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Ehrenburg von Karde
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Ehrenburg

Brodenbach

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3 Beiträge zum Platz "Ehrenburg" auf Deutsch

Benutzerfoto: saftmoppel
saftmoppel
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5 Sterne für Ehrenburg
Beitrag zu Ehrenburg vom 21 August 2012
Ein imposantes Bollwerk mit dem Charme der Jahrhunderte! Gerade erst bin ich von der Ehrenburg zurück und schwelge in den zahlreichen Bildern und Erinnerungen, die sich einem in 3 Tagen Aufenthalt in und um die Ehrenburg aufdrängen. Als Wanderreiterin die wichtigste Info zuerst: ihr könnt die Burg zu Pferd erkunden, denn die Burgdame, Gaby Voss, besitzt einen Wanderreitbetrieb und nicht selten ist DAS Highlight der Ritt durch den Spiralgang des Burgturms, um oben mit einem Horn voll Met empfangen zu werden. Jedes Detail der Burg wurde liebevoll erdacht und dezent in Szene gesetzt. Die Gastronomie ist bodenständig, verwendet heimische Waren und erinnert in ihrer schmackhaften Darreichung an das ferne Mittelalter... Das Spanferkel vom Grill ist unglaublich!!! Überall auf der Burg ist man bedacht, sich mittelalterlich zu geben und zu geben und zu klingen. Die Burg bietet neben alldem noch Übernachtungsmöglichkeiten. Einfach und urig gehaltene Burgkammern oder aber Ritterzelten unterhalb der Zugbrücke. Eine Übernachtung im fest installierten Zelt ist ein Erlebnis... Neben dem Waschturm mit Duschen, Waschbecken und modern-rustikalem Plumpsklo bieten die Zelte einen festen Holzboden. Einzig der Abstieg zu den Zelten kann genutzt werden, unliebsame Gäste auf der steilen Hühnerleiter zu entsorgen. Es war nicht mein letztes Mal auf der Ehrenburg!!!!

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Benutzerfoto: de-tek
de-tek
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23 Beiträge
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5 Sterne für Ehrenburg
Beitrag zu Ehrenburg vom 25 September 2009

Wieder mal eine herrliche Vorlage von Karde. Da braucht man wirklich nur noch ein paar Details einzustreuen.
Richtig ist, dass die Ehrenburg ein absoluter Insidertip ist. Denn versteckt im Ehrenburgtal ist Sie von weitem kaum zu sehen. Selbst am Parkplatz der Burg (ca 0,7 km entfernt) kann man sie kaum sehen. Beim Abstieg vom Parkplatz versucht man verzweifelt durch die Bäume einen ersten Blick zu erhaschen. Ganz kann man die Burg jedoch erst sehen wenn man vor der imposanten und durchaus langen Zugbrücke steht.
Das freundliche Personal präsentiert sich überall in mittelalterlicher Kluft. Besonderer Hinweis: Hunde dürfen auf dieser Burganlage auch mitgenommen werden.
An die Handwerksszenen erinnere ich mich wie folgt:
Um den Hof und die Restaurantplätze befinden sich ein Schmied, ein Tischler, ein Bäcker und hinten etwas versteckt ein Ton Töpfer. Beim Tischler, Bäcker und Ton Töpfer können sich Kinder an den Handwerken erproben und Kleinigkeiten zum mitnehmen herstellen. Das Essen wird stilgerecht in rustikalen Tontöpfen und Tellern serviert.
Neben dem Eingang zum Pfortenturm ist ein Gaukler der neben lustigen Sprüchen auch zeitgemäße Musik macht.
Linke Hand befindet sich der Rittersaal mit eingedeckter Tafel.
Zur Detailliebe gehören sogar Vasen mit frischen Rosen auf den Tischen. Entsprechende Requisiten (Rüstungsteile, Musikinstrumente etc.) befinden sich ringsherum an den Wänden.
Wir verlassen die freundliche Atmospähre des ersten Innenhofs und steigen den Pfortenturm hinauf. Von hier an erinnert mich das Design sehr an das PC-Spiel Quake. Ok die echten Fackeln mußten der LED Bodenbeleuchtung weichen. Immerhin finden sich an den Wänden noch die Fackelhalterungen.
Wie schon erwähnt ist der Aufgang keine Treppe sondern ein spiralförmiger Weg. (heutzutage auch für Kinderwagen geeignet)
Oben auf dem Pfortenturm erwartet uns ein großer 2. Innenhof. Rundherum laden Biertische zum verweilen ein. Hier finden scheinbar auch gelegentlich Events statt. Bei unserem Besuch war jedoch nichts los. Die auf dem Boden verstreuten Rosenblätter zeugen wohl von einer vergangenen Veranstaltung.
Rundherum hat man wunderbaren Einblick in die anderen Innenhöfe der Burg. Man entdeckt einen Schießstand, Vorratshof und Lastenaufzug. Nochmals ein schöner Blick auf die Zugbrücke, diesmal von innen. Rundherum die Wälder des Ehrenburgtals.
Blickfang bleibt jedoch der doppeltürmige Bergfried, der von hier aus noch imposanter aussieht. Vorm Eingang befindet sich linke Hand eine Wasserzisterne die heutzutage als Wünschelbrunnen benutzt wird. Hier geht es nun traditionell eine Holzwendeltreppe hinauf. Unterwegs findet sich hinter Gittern eine Schatzkammer. Oben auf dem Bergfried wird man zwischen wehenden Fahnen mit einem Rundumblick durchs Ehrenburgtal belohnt.
Nach dem Abstieg werfen wir noch einen Blick in den wohl ehemaligen Thronsaal in Gewölbeform.
Zurück zum Parkplatz erwartet uns ein Anstieg von 55 Höhenmetern. (Streckendetails und schönes Google Satellitenbild finden sich hier: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=yuwqkowbhxxuqlfe )

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Benutzerfoto: Karde
Karde
Köln
272 Beiträge
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5 Sterne für Ehrenburg
Beitrag zu Ehrenburg vom 23 September 2009

Vor vielen Jahren habe ich während einer langen Wanderung die Ehrenburg gestreift. Damals war sie touristisch noch nicht so erschlossen wie heute, aber eines war mir in Erinnerung geblieben. Der zweigeschossige Pfortenturm mit der imposanten Rampe. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Nun wollte ich die Ehrenburg genau ergründen – nicht vorbeifliegen!

Sie liegt etliche Kilometer im Hinterland. „Anfahrt austüfteln“ war angesagt. Burg durchstöbern und beide Strecken laufen, war mir zu anstrengend. Ich ließ mich vom Bahnhof Löf auf der anderen Moselseite per Taxe auf die Hunsrückhöhe fahren . . . man gönnt sich ja sonst nix!

Auch diese Burganlage steht strategisch ideal auf einer künstlich geschaffenen "Felseninsel".Die Moselhöhe wurde durch einen künstlich geschaffenen Graben (Halsgraben) vom Felssporn getrennt.

Ich laufe über die Holzbrücke und stehe vor einem riesigen, verschlossenen Holztor. „Bitte klingeln“ steht an der Seite. Eine adrett kostümierte Frau öffnet und bittet als erstes um Brückenzoll – aber gerne.

An den Hofseiten sind kleine Szenen mit Handwerkszeug und Rüstungsteilen aus der alten Ritterzeit aufgebaut. Lange Tische und Bänke laden zum Verweilen ein. Ich habe Glück, außer mir stöbert nur ein Ehepaar durch die Burg. Immer wieder wechseln wir begeisterte Worte – es gefällt uns.

Ich kann es kaum erwarten, den breiten, wuchtigen Pfortenturm zu betreten. Keine Treppe führt hinauf. Über eine sanfte Ansteigung konnte jeder Reiter, jedes Gefährt in den oberen Hof gelangen.

Es sind Schießscharten für Gewehre und Kanonen vorhanden. Schräg nach oben laufende Rauchabzüge im großen Kamin sorgten dafür, dass beißender Pulverdampf schnell abziehen konnte.

In jeder Etage führen Ausgänge und Treppen in andere Nebenhöfe oder katakombenähnliche Gänge. Ich liiiebe das!! Kleine fensterlose Räume sind als Trinkstuben hergerichtet. Ein Rittersaal wird wohl als Heiratszimmer genutzt. Die Räume sind durch alte, stabile Holztüren von einander getrennt. Wunderbar! Ein riesiger Raum, in den Fels geschlagen, diente als Weinkeller . . . kicher, die wussten Prioritäten zu setzen.

Die Größe des Pfortenturms erkannte ich erst, als ich oben stand. Der Platz war riesengroß. Inmitten des runden Platzes ist eine Ummauerung. Ich dachte an einen Brunnen, nein der ist an anderer Stelle. Es ist der große Kamin, der durch den ganzen Pfortenturm läuft. Noch heute ist er schwarz von Ruß und riecht auch so.

Ich schaue skeptisch nach oben. Der 18m hohe doppeltürmige Bergfried ragt unendlich weit in den Himmel. Egal, ich möchte da oben stehen. Der Eingang ist nicht ebenerdig . . . vielleicht konnte früher auch diese Treppe eingezogen werden?

Eine Wendeltreppe führt nach oben. Aus jedem Fenster schaue ich hinaus, die Sicht ist jedes Mal beeindruckend. Die Treppe wird mal wieder atemberaubend steil. Ich höre unter mir, dass Ehepaar aufgeben, sie gehen zurück – schade.

Fast oben, gibt es einen Verbindungsgang zum zweiten Turm. Die Wächterkammer mit dem Angstloch ist noch zu bestaunen. Kurz erwähnt: an einem Seil wurden Verurteilte durch ein (Angst)Loch im Boden in den Kerker herabgelassen.

Noch einige Stiegen und ich stand an der höchsten begehbaren Stelle. Von hier oben hielten die Türmer Ausschau nach Feinden. Ich hatte einen wunderbaren Blick über die bewaldeten Höhen und Täler und in die einzelnen Höfe der Burg. Wie Spielzeug sah da unten alles aus.

Mit dem Abstieg ließ ich mir viel Zeit. Bin nochmals durch Gänge und Höfe gelaufen – na, eigentlich rauf und runter gestiegen.

Dann hatte ich mir eine ausgiebige Pause im Rittersaal verdient. In der lauschigen Kemenate saß bereits das nette Ehepaar. Kurz entschlossen fragte ich sie, ob es genehm wäre. Wir haben uns prima unterhalten. Jeder nahm ein Stück von der „zahmen Sau“ mit deftigem Brot und ein Glas Wein.

Nun wurde es Zeit an den Rückweg zu denken. Die Stöcke in volle Länge ausgefahren und ab. Zuerst etwas steil, wurde der Weg bald angenehm. Für kurze Zeit floss ein Rinnsal neben meinem Weg. Ich erinnerte mich an die vielen schönen Waalwege um Meran.

Das letzte Stück des ausgeschilderten Wanderwegs führt leider auf der Landstraße nach Brodenbach, das hat mir als einziges nicht gefallen. Der Ort Brodenbach hat etliche schöne Restaurants und Cafés, einen kleinen Yachthafen und eine Dampferanlegestelle.

Ich hatte Glück, der Bus nach Koblenz kam in wenigen Minuten, von dort nahm ich den IC nach Köln und war somit auch nicht länger unterwegs als sonst
(nur teurer . . grins).

Kommentieren 8 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    upaheinz, 23 September 2009:

    Unsere Karde hat wieder zugeschlagen,und diesmal wenigstens was ordentliches gegessen, bevor es wieder bergab ging !Klasse Bilder,mit klasse Reisebericht.
    Werden mal einen Verlag auf Dich aufmerksam machen müssen !!!!!

  • doritvirtuell, 24 September 2009:

    Ich auch!!! Wunderbare Berichte und besonders schöne Fotos mit den dazupassenden Kommentaren!

  • Ronja114, 24 September 2009:

    Bin ebenfalles hellauf begeistert ! :)

  • Karde, 24 September 2009:

    Ich wußte bis vor kurzem nicht, dass Burgruinen sooo spannend sein können. Schön, dass Ihr mich begleitet habt - danke!

  • roma49, 24 September 2009:

    was bleibt mir da noch zu sagen, alles was die vorschreiben gesagt haben, spricht mir aus der seele. danke.....dass du uns mitgenommen hast!!!

  • Rudi K., 25 September 2009:

    Zitat:
    "...großen Kamin sorgten dafür, dass beißender Pulverdampf schnell abziehen konnte."

    Was Dir so alles auffällt ! Na uns kann's nur recht sein ! Toller Beitrag ! Ein echter "Karde" !

  • Karde, 25 September 2009:

    Rudi, es sind meine Worte, aber natürlich stand eine erklärende Tafel in der Nähe.

    Obwohl mir auffällt, durch die vielen Burgenbesuche (vorher und während des Besuches lese ich viel darüber) erkenne ich jetzt schon von allein gewisse Zusammenhänge.

  • de-tek, 25 September 2009:

    Wieder mal ein klasse Beitrag. Ich hatte nichts anderes erwartet.

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