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Kompliment Willehh (28.05.2008) 4

Ursprüngliche wurde die Grützmühle 1841 in Hummelsbüttel errichtet und dort bis 1885 betrieben. Danach verfiel das Gebäude. Obgleich es 1937 unter Denkmalschutz gestellt wurde, wurde der Verfall nicht aufgehalten. 1962 mußte es endgültig abgerissen werden. Vor dem Abriß wurde es aufgemessen, das Mahlwerk wurde geborgen und vorübergehend im Harderhof eingelagert.

Noch heute erinnert der Straßenname ‘Grützmühlenweg’ sowie der Name der ‘Grundschule Grützmühlenweg’ an die Mühle und die dörfliche Geschichte von Hummelsbüttel.

Die Mühle steht heute im Museumsdorf Volksdorf.

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Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (18.11.2007) 5

Bei der Erkundung von „spaziergangsfähigen“ Grüngebieten in Hamburg fällt dieser kleine Zufluss des Alsteroberlaufs leicht durchs Raster – zu schön, groß, lang gezogen läuft in der Nähe besagter Alsterlauf mit seinen Spazierpfaden über viele Kilometer.

Dennoch ist auch die Susebek einmal einen Besuch wert – am besten startet man im nördlichen Hummelsbüttel an der Ecke Hummelsbüttler Weg / Am Karpfenteich. Hier stand einmal eine "Grützmühle", bei der der kleine Bach zu mehreren Teichen aufgestaut wurde – leider ist die Mühle selbst nicht mehr zu sehen (oder weiß jemand mehr darüber?) – aber westlich der Teiche zieht sich ein netter kleiner Pfad durchs Grün „flussaufwärts“ – der erste Teich ist noch etwas trivial, auch wenn die Enten fröhlich quaken, aber der zweite oberhalb des alten Mühldammes ist sehr hübsch, von alten Bäumen umgeben und reizenden alten Fachwerkhäusern mit Reetdächern, die hier versteckt an einer alten Pflastersteinstraße stehen.

Man folgt dem Flüsschen weiter und muss bald leider mühevoll eine große Straße kreuzen, an der saumselige Stadtplaner die wirklich notwendige Fußgängerampel ausgelassen haben – auf der anderen Seite beginnt ein sehr schmaler Pfad am Ostufer – und die Stadt hört wundersam und plötzlich auf: buckelige Weiden, liebliche Wiesen, Felder, kleine Gehöfte, Reitställe, dazwischen der kleine Bach, murmelnde Stromschnellen, Fischtreppen, kleine Brücken, Stege – knorrige alte Baumriesen, und im November eine Menge Matsch, der festes Schuhwerk und Aufmerksamkeit erfordert, dafür aber dafür sorgt, dass wir allein hier unterwegs sind. Nach einem guten Kilometer muss man den Flusslauf leider verlassen, ein asphaltierter Weg kreuzt – diesem folgt man am besten nach Westen um sich bald wieder nordwärts zu wenden – hier beginnt das wunderschöne Naturschutzgebiet Raakmoor, von dem aus man auch ins Wittmoor gelangen kann – beide Orte sollen bei Gelegenheit extra beschrieben werden.

In jedem Fall aber ist die kleine Susebek ein guter Ausgangspunkt für einen langen Spaziergang in diese Regionen. Wir wanderten an diesem Tag in einem östliche Bogen auf kleinen aber festen Sträßchen zurück durch die Felder zum Ausgangspunkt, besuchten noch einen Reiterhof, auf dem gerade eine Pferdeschau abgehalten wurde und waren mit den Entdeckungen des Tages zufrieden…

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