Dankeschön! Demnächst kommen wohl noch der brummige Fischhändler und die Konditorei Peukert dazu. Sparen werde ich mir wohl Ausführungen über das Geschäft, das mit Utensilien für selbst ernannte Ordnungshüter oder Hobby-Security-Leute handelt.
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Schlachterei Hans H. Wilkens
Eimsbüttel, Hamburg
- Adresse:
-
Fruchtallee 124, 20259 Hamburg
- Kontakt:
-
040 4904556
| Nutzer-Infos |
|
Quarree 8, im Erdgeschoss, Frischebereich, 22041 Hamburg
Geflügelspezialitäten aus Hamburg. Kundenzitat: "Der eiersalat war natürlich klar. Und die Hähnchenpastete guckte mich auch so einladend an. Und die geräucherte Gänsebrust: hauchzart frisch angeschnitten. Danke, das wär´s."
4 Beiträge zum Platz "Schlachterei Hans H. Wilkens" auf Deutsch
8 Beiträge
Die kleine Schlachterei gibt es immer noch und sie ist immer noch genauso skuril und urtümlich wie schon von Svenja67 beschrieben.
Auch die handgeschriebenen Plakatte und die Frikadellen gibt es noch,
auch wenn die jetzt einen anderen Namen haben.
Also: Ich freue mich immer, wenn ich noch mal so einen alten Laden finde.
Vielleicht entspricht nicht alles dem heutigen Standards, obwohl der Laden bei Hygenieverstössen längst geschlossen worden wäre. Dafür glaube ich dem netten Inhaber jedes Wort über "selbstgemacht" sofort und werde meine Fahrradroute nach Hause jetzt wohl öfter hier vorbeiführen für eine
warme Frikadelle auf die Hand. Lecker!
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Jeden Freitag Nachmittag muss ich ca. 45 Minuten auf der Fruchtallee, Höhe Emilienstraße, rumzukriegen. Das war zu Beginn recht langweilig, weil es dort auf den ersten Blick ein wenig trostlos wirkt. Schaut man aber genauer hin, kann man putzige kleine Geschäfte entdecken - wie die Fleischerei Wilkens. Aufmerksam wird man durch große Plakate, die Fleischer Wilkens augenscheinlich selbst mit Edding beschriftet. Hier kündigt er an, dass man bei ihm die echten “Oldenburger Pinkel” bekommt, dass “007-Frikadellen” wieder vorrätig sind, oder dass es “Jungbullen-Leber - so zart wie Kalbsleber” gibt. Außerdem ist nachzulesen, welche Eintöpfe gerade vorrätig sind. Wohlgemerkt: All diese Informationen hat man bereits, bevor man das winzige Geschäft überhaupt betritt. Dann tritt man ein und hält einen kleinen Plausch mit dem freundlichen Inhaber. So erfährt man, dass die Frikadellen den Zusatz “007” nur deshalb haben, “weil das Kind ja einen Namen braucht”, oder dass “meine Frau den Kartoffelsalat selbstverständlich selbst macht - natürlich unter meiner Anleitung”. Aber auch dass “die Gefäße, die man heutzutage im Großmarkt bekommt, nichts mehr taugen”. Er verpackt die Schachteln dann zusätzlich in einen Beutel (Das hat sich in der Tat schon einige Male als sehr vorausschauend erwiesen und ich würde mir wünschen, dass beispielsweise der Fischhändler das auch täte). Ich glaube auch, dass Fleischer Wilkens sehr viel Freude mit seinem Einschweißgerät hat: Wo man hinsieht, gibt es frisch in Folie verpackte Waren - das ist irgendwie lustig. Während ich dann so mit ihm plaudere, wandert der Blick durch den Laden - und auch da gibt es viel zu entdecken. So dass ich jedes Mal mehr einkaufe, als ich eigentlich vor habe. Aber: Alles, was ich dort bisher gekauft habe hat auch richtig gut geschmeckt.
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Svenja67, 21 Januar 2008:
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michaelsi, 22 Januar 2008:
Ich glaube, die 007 Frikadelle bist Du uns noch schuldig!
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Svenja67, 22 Januar 2008:
@buchstäblich: Ganz bizarr ist das Stofftier “Marke Kampfhund”, das eine der unheimlichen Puppen im Schaufenster mit sich führt … Vielleicht sollte ich das Geschäft doch mal näher beleuchten und Euch entsprechend teilhaben lassen.
@ michaelsi: Die sind tatsächlich schneller verschwunden als erwartet; kommt aber gern diesen Freitag auf ein paar fröhliche Frikadellen rüber.
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michaelsi, 22 Januar 2008:
machen wir!
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VerenaAnna, 14 April 2008:
”...dass Fleischer Wilkens sehr viel Freude mit seinem Einschweißgerät hat.” Wunderbar!!
In der heutigen Zeit ist man ja gewohnt, dass Schlachtereiprodukte alle gleich aussehen und schmecken, im Design glatt dem ermittelten Durchschnitt des fiktiven Käufergeschmacks angepasst, sauber eingeschweißt in kaufmotivierende Hygienefolien, nach Suopermarktnorm drapiert und vor allem mit einem Markennamen versehen, der suggerieren soll, dass das Prdokt aus einem kleinen idyllischen Bauernhof stammt, in dem auf Holztischen unter alten Linden der alte Bauer noch selbst im antiken Tiegel die Wurstmasse aus glücklich geschlachtetem Fleisch zusammenknetet…
Natürlich wissen wir es besser. Und kaufen das Zeug auch, gelegentlich verschaffen wir uns im Bio-Supermarkt eine passagäre Absolution. Und gelegentlich gerät man an eine dieser Schlachtereien, in denen alles noch ein wenig verschrobener und urtümlicher hergeht. Bei Wilkens wird der Kunde nicht diskret von der Straße gelockt – nein, wahrhaft marktschreierisch poltern auf grellbunte Pappe geschriebene Angebote auf den zurückhaltenden Hanseaten ein. Pferdefleisch! Schmorrippe! Wildschwein! Hände hoch! Im Inneren ist nicht viel Platz. Überall liegt Ware aus – und hinter dem Glastresen wartet (und das ist passend) ein Hamburger Original mit etwas verwitterten Charakterzügen, der in guter Hamburger Höflichkeit alle Begrüßungs- und Abschiedsfloskeln herunterspult, die wir aus alten Kindheitstagen kennen, könnte aber auch auf den Fischmarkt passen… Er bedauert sehr, das Wildschwein gerade nicht da zu haben, bestellt aber gern nach, legt dafür grobe Leberwurst ans Herz (erstere vom Schwein, letzteres ist meins), die sieht klasse bucklig und rau aus, nicht eingefärbt, mittelalterlich im Design, mit kleinen Fleischstücken zwischen der groben Masse - wird genommen, ebenso wie der hubbelige Krustenbraten. Oben auf dem Tresen warten kalte paniert gebratene Schnitzel auf spontan Hungrige, auch so ein Relikt aus den 1960ern (und früher…), das nur noch die Alten betreiben. So eine kleine Zeitreise macht fröhlich, auch wenn die hier angebotenen Dinge meistenteils natürlich recht ungesund sind, und natürlich nicht bio…(Ich ging dann von da direkt zum Bio-Supermarkt an der Ecke…)
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ottogang, 12 Dezember 2007: Und Du meinst, mit dem Besuch im Bio-Supermarkt ist alles wieder schön in der Reihe, oder was?
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mostro, 12 Dezember 2007: Ja, klar, da war so eine grüne Fee mit Bischofstiara, die mir ab einem Kauf von 30 Oiros ein "absolvo te in nomine demetris et zwergenwiesae" ins Ohr murmelte - wahlweise 250 Ave Alnatura oder einen probiotischen Rosenkranz pro Leberwurst-Einheit....
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zuja, 12 Dezember 2007: Buckelige Leberwurst ans Herz legen finde ich gut!
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