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Beitrag zu Bräustüberl Weihenstephan vom 17 Oktober 2012
Als wir zu Besuch bei Freunden in Freising waren, luden sie uns hier her ein zum Essen. Weltbekannt und deutsche Küche, ich hatte nichts dagegen und freute mich schon. Allerdings hatte ich erwartet, dass sie reserviert haben, was nicht der Fall war. Und so standen wir etwas unglücklich herum, blickten in einen großen Raum. Einige Kellner marschierten auf und ab. Es erinnerte an Hürdenlauf. Das Lokal mehr als voll.
Nach ein paar Minuten kam eine der Bedienungen auf uns zu. Wir fragten, ob noch etwas frei sei. Sie blickte sich hilfesuchend um und meinte, eher schlecht. Vielleicht in einem anderen Raum, sie fragt einen Kollegen und war verschwunden. Der einladende Teil schaute sich dann in anderen Räumlichkeiten um, wir warteten. Leider hatten wir kein Glück und standen zu viert wieder zusammen, als auch die Kellnerin mit einem Kollegen ankam.
"4 Leute?" Na endlich, es geht weiter. Oder doch nicht?!
Wir bejahten, er grübelte. Er schaute sich um und verwies auf einen Tisch, wo bereits ein Pärchen saß.
Das war die einzige Möglichkeit. Da wir hier waren und nun nicht extra noch etwas anderes aufsuchen wollten, setzten wir uns dazu. Alles war eng und ungemütlich, aber wir saßen. Und warteten zur Abwechslung mal wieder.
Die Kellnerin vom Anfang kam zu uns, reichte uns wortlos jedem eine Karte und verschwand wieder. Da nur ein Teil von uns die "Sonderangebote-Karte" bekam, wurde diese herumgereicht. Zusammen entschieden wir uns für eine Pfanne, welche Haxe, Würstchen, Sauerkraut, Krautsalat, 2 verschiedene Sorten Knödel und Kartoffelsalat beinhaltete. Kostenpunkt: 13,50 Euro pro Person.
Als die Kellnerin bei ihrem "Marathon" bei uns vorbei kam, nam sie die Bestellung auf. Lange warten mussten wir auf unsere Getränke nicht. Und auch das Essen wurde schnell serviert. Die Pfanne empfand ich anfangs als ziemlich wenig für 4 Personen. Bei genauerem hinschauen wusste ich auch, warum, denn es fehlte die Hälfte.
Wir fingen schon einmal an und teilten auf. Auch fingen wir an zu essen. Irgendwann, wo schon das meiste vertilgt war, wurden dann die Salate nachgeliefert. Eine Entschuldigung gab es nicht. Die Soße war dann bereits leer. Wir bestellten nach. Aber die bestellte Soße wurde nie nachgebracht. Erst, als das Pärchen neben uns das Lokal verließ, erinnerte sich die Kellnerin an uns und fragte, ob wir noch Soße möchten. Aber nach 30 Minuten brauchten wir sie nicht mehr.
Geschmacklich war das Essen gut, schade nur, dass ein Teil lange auf sich warten ließ und die Soße vergessen wurde. Auch waren die Portionen zu anderen Bestellungen, die nah an uns vorbeigetragen wurden, sehr unterschiedlich in ihren Größen. Sicher ist nicht jede Haxe gleich, aber bezahlen tut man das gleiche. Zum Preis: Preislich lagen Getränke und Speisen im höheren Rahmen.
Was jedoch am meisten auf die Laune stieß, war die Hektik. Überall "rannten" die Kellner förmlich hin und her. Wollte man einen erwischen, erwies sich das als schwierig. Freundlich sieht für mich auch anders aus.
Mehrfach schepperte oder klirrte etwas. Auch der Lärmpegel war mehr als laut, anschreien zum Unterhalten war angesagt. Es war einfach zu voll! Dann noch an einen Tisch mit rangesetzt zu werden, nicht gerade etwas, was ich mir wünsche. Aber der "Gemütlichkeit" tat das auch nicht mehr weh.
Wenn nochmal hier her, nur mit Tischreservierung und der Hoffnung, dass Hektik, Stress und Lärmpegel sinken. Sicherlich ist es ein gut besuchtes Lokal, das erwartet man auch irgendwie. Aber ein paar Ansprüche hege ich auch.
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