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Eilbekkanal
Uhlenhorst, Hamburg
- Adresse:
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Uferstraße, Eilbek, Hamburg
| Nutzer-Infos |
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Ruhrstraße 12, 22761 Hamburg
Stadtführungen in Hamburg. Kundenzitat: "Die Tour als solchen hat uns sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns alles genau angeschaut, die Infos in den "Tourbüchern" waren sehr informativ und die Orte sehr schön ausgewählt."
2 Beiträge zum Platz "Eilbekkanal" auf Deutsch
Der Eilbekkanal,
darüber eine Bewertung abzugeben ist schon etwas merkwürdig.. aber er ist mein zu Haus... Vom Wohn- und Esszimmer schauen wir Tag für Tag auf den Eilbekkanal. und immer wieder kommen Läufer, Tretboote, Polizeiboote etc. vorbeigezogen...
Ja und auch ich ziehe häufig die Laufstrecke am Kanal dem "Alsterhighway" vor... und frage mich jede Brücke wieder, schaff ich noch eine Brücke weiter.... mit bewunderung sieht man die Fotschritte der umbauten der Hausboote und den Wechsel der Jahreszeiten...
Ein schöner platz!!
Mein Herz springt jedesmal wieder, wenn der Alsterdampfer vorbeizieht und man im Herbst die tollen Dampfwolken sieht..
Der Eilbek-Kanal ist das östliche Ende den er Fluß Wandse auf seinen letzten Metern vor der Mündung in die Hamburger Außenalster durchfließen muss und diese zwei bis drei Kilometer haben völlig heterogene Gesichter, sind aber als Ausgangspunkt für einen Spaziergang sehr gut geeignet.
Der Kanal beginnt, bzw. endet am Schwanenwik an der Alster. Hier stehen hochherrschaftliche Häuser aus der Gründerzeit, saniert, renoviert, unbezahlbare Mieten, Alsterblick. Hinter der Schwanenwikbrücke kommt sofort die Mundsburger Brücke ins Visier, auch hier hehre Steinmetzkunst, schicke Cafés, teuere Läden. Nach Überqueren der Brück ändert sich die Häuserlandschaft schlagartig, am Nordufer stehen Ziegelbauten der Nachkriegszeit, am Südufer aber die Kunstschule der Armgartstraße, der weg wird enger, die nächste Brücke ist modern – und hier erweitert sich die Wasserfläche und der hübsche Kuhmühlenteich tut sich auf. Leider gibt es hier keine historische Mühle mehr wie fast am gesamten Lauf der Wandse, die früher durch zahlreiche Mühlen geschmückt wurde – viele der Teiche sind aber erhalten geblieben.
Man unterquert den U-Bahn-Viadukt, eine der ältesten U-Bahn-Brücken Europas, man beachte die Jugenstilornamente! Der kleine Park am Ufer ist hübsch, aber leider oft Aufenthaltsort von Alkoholikern, denn trotz Alsternähe ist die Gegend sozial weiter sehr heterogen: Am Nordufer stehen zahlreiche Mietskasernen aus den 1950ern, am Südufer des Kanals aber steht ein kleines Viertel mit Gründerzeitvillen (Lessingstraße etc.), die als eine der wenigen Enklaven den Bombensturm überlebt haben, der das östliche Hamburg 1943 fast lückenlos ausradiert hat. Die sozialen Gegensätze sind hier enorm! Man wandert am besten weiter und erfreut sich an alten Weiden und en wunderbaren Reflexen auf dem Wasser.
Am Nordufer kommt jetzt eine Reihe von öffentlichen Bauwerken, die vom Baudirektor Fritz Schumacher zwischen 900 und 1930 errichtet wurden, zunächst der große Komplex der Hochschule für Bildende Künste am Lerchenfeld, dann die ehemalige Frauenklinik Finkenau (mein Geburtsort), die ebenso wie die Hochschule zahlreiche bildhauerische Elemente in der Ziegelsteinfassade aufweist.
Man merkt nun zunehmend, dass man sich von den vornehmen Gegenden um die Alster entfernt. War dort das Kanalufer noch gepflegt, so ist es hier immer mehr zugewuchert. Dennoch sind die riesigen alten Bäume schön, das Wasser blitzt immr wieder auf und von Zeit zu Zeit gibt es kleine Überraschungen wie Skulpturen vor Häusern oder die futuristischen Hausboote, die an der Uferstraße im Wasser liegen und zeigen, wie luxuriös Hausboote auch aussehen können, wenn man genug Geld hat und nicht auf einen verrottenden Äppelkahn angewiesen ist.
Südlich steht die Versöhnungskirche an einer Brücke, dann beginnt nördlich schon bald das Gelände des Krankenhauses von Eilbek, einstmals Allgemeines Krankenhaus, nur privatisiert und weiter verkauft, immerhin nicht in der Hand des verheerend agierenden Großmonopolisiten Asklepios – aber das alte Torhaus aus der Gründerzeit lässt man auch hier nach dem Outsourcing verfallen, alle Glasscheiben sind eingeschmissen. Als ich früher hier mal gearbeitet habe, war hier die Verwaltung und die Kantine des Krankenhauses und das kleine Torhaus inklusive des angenehmen Weges durchs Grün sehr beliebt. Aber nach der Privatisierung ist vermutlich das Mittagessen nicht mehr gern gesehen?
Egal, man schreitet munter voran am Kanals, der jetzt langsam zum Fluß wird. Der weg schwenkt sich nach Süden, unter Straße und S-Bahn hindurch – und man ist im nächsten Mühlenteich an der S-Bahn-Station Friedrichsberg.
Hier beginnt der eigentliche Wanderweg an der Wandse – aber man kann die geschilderte Strecke ohne weiteres als Anfangs- oder Endpunkt einer Wanderung auf dem Wandse- Wanderweg setzen – bei schnellem gehen wird man vermutlich keine 40 Minuten für die Strecke brauchen (ich selbst beginne diesen Spaziergang allerdings meist am Hauptbahnhof, gehen an der Außenalster bis zum Schwanenwik, denn wie erwähnt bis Friedrichsberg und nehme die S-Bahn zurück zum Ausgangspunkt, das dauert dann mindesten 1 Stunde, besser 1:20)
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burkey, 26 August 2009:
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