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Søren Jessens Sand von ValentineHH
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Søren Jessens Sand

Fanø

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2 Beiträge zum Platz "Søren Jessens Sand" auf Deutsch

Benutzerfoto: ValentineHH
ValentineHH
Hamburg
12 Beiträge
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5 Sterne für Søren Jessens Sand
Beitrag zu Søren Jessens Sand vom 21 Dezember 2009

Wunderbarer Beitrag von meinem Vorredner. Wir waren nun auch schon zweimal auf Fanö und ich kann mich an dieses wunderbare Gefühl, welches wir bei unserer Ankunft hatten immer wieder erinnern. Die ersten schönen Tage im Mai. Und eine unserer langen Wandertouren am Strand führte uns auch an den Søren Jessens Sand. Nach einiger Zeit war weit und breit kein Mensch mehr zu sehen, so daß uns schon fast unheimlich wurde. Aber die Ruhe, nur das Rauschen des Meeres und die Suche nach Bernstein und hübschen Muscheln tut einfach der Seele richtig gut. Gerne kommen wir wieder...

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: mostro
mostro
Hamburg
2066 Beiträge
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5 Sterne für Søren Jessens Sand
Beitrag zu Søren Jessens Sand vom 3 August 2009
(aktualisiert am 11 August 2009 )

Nordseestrände können so unterschiedlich sein – und jeder hat seine spezielle Vorliebe. Ich selbst mag besonders Strände, die uneingeschränkt der Natur gehören, am besten menschenleer sind und alle Spuren des Meeres tragen. Auf Fanø liegen die Kontraste dicht beieinander. An der Westküste zieht sich ein langer Sandstrand an der ganzen Insel entlang, aber in der Mitte wird er dominiert von der Zivilisation: Nicht nur das recht hässliche Fanø Bad mit seiner hässlichen modernen Architektur stört hier den Blick sondern die Autos, die den Strand befahren dürfen.

Da ist die Nordspitze der Insel genau die richtige Zuflucht. Hier endlich ist das Autofahren verboten und der Sand an manchen Stellen fast zwei Kilometer breit. Und es sind fast drei Kilometer, die man laufen darf bis man den nördlichsten Punkt erreicht – und mit jedem Schritt, den man sich von den Autos entfernt, wird die Luft reiner, die Natur stärker.

Der Wind tobt sich aus, die Wellen spülen heftig gegen den Strand, sie bringen allerlei mit sich, die Nordsee ist groß und kontinuierlicher Nordwest treibt sogar Tiere von Island oder gar aus dem Nordaltantik hierher. Bereits vor 35 Jahren habe ich hier schon Muscheln und Bernstein gesucht – und selbst heute stoße ich immer noch (wenn auch sehr sehr selten) auf Exemplare, die ich nicht kenne und auch mit Bestimmungsbüchern nicht einordnen kann. Andere Arten sind leider verschwunden – ich vermisse sie sehr, die großen dicken Islandmuscheln, die feinen kleinen Wendeltreppenschnecken, die grazile Turmschnecke. Immerhin sind die netten großen Wellhornschnecken noch nicht ausgerottet, Herzmuscheln tummeln sich in allen Größen, dazu Seehasen, Miesmuscheln, Dreiecksmuscheln, Trogmuscheln und viele andere. Die zahlreichen Messermuscheln sollen leider Indikator zunehmender Meeresverschmutzung sein.

Aber die Weite der sandigen Landschaft bleibt das eigentlich beeindruckende. Der Himmel wird so hoch. Das Alleinsein mit der Natur wird zur Feierlichkeit. Das Meer spielt eine ewige Melodie, der Wind streichelt und zerrt zugleich. Am Horizont erscheinen schiffe, die die Fahrrinne nach Esbjerg ansteuern. Unzählige Meeresvögel kreischen und spielen in den Böen. Rechts schimmern die Dünen, einige von ihnen sind bis in die Mitte des Strandes gewandert, noch klein, im entstehen begriffen.

Östlich des Strandes kann hier jetzt auch plötzlich einmal Wasser auftauchen – ein Einschnitt, das Hamborgdybet, zieht sich seitlich nach Süden, aber das Wasser kreist einen hier nicht ein – und meistenteils liegt der Einschnitt trocken, für Muschelsammler ein kleines Paradies. Und der Strand wandelt sich permanent. Ist er heute noch freundlich, sonnig und weich, so verändert ihn die nächtliche Flut oft vollständig, raue Verwerfungen, Felder aus scharfkantigen Schalen, neu aufgebrochene Priele. All das macht diese Landschaft nicht abstoßend sondern im Gegenteil um so reizvoller!

Kommentieren 2 Kommentare zu diesem Beitrag

  • Philipp Elph, 4 August 2009:

    Ich mag solche Strände auch, liebe aber auch Strände mit Strandbar!

  • LUT, 27 Oktober 2009:

    Nein, das Wasser kreist eine zwar nicht ein, aber am Hamborgdybet ist immer besondere Vorsicht geboten, insbesondere im Oktober Novbember, wenn wie aus dem Nichts in minutenschnelle plötzliche Nebelbänke aufziehen, dick wie Milchsuppe und die Orientierung schwindet. Kein schönes Gefühl ! Ich meide jedenfalls den nord-westlichen Teil vom Sören-Jessens-Strand.....

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