Papine Jerk Centre, Clapham, London

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Papine Jerk Centre - Clapham, London
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Beiträge zu Papine Jerk Centre (1)

11.11.2007

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Was folgende verbalen Ausschweifungen mit dem Papine Jerk Centre zu tun haben, erfahrt ihr zum Schluss.

Wenn ich in London bin und Zeit habe, fahre ich nicht nur nach Southall (Little India), sondern auch nach Brixton und/oder zum Shepherd’s Bush Market, um in den dortigen karibischen Geschäften interessante, für mich neue Pfeffersaucen zu entdecken und mir neue Vorräte meiner alten Favoriten zuzulegen.

Die beste Neuentdeckung des vergangenen Jahres war die „Reggae Reggae Sauce“, die aus folgenden Zutaten besteht: verschiedene Arten von Pfeffer, Tomaten, Knoblauch, Ingwer, Zucker, Piment, Zwiebeln sowie diverse andere Kräuter und Gewürze. Die Sauce ist mittelscharf und eignet sich besonders für jamaikanische Jerk- sowie für Barbecue-Gerichte.

In diesem Jahr (August 2007) verließ ich den Notting Hill Carnival kurz, um mir im Hyde Park ein kostenloses Open-Air-Konzert anzuschauen, das zum Carnival gehörte. Dort hörte ich einen Reggae-Sänger namens Levi Roots (siehe Foto), der sich als Vater besagter „Reggae Reggae Sauce“ ausgab und sogar einen Werbesong über seine Kreation anstimmte.

Ein bisschen Wikipedia-Schmökern brachte folgende interessante Geschichte ans Tageslicht:

Levi Roots ist nicht nur ein halbwegs bekannter Reggae-Musiker, sondern auch ein Küchenchef. Er kreierte die „Reggae Reggae Sauce“, die auf einem „geheimen Rezept“ seiner jamaikanischen Großmutter basieren soll. Seit 1991 benutzte er die Sauce an seinem Essens-Stand auf dem Notting Hill Carnival. 2006 verkaufte er sie zum ersten Mal allein und setzte 4000 Flaschen ab.

Er wurde für eine BBC-Sendung namens „Dragon’s Den“ entdeckt, bei der „Jungunternehmer“ nach Investoren für ihre Business-Ideen suchen. Roots fand zwei Unternehmer, die ihm 50.000 Pfund für einen 40-prozentigen Anteil an seinem Geschäft zahlten. Kurz nach seinem Auftritt in „Dragon’s Den“ verkündete die Lebensmittelkette Sainsbury, sie werde die „Reggae Reggae Sauce“ in 600 ihrer Geschäfte anbieten.

In einer Nachfolge-Episode von „Dragon’s Den“ hieß es, dass Sainsbury erwartet hatte, im ersten Jahr 50.000 Flaschen abzusetzen. Tatsächlich wurden schon am ersten Tag 150.000 Flaschen verkauft, und die Sauce ist bis heute ein Verkaufsschlager. (Die von mir 2006 gekaufte Flasche, deren Etikett ich hochgeladen habe, hat noch das ursprüngliche Design vor Sainsbury – inklusive Handynummer, vielleicht sogar der von Levi Roots.)

Im Juni 2007 eröffnete Levi Roots ein Restaurant, das er Papine Jerk Centre nannte (als Tribut an ein gleichnamiges Restaurant auf Jamaika). Sein Jerk Centre habe ich noch nicht besucht, daher gebe ich die vier Sterne nur für die „Reggae Reggae Sauce“.

(Wer den Laden besucht, muss laut Marina O'Loughlin, Restaurantkritikerin der kostenlosen Londoner Zeitung Metro, mutig sein. Das Papine Jerk Centre liegt ihrem Bericht zufolge in einer eher unsicheren Gegend von London. Und hat wohl auch keine zuverlässigen Öffnungszeiten: Als sie nach einem vergeblichen Anruf im Restaurant eine 40-Pfund-Taxifahrt nach Battersea antrat, stand sie vor verschlossenen Toren.)

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