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Kompliment prosecco1955 (03.09.2008) 5

Wozu die alten Ägypter schon in der Lage waren: wahnsinn!
Wir waren morgens um 6 Uhr im Tal: brütende Hitze, die Luft stand, dann der Einstieg in die geöffneten Gräber, Luft, die stand und verbraucht war, aber die Wandmalereien unbeschreiblich…

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mdh

Kompliment mdh (02.05.2008) 5

Der Septembertag, an dem uns ein Bus früh morgens nach Theben West zum Tal der Könige bringen sollte, startete bereits mit einem bedauerlichen Vorfall.
Wir waren wie gewohnt in unserem Schiff vor dem Ausgang versammelt und lauschten den einführenden Worten unseres ägyptischen Reiseleiters.
Lautlos sank plötzlich eine junge Frau zu Boden. „Lassen sie mich mal sehen, ich bin Ärztin“, tönte es da plötzlich hinter mir und im Umdrehen erblickte ich eine Mitreisende, die stets stolz ihre Armani-Klamotten zur Schau stellend verkündete, wie sie regelmäßig die Einheimischen, die die WC-Anlagen an verschiedenen Orten betreuten übers Ohr hauen konnte und ohne den geforderten Obulus die sanitären Anlagen nutzte! Ich bin kein Freund von Gruppenreisen und solch ein Verhalten führte nur dazu, dass ich mich für meine Landsleute schämte und eine starke Verachtung hinterließ.
Ärztin, ach ja? Noch schlimmer!
Nun ja, sie kümmerte sich kurz um die Frau mit dem Kreislaufversagen und wir warteten eine Weile, bis es ihr besser ging.
Nun ging es zum Bus und da lauerte schon der nächste peinliche Zwischenfall!
Die junge Frau wollte gern in der Nähe des Reiseleiters bleiben und wählte die Sitzbank ganz vorn im Bus. Die auf der Beifahrerseite.
Hui, das konnte spannend werden.
Die ganze Reise über war diese Bank belegt von einem älteren Paar ca. 65 – 75 Jahre alt, das die Tour bereits das 2. oder gar 3. Mal gebucht hatte.
Und es kam wie es kommen musste…sie bestanden doch tatsächlich auf IHREN Stammplatz…UNGLAUBLICH!
Schade, die junge Frau gab nach und los ging es.
Wir waren vielleicht eine viertel Stunde unterwegs, als wir plötzlich warten mussten, weil die Polizeibegleitung uns abhanden gekommen war und kein Touristenbus ohne Begleitfahrzeug in Bewegung sein durfte.
Ein Weilchen warten und weiter ging es.
Nach wieder einer viertel bis halben Stunde entschied sich die junge Frau, dass sie besser nicht mit ins Tal der Könige fahren wollte. So warteten wir auf den Krankenwagen, der sie zurück zum Schiff bringen sollte.
Irgendwann ging dann die Fahrt aber tatsächlich weiter und irgendwann sahen wir sie dann: die natürliche Felsenpyramide, die vermutlich den Ort der Felsengräber bestimmt hatte.
Theben war im Mittleren und Neuen Reich die Hauptstadt und das religiöse Zentrum Ägyptens. Am westlichen Nilufer, der Stadt gegenüber lag die Totenstadt: Theben-West.
Hier wurden über drei Jahrtausende die Pharaonen des Neuen Reiches bestattet. Zu dieser Zeit wurden erstmals die Gräber und die Totentempel getrennt. Die Toten wurden in Felsengräber, die bis zu 300m lang in den Berg gehauen wurden, bestattet.
Die Gräber bestehen aus dem Eingang in den Fels, hieran schließen sich drei Korridore an, die in die Tiefe führen. Von den Korridoren gehen Nebenkammern und Nischen ab. Durch einen Vorsaal geht es weiter in den Hauptsaal, der endlich den schweren Granitsarg beherbergt. Die Räume und Gänge sind kunstvoll und farbig gestaltet durch Zeichnungen und Texte, die dem Pharao die Reise in der Barke mit dem Sonnengott erläutern, die ihn in die Unterwelt führte.

Leider haben Grabräuber unsägliche Schätze gestohlen und viel verwüstet. Dennoch sind die Felsgräber beeindruckend, in denen die Könige der 18., 19. und 20. Dynastie beigesetzt wurden.
Aus konservatorischen Gründen können von den insgesamt 62 Gräbern immer nur wenige wechselweise besichtigt werden. Es gibt auch Gräber, wie das von Sethos I., das seit Jahren komplett geschlossen ist.
Pro Eintrittskarte hat man Zugang zu drei Gräbern.
Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit, verursacht durch die Besucher sowie der mechanische Abrieb, ebenfalls durch die Gäste hervorgerufen erfordert diese Maßnahme und ich bin nicht sicher, ob sie ausreicht.
Bei einer Lufttemperatur von ~ 55°C musste niemand im Tal der Könige frieren, und jeder kann sich vorstellen, wie hoch die relative Feuchte in den etwas kühleren Gräbern ist – sie liegt knapp unter 100Prozent!

Bei den von mir betreuten Museen sind wir stets bedacht, eine maximale relative Feuchte von 55 Prozent nicht zu übertreten. Na gut, hier geht es auch um Holz, Leinen, Ölfarben…

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ArnieQ

Kompliment ArnieQ (14.12.2007) 5

Seit 1922 hier das Grab des Tutenchamun gefunden wurde, ist das Tal der Könige weltbekannt.

Zwar sind die Gräber im Prinzip nur "Löcher im Boden", aber wenn man sich die Mühe macht, in diese Löcher hineinzugehen, ist der Eindruck nicht weniger stark als bei den großen Bauten der Ägypter.

Es empfielt sich, sehr sehr früh am Morgen (07.00 Uhr) herzukommen, da in das Tal der Könige Touristenscharen einfallen. Dann kann man die Reliefs und die unglaublichen, 3.500 Jahre alten farbigen Reliefs in den Gräbern angemessen bewundern.

Sämtliche Grabbeigaben und viele Mumien sind von Grabräubern mittlerweile gestohlen oder zerstört worden (oder befinden sich im ägyptischen Museum in Kairo). Aber allein die Grabmalereien vermitteln eine Ahnung vom Leben und Sterben der alten Pharaonen. Dieser Platz ist ein absolutes Muss für jeden Ägyptenreisenden.

Fotografieren ist in den Gräbern verboten, damit das Blitzlicht die Reliefs nicht bleicht. Leider halten sich nicht alle Touristen daran.

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