Kompliment
Sancho (28.11.2007)
Köppern ist ein kleiner Ortsteil von Friedrichsdorf im beschaulichen Hochtaunuskreis. Hier im Industriegebiet, 20 km nördlich von Frankfurt, hat mein Arbeitgeber seinen Sitz: ein High-Tech-Rechenzentrum, untergebracht in einem schmucklosen Betonbau am Waldrand.
Die Abgeschiedenheit ist zugleich Vor- und Nachteil: zwar fahre ich jeden Tag 20 km zur Arbeit, aber da ich in Frankfurt wohne, ist meine Fahrtrichtung antizyklisch zum Berufsverkehr, so daß ich nicht ohne etwas Schadenfreude den Stau auf der Gegenfahrbahn beobachten kann, während ich geschwind die freie Fahrt genieße, sowohl morgens als auch abends. Einmal die Woche lasse ich das Auto stehen und fahre die Strecke mit dem Rad - eine wunderschöne Tour durch die Natur und eine gute Möglichkeit, sich fit zu halten.
Die Kehrseite ist, daß es in Köppern nicht unbedingt das Leben pulsiert. Die Einkaufsmöglichkeiten sind auf ein, zwei Supermärkte begrenzt, ein paar Fachgeschäfte runden das Angebot ab. Da wir eine kleine Firma sind, wünschen wir uns oft eine Ausgehmöglichkeit zum Mittagessen, da wir keine Kantine haben. Hier ist die Auswahl leider sehr schnell ausgeschöpft.
Das brachte mich und meine Kollegen vor einigen Monaten auf die Idee, die Mittagszeit sinnvoller zu nutzen: anstatt die Kalorien in uns hineinzustopfen, wollten wir das gleiche Zeitpensum verbrauchen, um die Kalorien zu verbrennen.
Köppern ist klein und von wunderschönem Mischwald umgeben. Wir suchten und fanden eine Laufstrecke, die sich praktisch um den ganzen Ort zieht, etwa 7,5 bis 8 km lang ist und fast durchgehend durch den Wald geht. Sie kreuzt an zwei Stellen den Erlenbach, führt durch schmale, feuchte Waldwege, hat ein paar steile Anstiege und nur zwei Stellen, an denen man wirklich den Straßenverkehr fürchten muß.
Manchmal kommen ein paar meiner Kollegen mit, mal der eine, mal der andere, und ich konnte schon feststellen, daß es mehr werden - das Lauffieber ist ansteckend!
Stichworte
sport, spaß, laufen, mittagspause
Kommentare (6)
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