Towermän (23.11.2007) •••••5
Mit dem Ritterschlag zum Advanced Insider bin ich ja nun auch ein Stück weit „Profi“ (Mann, geht das lässig und cool runter….*lach*). Somit hatte ich natürlich auch schon vor einigen Monaten von einer geplanten Neueröffnung Wind bekommen. Gestern war es soweit: Die Eröffnung des Louisiana-Restaurants in Volksdorf und ich natürlich mittenmang.
Um es vorweg zu nehmen: Ich bin ein Louisiana-Fan, beginnend mit dem Tag als das erste Lokal in der Mundsburg aufmachte. Speisekarte, Getränkeangebot und der zelebrierte Lifestyle: all das ist nicht mal so hopp-di-hopp zusammengewürfelt, sondern Teil eines systematischen und daher erfolgs- verpflichtendem Konzept, welches auf Franchising beruht.
Da kann ich nicht anders, da lasse ich mich auch nicht lange bitten, da muss ich jetzt einfach mal:
++++++++ Erster Stern ++++++++++
Für die Location, also die Standortwahl.
Gelegen mitten im Ortskern Volksdorf hat an dieser Stelle mehr als 30 Jahre ein Steakrestaurant namens De Fries die Rolle des Platzhirsches innegehabt. Hier habe ich die ersten Pommes meines Lebens gegessen und auch die WELTBESTE Tochter ist hier noch eingekehrt. Nun also das Louisiana mit Südstaaten-Fingerfood an eben dieser Stelle.
Unter kaufmännischen Gesichtspunkten kann hier eigentlich nicht viel schief gehen. Eine vergleichbare Location sucht man in den hausbackenen Walddörfern vergebens. Und spätestens wenn im Sommer 2008 das Hallenschwimmbad in Volksdorf um ein großes Freibad erweitert ist, wird sich das Louisiana vermutlich zur Goldgrube mausern. Recht so.
++++++++ Zweiter Stern ++++++++++
Für Einrichtung und Ausstattung.
Die Räumlichkeiten wurden komplett umgebaut. Der ehemalige Restaurantteil (rechte Haushälfte) wurde mit dem ehemaligen Imbissteil (linke Haushälfte) zu einer Gesamtfläche verbunden. Der offene Vorplatz, bislang im Sommer als kleiner Biergarten hergerichtet, wurde komplett in einen Wintergarten umgewandelt und in das Hauptgebäude integriert. Der Haupteingang liegt nun an der Hausstirnseite des alten Backsteinhauses.
Die Aufteilung: Unmittelbar an den Eingangsbereich anschließend steht man im Barbereich, d.h. Tresen zur Rechten, Sitznischen zur Linken. Eine Aufteilung die an eine klassische „Hotelbar“ erinnert. Die „Sportsbar“, eine Loungeecke mit Prädestination für sportliche Rahmenunterhaltung (der übliche Großbildplasma an der Decke) wurde hier clever in den Gebäudeteil integriert, in dem sich früher der „Imbiss“ befand.
Der große Wintergarten stellt den eigentlichen Restaurantbereich dar. Zahlreiche Einzeltische die bereits gestern je nach Gruppenandrang zusammen kombiniert wurden. Dazu eine Einrichtung die dem Südstaatenflair entspricht: dunkler Parkettfußboden, jede Menge Ventilatoren, Rattanmöbel, großformatige Schwarzweiss-Bilder auf dem Themenumfeld New Orleans und Jazzmusik.
Ein Novum für das Louisiana: hier wird auch Hotelunterkunft angeboten. Die Zimmer habe ich mir gestern nicht angesehen. Bericht wird aber folgen (die ersten Hotelgäste haben bereits gestern Abend bezogen)
++++++++ Dritter Stern ++++++++++
Für Speisen und Getränke:
Ich beginne auf Empfehlung des Hauses mit „Frensh Slo“. Einer Mixplatte mit gebackenem Frensh Market Bread mit Käse und Tomate, Chickenwings, Nachos, Hähnchenfilets und Vergiemsticks (knackige Rohkoststreifen). Als Starter für eine Gruppe von drei Personen mit vegetarischem Anhang eine gute Empfehlung.
Als Zweites nehme ich meinen All-Time-Favourite „Two-Way-Sampler“, also Chickenwings, Spareribs mit Cajun Fries. Zu meiner Überraschung schmecken die Chicken Wings hier deutlich anders und verdammt-noch-mal auch viel besser als im Louisiana Mundsburg. Auf meine Nachfrage was denn den besonderen Geschmack ausmachen würde, wurde ich auf eine spezielle Curry-Würzmischung verwiesen. (Warum die nicht überall zum Einsatz kommt ist allerdings mir nicht klar geworden). Ein klarer Pluspunkt für Volksdorf!
Die Karte besteht im Übrigen aus dem Louisiana-typischen Angebot, das bekannt sein dürfte. Ich werde also meinen geliebten Arcadiaburger auch hier verkosten können.
Sonntags wird von 11-14 Uhr Brunch angeboten. Pro Person € 9,90, Kinder pro Altersjahr € 1,00 (nette Idee!). Das nehme ich doch gleich mal in Begleitung der WELTBESTEN Tochter übermorgen mit.
++++++++ Vierter Stern ++++++++++
Für das Personal:
Bedienung auf Zack, super freundlich und hoch motiviert (klar, was sonst?). Zu jedem Zeitpunkt ausreichend Keller und Food-Kellner (früher: Tablettträger) mit klar definierten Revieren. Das von mir insgeheim erwartete „Chaos“ zwischen noch-nicht-eingespielter Küche, hektischen Kellnern und wartenden Gästen, das ich noch aus der Eröffnung eines anderen Louisianas erinnere, blieb aus. Hier klappte auf Anhieb alles, perfekt. Volltreffer!
Den Barmixer habe ich diesmal noch nicht ausgetestet, werde dieses aber beim nächsten Mal nachholen.
++++++++ Fünfter Stern ++++++++++
Der Towermän macht ja auch immer den Inspektionsgang und so führte mich mein Weg nach dem Genuss einiger Biere zwangsläufig in die Kachelabteilung. Nun, wie nicht anders zu erwarten: Alles neu, top-renoviert und sauber. Nur unsere weibliche Begleitung wusste zu berichten, dass sich einige Damen der Schöpfung sich offensichtlich gehalten sahen die Spiegel Ihres Sanibereiches mit in Cola-getränkten Softtücher zu bekleben……na ja.
Beachtet man, dass die Eröffnung am gestrigen Nachmittag quasi spontan und ohne vorherige Ankündigung und Werbung erfolgte, darf man überrascht sein, wie randvoll das Louisiana gestern Abend war. Ich hatte auch den Eindruck, dass sich hier die Oberstufe und das Lehrerkollegium des Walddörfer Gymnasium Ihr Stelldichein gaben.
Fazit: Man kann die Initiatoren zu Ihrem Schritt nur beglückwünschen. Wenn das hier nicht ward´, dann weiß ich es auch nicht. Ich darf schon jetzt diesen Platz als neuen „Lieblingsplatz“ markieren und werde mein wöchentliches Apré-Swimming vom Eulenkrug ins Louisiana verlegen. Endlich warme Küche auch nach 23:00 Uhr!
Und jetzt kommt Ihr!
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