Kurze Ergänzung am 11. Januar 2011: Die Peking Ente ist mittlerweile nicht nur mein chinesischer Favorit in Berlin, sondern generell mein Berliner Lieblingsrestaurant. Das ist natürlich komplett subjektiv und hat u. a. mit diversen langen Gesprächen mit Chefin Mengling Tang zu tun, die mit großer Passion, hohem Qualitätsanspruch und - nicht unwichtig! - Humor bei der Sache ist.
Experimentierfreudigen Interessenten empfehle ich, eine größere Gruppe zusammenzutrommeln, mit Mengling Tang einen festen Preis pro Person auszumachen und ansonsten ihr die Gestaltung des Menüs zu überlassen. Das hat im November 2010 so hervorragend geklappt, dass wir uns am Freitag im Kreis von 14 Freunden und Bekannten noch mal auf ein Überraschungsmenü treffen.
Für die À-la-carte-Esser hier meine persönlichen Favoriten:
- Lammfilet in würzigem Sud gekocht, dann kurz gebacken mit Kreuzkümmel-Sesam-Salz-Kruste, serviert mit gebratenen Sojasprossen und Schnittlauch
- Rotbarsch in leichtem heißem Öl mit Chili-Schoten gebadet.
- Peking-Teigtaschen gekocht, mit Chiliöl-Sauce und Knoblauch
Im vergangenen Jahr gab es auch zeitweise ein Gericht, das nicht regulär auf der Karte steht und auf der Tafel vorm Restaurant als "chinesisches Kebap" bezeichnet wurde (ein kleiner knuspriger Teigfladen mit einer würzigen Fleisch-Gemüse-Füllung). Wenn das mal wieder angeboten wird, unbedingt zugreifen!
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Ergänzung am 22. August 2008:
Die „Peking Ente“ hat das Potenzial, für mich in Berlin das zu werden, was in Hamburg das Golden ist: mein Lieblings-China-Restaurant, bei dem ich die Auswahl der Speisen gern den Gastgebern überlasse. (In Hamburg ist das Herr Wong, in Berlin Frau Tang.)
Nachdem ich im vergangenen Jahr in der „Peking Ente“ unter anderem die namengebende Hauptspeise genoss, hatte ich am Mittwoch nach einer ausführlichen Beratung durch Mengling Tang als Vorspeise die in Essig eingelegte kalte Qualle mit Koriander, Knoblauch und Kohl (6 Euro) sowie als Hauptgericht meinen Sichuan-Favoriten, das Gong-Bao-Huhn.
Qualle habe ich vorher schon mal gegessen. Ich habe sie beim ersten Mal nicht selbst bestellt – sie war Teil einer „Sammelbestellung“ einer größeren gemischten (deutsch-chinesischen) Gruppe und war (anders, als man spontan vermuten könnte) nicht „glibberig“, sondern bissfest und sehr schmackhaft. Ich würde sie, ähnlich wie in Schwarze-Bohnen-Sauce und Knoblauch marinierte Hühnerfüße, jederzeit wieder bestellen.
Die „Peking-Enten“-Version des Gong-Bao-Huhns war ebenfalls ausgezeichnet, auch wenn ich die „Golden“-Variante noch lieber mag. U. a. der Geschmack der Sichuan-Pfefferkörner ist darin noch markanter.
Als Dessert wählte ich „Süßkartoffel-Kuchen mit Rotbohnen-Mus und Sesam“ (3,50 Euro für drei Stück), die in der Dim-Sum-Abteilung der Speisekarte stehen, aber auch einen wunderbaren Nachtisch darstellen. Auf sie musste ich relativ lang warten, da sie komplett frisch zubereitet wurden.
Gestern (Donnerstag) Mittag schaute ich noch mal in der „Peking Ente“ vorbei, weil ich unbedingt etwas probieren wollte, das in einer früheren Speisekarte als eine der „Lieblingsspeisen der Chefin“ auftauchte, seitdem aber zum großen Leidwesen von Frau Tang gestrichen werden musste, weil es zu selten verlangt wurde: kross gebackene Tofublätter mit Koriander und Frühlingszwiebeln sowie Soja- und Austernsauce (siehe Fotos).
Die Zutaten waren glücklicherweise noch vorhanden, also bestellte ich die Tofublätter anstelle der sonst angebotenen (günstigeren) Mittagsgerichte. Ein im wahrsten Sinn des Wortes vielschichtiges Geschmackserlebnis; außen knusprig, innen soft.
Beim nächsten Mal werde ich versuchen, die „Peking Ente“ mit einer größeren Gruppe zu besuchen, die damit einverstanden ist, das Frau Tang die Speisenfolge zusammenstellt ... das dürfte mehr Spaß machen, als die sehr interessante Speisekarte allein oder zu zweit „abzuarbeiten“.
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Ich werde meinen eigenen Vorsätzen untreu und verletze wahrscheinlich sogar die Qype-Regeln, wenn ich hier aufgrund von Speisekarte und Pressestimmen ein Restaurant bewerte, das ich noch nicht selbst besucht habe. Aber bekanntlich kann man bei Qype Bemerkungen über bemerkenswerte Plätze nicht ohne Bewertung loswerden.
Bemerkenswert ist die "Peking Ente" für mich allein schon durch den WELT-Artikel "Die Prominenz speist bei Frau Tang", der prominent im Schaufenster des ansonsten eher unauffälligen Restaurants prangt. Ich zitiere: >> Bis kurz vor 22 Uhr war noch alles wie fast immer. (...) Für Mengling Tang und ihre Mitarbeiter im Service und der Küche sah es nach einem pünktlichen Feierabend an diesem Sonnabend aus. (...) Bis das Telefon klingelte, einmal, zweimal. Mengling Tang nimmt den Hörer ab, lauscht, glaubt sich zunächst verhört zu haben. "Frau Streisand möchte nach ihrem Konzert in der Waldbühne heute Abend mit 25 Personen ihren Hochzeitstag bei Ihnen feiern", sagt die Stimme am Telefon. "Geht das klar?" Natürlich geht das klar. << Die Fortsetzung steht bei WELT Online.
Der Tagesspiegel schreibt: >> Die Tom-Yam-Suppe mit Garnelen und Zitronengras ist scharf in jedem Sinn des Wortes. Sie hat die Farbe von Feuer und entfaltet eine ganze Bandbreite von Aromen(4 Euro). Auch der Tigersalat ist schön scharf, aber dabei abwechslungsreich in den Geschmacksnoten. (...) Echte Peking-Ente gibt es in hiesigen chinesischen Lokalen eher selten, oft nur auf Vorbestellung und für mehrere Personen. Vielleicht haben deshalb die meisten Menschen ganz falsche Vorstellungen und stellen sich einen sehr feierlichen Braten darunter vor, statt der feinen chinesischen Antwort auf den Döner, um die es sich eigentlich handelt. Hier bekommt man dankenswerterweise diese berühmte Spezialität auch als Einzelportion. Und sie ist wirklich großartig. <<
Solch ein Restaurant darf doch bei Qype nicht ganz ohne Eintrag bleiben, oder? Ich werde es so bald wie möglich persönlich ausprobieren. Aber vielleicht reizen die o. g. Zitate ja auch andere Qyper ...
(26. 10. 2007)
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Ergänzung am 9. 11. 2007: Ich habe vorgestern in der "Peking Ente"gespeist. Und was? Natürlich Peking-Ente (siehe Foto). Sie war vorzüglich, fast so gut wie im Hamburger Peking-Enten-Haus. Als Vorspeise hatte ich "Gemüse eingelegt in Gewürzsud nach 'Sichuan'-Art" - höllisch scharf, aber lecker (so ähnlich wie koreanisches Kim-Chi). Ich war mit sechs KollegInnen unterwegs, die ebenfalls alle sehr zufrieden waren; auch mit den netten, gut aufeinander eingespielten Kellnerinnen.
Tipp: Wenn ihr die "Peking Ente" mit mehreren Leuten besucht und getrennt bezahlen wollt, sagt vorher Bescheid - das freut die Kellnerin.
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Hallo neulich,
vielen Dank für Ihre Bewertung. Ja, es stimmt, wir verzichten auf Glutamat und vertrauen eher auf die Gaumen unserer Köche ;-)
Wir hören selten, dass unsere Portionen übersichtlich sind und danken Ihnen deshalb besonders für diesen Hinweis. An welches Gericht denken Sie dabei besonders? Ich würde gerne mit meinem Chefkoch darüber sprechen.
Viele Grüße sendet Ihnen
Mengling Tang