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Ristorante La Brinca von Lenz
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Ristorante La Brinca

Chiavari

5 4 Beiträge

Adresse:

Via Campo di Ne 58, Ne bei Chiavari, 16043 Chiavari

Kontakt:
+39 0185 337480

www.labrinca.it/tedesco/storia...

Geöffnet:
Mo geschlossen
Nur Sa, So und Feiertage auch mittags geöffnet
Reservierung ratsam

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  • Preisklasse: Gehoben
  • Alkoholische Spezialitäten: Bier/Wein
  • Kleidung: Freizeit
  • Kreditkarte: Ja
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2 Beiträge zum Platz "Ristorante La Brinca" auf Deutsch

Benutzerfoto: Thomas Krüger
Thomas Kr...
Genua
8 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
5 Sterne für Ristorante La Brinca
Beitrag zu Ristorante La Brinca vom 22 September 2008

Hier in Ligurien poppen bald die frischen Steinpilze aus dem Boden - ein Grund mehr um nach Ne zu fahren.

Guten Appetit aus Ligurien,
Thomas

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Benutzerfoto: Lenz
Lenz
Schaffhausen
410 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
5 Sterne für Ristorante La Brinca
Beitrag zu Ristorante La Brinca vom 31 Oktober 2007

Das kleine Örtchen Ne liegt im Parco Naturale Regionale dell´ Aveto, und da im Val Graveglia, also in einem der schönsten Gebiete des ligurischen Apennins. Schon in der Mittelsteinzeit wurde in der Gegend gejagt, schon sehr früh Vieh gezüchtet. Die große Vielfalt der Naturräume heute gestattet eine artenreiche Flora und Fauna. Es gibt sogenannte „Denkmalbäume“, altehrwürdige Gewächse wie die Zypresse von Borzone, die Kastanie von Poggio, die Flaumeiche von Gòsita und die Riesenquoie von Allegrezze, ein Sumpfzypressengewächs. Aber natürlich auch ordinäre Wiesen, Weiden, Mischwälder und insbesondere Kastanienbäume und Haselnusssträucher. Die Gegend wird von einer Unzahl von Tierchen bevölkert, sogar Wölfen, die seit einiger Zeit wieder angesiedelt sind. Das Val Graveglia ist auch bekannt für seine einzigartigen Mineralien, wie Braunit, Tinzenit und Tiragalloit. Früher gab es eine blühende Bergbauindustrie, heute gibt es das Mineralogische Museum in Reppia.

Fährt man vom Küstenort Chiavari die SP33 hoch ins Landesinnere, wird es immer einsamer und die Natur nimmt einen unweigerlich in Besitz. Achten Sie also darauf, dass Sie bei Graveglia die Ausfahrt in das Gewirr von Straßen und Sträßchen nicht verpassen, die nun zu Ihrem Weg werden. Das Örtchen Ne finden Sie dank Ausschilderungen einigermaßen leicht, danach ist aber Aufmerksamkeit angesagt. Sollte es gerade Samstagmorgen sein, gäbe es in Ne einen kleinen Markt mit örtlichen Produkten, von Mai bis Oktober. Aber wir fahren jetzt weiter und Ihre Begleitung wird einen roten Kopf kriegen, weil sie nie und nimmer glauben kann, dass Sie das Ganze noch im Griff haben. Seien Sie unbeirrt, je kleiner und steiler der Weg wird, desto verlässlicher kommen Sie zum Ziel. Das Restaurant liegt nämlich total auf dem Land.

Mit etwas Glück sind Sie dann am Ende des Campo di Ne angelangt und das Restaurant „La Brinca“ steht unschuldig vor Ihnen; das Haus, das schon in den dreißiger Jahren von der Familie Circella als Gasstätte mit Spezereiwarenladen, Mühle und Olivenpresse geführt wurde. Es war damals so gemütlich da oben, dass die Bauern der Umgebung La Brinca schnell zu ihrem Treffpunkt machten. Davon ist heute leider nichts mehr zu spüren, denn das Haus wurde 1987 von einigen Nachfahren der Familie liebevoll restauriert und zum richtigen Restaurant umfunktioniert.

Die Speisekarte von La Brinca zeichnet sich durch traditionelle ligurische Gerichte aus, die so speziell ausfallen, dass sie kaum noch zu finden sind. Vorbild ist häufig die bäuerliche Küche der Gegend. So gibt es zum Beispiel das „Prebugin di Ne“, das aus Schwarzkohl und Kartoffeln besteht. Oder ein Gericht, das aus Ricotta, Pinienkernen, Sultaninen und Salami vom Gravegliatal gezaubert wird. Oder die „Panella“ aus Kastanienmehl, die „Panissa“ aus Kichererbsenmehl. Oder die mit Akazienblüten, Zwiebelringen und feinen Kräutern gefüllten Ravioli. Oder die „Ravioli di erbette“, eine Kräuterravioli mit Fleischragout. Oder die „Lasagne di grano Tosella“ mit Pesto und Gemüse. Oder die „Gnocchi di patate“, Kartoffelnocken mit Pesto, Tomaten und Mandeln. Im Herbst und Winter zeigt sich die Karte natürlich jahreszeitlich; zum Beispiel mit der „Picagge di castagna“, einer Nudelart, die aus Weizen- und Kastanienmehl besteht und mit Pilzen und Nüssen serviert wird.

Auch Fleischgerichte sind im La Brinca landestypisch. Es gibt Kalbfleisch mit Pinienkernsauce oder Kalbfleisch mit Wachholderbeeren aus dem Ofen. Oder ein mit feinen Kräutern gefülltes Perlhuhn oder ein ebenfalls gefülltes Kaninchen. Oder das Kaninchen mit Schwarzwurzeln und Oliven. Zu Ostern gibt es sogar gefüllten Kopfsalat an Fleischbrühe und Lammschulter mit Schafgarbe aromatisiert. Selbst zum Nachtisch findet sich Außerordentliches. Zum Beispiel den „San Sté“, ein Kuhmilchkäse aus dem Avetotal oder den Frischkäse „Sarazzu“. Oder den „Sopralacroce“, ein Ziegenkäse, der mit einer hausgemachten Konfitüre aus roten Zwiebeln serviert wird. Natürlich auch Süßes, meine Damen: „Brinchetto“ aus feinem Pan di spagna, „Biancomangiare“ vom ligurischen Apennin, Semifreddo mit Rosenblättern, Pfefferminze, Orangen und Torrone, einem Gebäck mit Mandeln und Honig. Fertig? Das ist natürlich nur eine Auswahl.

Nun werden Sie sich fragen, wer das alles essen soll. Schon die Aufzählung dieser diversen Kleinigkeiten sollte Sie Schachmatt gesetzt haben. Machen Sie sich keine Sorgen, beim ersten Mal empfiehlt sich ein gastronomisches Menü. Da haben Sie es einfach und Sie werden durch die Köstlichkeiten geführt. Mit verschiedenen Vorspeisen, zwei typischen Pastagerichten, einer Hauptspeise und einem leckeren Dessert. Weine? Angeblich über 1.500 Jahrgänge. Digestives? Garantiert 400 Sorten.

P.S. Das Örtchen, bei dem das Ristorante La Brinca liegt, heißt Ne. Google Maps geht aber selbst mit der richtigen Postleitzahl eigenwillig um und setzt es in die „Karparten“. Ne hat die PLZ 16040 und liegt etwas östlich von Graveglia. Die Via Campo di Ne ist noch weniger zu finden, aber nördlich von Ne.

Kommentieren 18 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • hotzenplotz, 1 November 2007: Prossima primavera andrò assolutamente in Liguria.
    Lo prometto a questo punto.
  • Lenz, 1 November 2007: Vielleicht sehen wir uns dann ja.
  • hotzenplotz, 1 November 2007: Das würde mich sehr freuen! Ich melde mich, wenn es konkreter wird.
    Der ligurische Fremdenverkehrsverband sollte einen Orden nur für Dich erfinden, großer Ritter der Region oder so..
  • Lenz, 1 November 2007: Vielleicht kriege ich dann ein Basilikumsträußchen überreicht. Oder ein Sträußchen Blumenkohl.
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    meme, 2 November 2007: Hast Du auch ehrlich verdient. Denn wenn ich demnächst von meinem Mann verlange, auch alles "im Griff zu haben" und mich über die fürchterlich hohen Berge nach Italien zu kutschieren, dann bist ganz sicher Du daran schuld - so "wässerig hast Du mir den Mund gemacht".
  • Lenz, 2 November 2007: Dein Mann erhält dann eben auch ein Sträußchen Basilikum. Für die sichere Fahrt über den Splügen. Oder Gotthard.
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    meme, 2 November 2007: Meinst Du, das hilft ??
  • Lenz, 3 November 2007: Vielleicht ein Sträußchen Lavendel?
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    mostro, 26 Oktober 2008:

    lese das hier 1 Jahr später, lustig, Lenz hat an meinem Geburtstag kommentiert - lieber Lenz, dieser Beitrag ist ein echter Gaumenschmaus, und ich muß da auch mal hin, wie und wann auch immer, das klingt nach Kochen, wie ich es mir vorstelle, und endlich nach Originalität. Lenz, wir loben Dir!

  • hotzenplotz, 26 Oktober 2008:

    Für einen kleinen Ausflug zum Jubeltag ist dann ja gerade noch Zeit, lieber mostro.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    mostro, 26 Oktober 2008:

    wird aufgrund anderer nicht so schöner Hindernisse zu knapp werden…

  • Lenz, 26 Oktober 2008:

    Lieber mostro, was du alles liest. Olle Kamellen. La Brinca ist aber trotzdem toll. Die Kräuterfeelein tanzen da durch die Küche. Und es gibt Gerichte, die selbst mein Bruder als Beinahe-Italiener nicht kennt. Vielleicht kennt die ja Hotz?

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    mostro, 26 Oktober 2008:

    Lieber Lenz, gerade indem ich alte Kamellen lese, demonstriere ich gegen all die, die behaupten, Qpe müsse jetzt eine graue Masse von Vielschreibern ohne Inhalt werden - verstehe nicht, warum es so sein sollte - und der bestehende Schatz an guten Beiträgen ist ja da - wie hier eben, man muss die Trüffel nur ausgraben. “Trüffel-Liste”, ja, da gehört dieser Beitrag hin…

  • Lenz, 26 Oktober 2008:

    Lieber mostro, genau das ist auch meine Meinung. Ab und zu stöbere ich in alten Beiträgen. Natürlich auch von dir. Und amüsiere mich. Was wir oft nicht sehen ist, dass Qype eine offene Datenbank ist. Die nutzen nicht nur Qyper. Im Web gibt es kaum Gescheites über Ligurien zum Beispiel. Auch nicht viel über Italien. Google.it ist ziemlich dünn. Gerade erscheint eine Übersetzung eines Artikels von mir in der italienischen Lokalpresse. Ohne Qype hätte es das nicht gegeben.

  • hotzenplotz, 26 Oktober 2008:

    Man braucht nur das richtige Schwein oder den Hund mit gutem Näschen, um sie zu finden.
    Leider nein, Lenz. Ligurien steht auf meiner Liste, vor allem wegen Deiner Beiträge. Du bist hier der Spezialist.

  • Lenz, 26 Oktober 2008:

    Hunde, Hunde. Die sind effektiver. Bei der Trüffelsuche. Das mit den Schweinen ist nicht so praktikabel. Aber du wärst bescheiden, lieber Hotz, wenn du behaupten würdest, dass du die eine oder andere Köstlichkeit nicht kennst.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    mostro, 26 Oktober 2008:

    Davon gehe ich aus, der Hotz wird auch so ein paar Geheimnisse haben…
    Das mit der italienischen Presse ist doch schon mal eine kleine Anerkennung des Qype-Schaffens….

  • Lenz, 26 Oktober 2008:

    mostro, ist wirklich nur ein kleines Regionalblatt. Aber sie waren freundlich und haben sich extra angemeldet, um anzufragen.

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