker ein Einsehen haben (als nie) und realisieren, dass Privatisierungen im Sozialbereich nur zu Gewinnmaximierung, Stellenabbau und in keiner Weise – wie uns immer erzähl wird – zu mehr Wettbewerb und konsekutiv höherer Qualität führen… Drei Sterne gibt es trotzdem, weil nur hier in Norddeutschland Immunologen einen Schwerpunkt haben, Armutszeugnis für die anderen Großstädte.

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