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Dom
Schwerin
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Am Dom, Schwerin
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3 Beiträge zum Platz "Dom" auf Deutsch
Dom St. Marien und St. Johannis zu Schwerin
Schon bald nach der Stadtgründung legte Heinrich der Löwe den Grundstein (9. September 1171) zu einem romanischen Dom.
Dieser wurde nach 76 Jahren Bauzeit am 15. Juni 1248 geweiht.
Bald schon war dieser Kirchenbau zu klein, um die Pilgerströme zu bewältigen, die auf das Gotteshaus einströmten, um eine bedeutende Reliquie anzubeten:
Im Jahre 1222 kam Graf Heinrich von Schwerin von einem Kreuzzug mit der Reliquie des Heiligen Blutes, einem in einen Jaspis eingeschlossenen angeblichen Blutstropfen Christi, zurück.
So kam es ab ca. 1270 zu einem vollkommenen Neubau der Schweriner Kathedrale.
Die Ausmaße der romanischen Kathedrale waren bedeutend kleiner als die des gotischen Neubaus.
Mit ungefähr sechzig Metern war sie um 40 Meter kürzer.
Ihr Turm, der die alte Kirche überragte, reichte kaum bis an die Höhe des Mittelschiffs des Neubaus heran.
Der heutige Bau des Schweriner Doms ist eine dreischiffige gotische Basilika in Backsteinbauweise mit großem Querhaus, Chorumgang und Kapellenkranz.
Das mächtige Bauwerk ist 105 m lang und besitzt eine Gewölbehöhe von 26,5 m.
Damit gehört es zu den größten Kirchengebäuden der Backsteingotik in Norddeutschland.
Der neugotische Westturm ist mit seinen 117,5 m der höchste Kirchturm Ostdeutschlands.
Die heutige Ausmalung des Domes entspricht der spätmittelalterlichen Farbigkeit der Kirche, die aus vielfältigen Übermalungen 1988 wiederhergestellt wurde.
Von der mittelalterlichen liturgischen Ausstattung ist bis auf den Altar und das Taufbecken alles verlorengegangen
Die Bronzefünte ist ein Werk des späten 14.Jh.
Acht Trägerfiguren halten ein achteckigen Kessel, dessen Seiten durch Baldachine in je zwei Felder eingeteilt sind.
Die Deutung der Figuren ist unsicher.
Die über den Baldachinen umlaufende Inschrift ist aus Ezechiel kompiliert und lautet:
"vidi aquam egredientem de templo a latere dextro. alleluja, alleluja omnes ad quos pervenit aqua",
das heißt: "Ich sah aus der rechten Seiten des Tempels Wasser kommen. Jubelt, Jubelt, all ihr, zu denen das Wasser gelangt!"
Kanzel und Gestühl stammt von der Erneuerung 1867 durch Theodor Krüger.
Die Orgel wurde von Friedrich Ladegast aus Weißenfels gebaut und 1871 geweiht.
Diese Orgel hat 84 klingende Register, und besitzt 5200 Pfeifen.
Damit ist sie die größte original erhaltene Orgel von Ladegast.
Die Restaurierung der Orgel durch Alexander Schuke Potsdam Orgelbau wurde 1988 abgeschlossen
Gedenktafeln erinnern an die Gefallenen des 1. Weltkrieges (unten links) und der Befreiungskriege von 1813-1815 (unten rechts)
Bedeutendstes Grabmal in der Kirche: Das Grabmal von Christoph von Mecklenburg:
Für mich ein absolutes Highlight im Dom:
Die kunstvoll restaurierten Fenster ...
Kirchenfenster üben schon immer eine große Faszination auf mich aus, und diese hier stellen da keine Ausnahme dar ...
Ganz klasse restauriert: die Cornelius-Fenster:
Die Fenster waren vor ihrer Restaurierung schwer beschädigt (unter anderem durch gezielte Steinwürfe) ... die Restaurierung kann man nur als sehr gelungen bezeichnen und hoffen, das sie nun vor Vandalismus verschont bleiben ...
... und dann kam der "schwerste Teil" der Dombesichtigung ...
Der Kirchturm war für die Besteigung offen, und ich wäre nicht ich, wenn ich bei so traumhaftem Wetter nicht "gierig nach der Aussicht" nach oben gedrängt hätte ...
Ich entrichtete also meine 2,00 Euro und machte mich auf den weg in den Vorraum des Turmes mit der beachtlichen Gewölbedecke ...
von wo (durch eine kleine Tür) hindurch der Aufstieg losgeht ...
Nun habe ich schon sehr viele Kirchtürme erstiegen, man könnte das ein Hobby von mir nennen - besuche ich eine Kirche, deren Kirchturm für die Besteigung geöffnet ist, dann will ich da auch hoch ... aber bei wenigen (gerade der "großen Kirchen") war der Auf- und Abstieg beschwerlicher als hier, im Dom von Schwerin ....
Die Treppe ist nicht nur schmal, nein, sie ist eng (Blick nach oben) ...
... und die Stufen sind sehr ausgetreten und steil - was sowohl den Aufstieg als auch den Abstieg zu einer anstrengenden Angelegenheit macht ...
Auf dem Weg nach oben kommt man an den beeindruckenden Glocken vorbei ...
... denn im Turm des Schweriner Doms befinden sich fünf Glocken, davon sind die größte, 4,8 Tonnen wiegende, und zwei weitere im März und April 1991 in Karlsruhe gegossen worden, zwei Glocken stammen aus den Jahren 1363 und 1470.
Viele Vorgängerglocken sind in Kriegen oder durch Unglücke zugrunde gegangen, so mussten im Ersten Weltkrieg zwei 1811 vom Lübecker Ratsgießer Johann Georg Wilhelm Landré im Lübecker Gießhaus gegossene Glocken und im Zweiten Weltkrieg drei Glocken abgeliefert werden.
Ist man an den Glocken vorbei und hat, noch ein gutes Stück höher, nach 220 Stufen den äußeren Rundweg auf dem Turm erreicht, so stellt man fest, das dieser ebenfalls sehr schmal ist ...
Der erste Blick geht - fast unwillkührlich, zunächst einmal nach unten, und man erkennt, wie hoch man doch aufgestiegen ist ...
Einmal, im Bild unten links, der Blick in den Innenhof des Domes, im Bild rechts der Blick über das Dach auf den Marktplatz ...
Der Blick auf das Schweriner Schloss ...
und noch einmal der Marktplatz mit Rathaus und dem im Aufbau befindlichen Weihnachtsmarkt:
Blick über den Pfaffenteich ...
... und auf die Paulskirche:
Allein der Ausblick über Schwerin (und auf die Schelfkirche) war den beschwerlichen Aufstieg, die 220 Stufen hinauf, wert ...
... aber ich gebe zu:
Ich war echt froh, als ich wieder unten war - dadurch, das die Treppe so steil ist, sieht man beim Abstieg kaum, wo die gewendelte nächsttiefere Stufe liegt ... eine ziemliche Tastarbeit mit den Füßen - Außerdem hofft man ständig, dass einem niemand entgegen kommt, denn Ausweichmöglichkeiten gibt es nicht ... und aneinander vorbeiquetschen ist praktisch kaum möglich ...
Zusammenfassend zur Bewertung:
Ich fand den Dom klasse ... allein die Fenster und der Turmaufstieg hatten es mir angetan, und auch der ganze Rest ist absolut sehenswert ...
Von mir gibt es für den Dom 5 Sterne!
Der Schweriner Dom ist im Mittelalter um 1245 fertiggestellt worden, seinen Glockenturm erhielt er erst vor ca. 100 Jahren.
Der Standort ist ein uralter Kraftort, der auch heute noch erlebbar ist.
Es gibt guterhaltene Deckengemälde, die eine ganz eigentümliche Ausstrahlung haben.
Der Bereich um das Taufbecken hat eine sehr hohe Schwingung, hier sind sogar Orbs anwesend, die diesen Ort zu einem Tempel der Heilung machen.
Wer seine “Akkus aufladen” möchte, sollte hier unbedingt mal ein paar Stunden seiner Zeit verbringen.
Ein Aufstieg im Glockenturm ist nichts für klaustrophobische Gemüter: die Wendeltreppe ist sehr schmal, und wer Pech hat, muß entgegenkommenden Besuchern auf ca. 60 cm Breite auch noch ausweichen.
Die Glocken schlagen alle 15 Minuten, man sollte unbedingt darauf vorbereitet sein, sonst kann der Aufenthalt in diesem Türmchen einen zu Tode erschrecken. Nichts für schwache Nerven!
Dafür ist die Aussicht vom Turm aus einfach phantastisch. Erst hier wird deutlich, daß Schwerin eine Stadt im Wasser ist…
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155 Beiträge
Tja, das war leider ein kurzes Vergnügen. Als wir nach der ersten Hälfte unserer Runde durch den Dom wieder an der Eingangstür vorbei wollten wurden wir dort mit einem knappen "Ich lasse Sie dann mal raus." empfangen - mit anderen Worten: wir waren gerade noch so reingekommen und durften jetzt auch gleich wieder gehen.
Schade eigentlich, ausser der Grabplatte der Bischöfe von Bülow bleibt mir so nur in Erinnerung, dass die Kirche um 15:00 Uhr schließt. Der Glockenturm war (verständlicherweise) witterungsbedingt ohnehin geschlossen.
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Kommentieren 8 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
Dankeschön, ich freu’ mich sehr über dein Lob :-))
Wirklich toll informativ und mit schönen Bildern! Super Beitrag.
… super Fotos – für mich als Höhenangstgeplagte eine gute Möglichkeit, auch mal von oben runterzuschauen (mit großem Schauder trotzdem). Einige Höhenfotos erinnern an Legoland – sehr gelungen :))
Genialer Beitrag, besser geht es nicht und einfach wieder tolle Fotos. Hochgotik in Reinkultur. Durch die Blickwinkel kommt das zum Himmel Aufstrebende so recht zur Geltung.
Danke, Ihr Lieben …
ja, die Höhe ist nicht ohne, ich bin auch immer recht froh, dass mich eine Brüstung von der Tiefe trennt ;-)
wikipedia möge erblassen!
Toller umfangreicher Beitrag…
Deine Fotostrecken von Schwerin sind wohl die schönsten Schwerin-Fotostrecken, die jemals im Internet gepostet wurden!!! Respekt!!!