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L´Abbazia di San Fruttuoso
Camogli
- Adresse:
-
San Fruttuoso di Camogli , 16032 Camogli
- Kontakt:
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+39 0185 772703
- Geöffnet:
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normalerweise 10-16h
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| Nutzer-Infos |
|
2 Beiträge zum Platz "L´Abbazia di San Fruttuoso" auf Deutsch
Das Kloster und die Bucht von San Fruttuoso sind einen Besuch wert. Aus unterschiedlichen Gründen. Nehmen wir die Wanderer, die entweder von Ruta über den Weg nach Portofino die Abzweigung durch den Naturpark direkt zum Meer wählen. Oder entweder von San Rocco oder dem entgegengesetzten Portofino über luftige Höhen die Küstengegend erkunden. Sie haben es gut, denn jede Variante führt durch Landstriche, die Natur pur bieten. Und nach San Fruttuoso.
Dann gibt es auch die passionierten Bootsfahrer. Ob auf eigenen Planken oder auf denen der Gemeinden Camogli oder Santa Margherita Ligure, ihnen ist eine faszinierend Umschiffung der Halbinsel nach San Fruttuoso gewährleistet. Es sei denn, sie sind anfällig gegen Seekrankheit oder Hitze. Was schon mal passieren kann.
Nun zu den Freunden der Historie. Auch die kommen auf ihre Kosten, denn San Fruttuoso wäre nicht San Fruttuoso, wenn es nicht die Abbazia, die Abtei mit dem Kloster gäbe. Hier etwas Literatur: „Das Kloster wurde im 8. Jahrhundert gegründet. Im 10. Jahrhundert wurde es von Sarazenen zerstört, aber Jahre später wieder aufgebaut. Die Architektur weist auf einen byzantinischen Baustil hin. Die Abtei diente bis ins 15. Jahrhundert Benediktinermönchen als Unterkunft und wurde später von der Genueser Familie Doria als Grabstätte genutzt. Zum Schutz des Klosters ließ die Familie Doria 1550 einen Wehrturm, den Torre dei Doria, errichten.“ So weit so gut, nur, in jüngerer Zeit gab es einige Bürokraten, die an der Restaurierung etwas zu mäkeln hatten, und das mit Recht. Sieht man Details wie Fenster genauer an, hätte man doch das eine oder andere besser machen können; zum Beispiel die Glaseinlagen. Aber Hauptsache gesund, ich meine, der Bau ist trocken. Alles Genörgel feinsinniger Baustilkundler lenkt nämlich davon ab, dass San Fruttuoso mit seiner Abbazia ein Kleinod ist. Welch herrlicher Gedanke, in dieser Bucht ein Kloster zu bauen! Und was für ein bezaubernder Anblick! San Fruttuoso ist ein Gesamtkunstwerk. Basta.
Ist man erstmal da, auf dem einen oder anderen Weg, und hat die geschichtlichen Erkundungen hinter sich, lockt der kleine aber feine Kiesstrand. Es ist allerdings grober Kies, aber das sind wir in Ligurien gewohnt. Ganz Faule lassen sich nun etwas zum Schlemmen bringen, direkt ans Wasser zum Liegestuhl. Gourmets wollen einen ordentlichen Tisch und aufrecht sitzen. Auch das ist möglich. Es gibt einige kleine Restaurants, munter verteilt über die Felsen. Pflicht ist natürlich irgendetwas aus dem Meer auf den Teller. Geradezu unabdingbare Pflicht ist die Lasagne. In Ligurien sind das breite aber dünne Nudelplatten, die in kochendem Wasser sorgfältig bewegt werden, damit sie nicht kleben. Von der Mamma. Dann werden sie flugs auf den Teller geschichtet und sofort mit etwas Pesto alla genovese überträufelt. Nun sollte das Gläschen Weißwein nicht fehlen und die Welt wäre in Ordnung.
Nicht ganz. An der Anlegestelle drängelt ein Herr mit Boot. Der führt Sie zu Christus. Wie bitte? Selbst für Ungläubige gibt es in der Bucht von San Fruttuoso etwas Wahres: den Christo in sechzehn Meter Tiefe. Die Idee für die Statue hatte ein gewisser Duilio Marcante. Gefertigt wurde das Kunstwerk vom Bildhauer Guido Galletti. Und abgesenkt wurde das Ding durch die Feuerwehrtaucher aus Genua. Papst Pius der XXII. gab den Segen. Das war 1954. Nun können Touristen durch den Glasboden des Bootes gläubig in die Tiefe blicken. Einmal im Jahr tritt dann auch ein junger Mann mit Vornamen Sauro auf den Plan. Er reinigt den „Cristo degli abissi“ mit seinem Hochdruckstrahler von den Algen. Die gibt es in Ligurien auch. Und der zweiundneunzigjährige Tauchpionier Luigi Ferraro sagt zufrieden dazu: „Ich bin immer ein Kind des Meeres gewesen. Meine Welt und die meiner Freude ist unter Wasser.“ Na dann.
Kommentieren 7 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
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Liesl, 20 Oktober 2007: Was du immer entdeckst! Wahrhaft abgründig, dein Cristo degli abissi! Der wäre mir auch einen ungläubigen Blick wert.
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Lenz, 20 Oktober 2007: Ich wusste gar nicht, dass du ungläubig bist. Der Christo ist relativ langweilig. Einmal gesehen reicht. Aber San Fruttuoso an sich ist fantastisch.
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ottogang, 20 Oktober 2007: Am Tisch, am Strand und die dünnen nichtklebenden Nudelplatten von der Mamma mit Pesto alla genovese überträufelt und einem Gläschen Weißwein, warum soll ich mich da noch auf das schwankende Boot begeben. Christus besuche ich in der Kirche, da haben wir beide mehr davon.
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meme, 21 Oktober 2007: Geht auch zuhause ottogang - trotzdem, einen Blick wär´s mir auch wert. Dafür würde ich mich vielleicht sogar auf so ein schwankendes Boot begeben.
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le_gourmet, 23 Oktober 2007: unserer liste der kirchen und klöster beigefügt
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Lenz, 23 Oktober 2007: Was für eine Ehre, danke.
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Lenz, 12 September 2008:
Unbedingt, aber im Sommer bitte. Sonst haben zumindest die Restaurants auf den Klippen bei San Fruttuoso zu.
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