18.12.2007
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Die "Flusi" ist die einzige schwimmende Kirche in Deutschland.
Der Saal im Bauch des Schiffes hat eine ganz eigene Atmosphäre und ich durfte im letzten jahr dort den Film Moby Dick präsentieren. Der Film osziliert zwischen Glaube und Aberglaube und so steigt gleich zu Beginn Orson Welles auf die Kanzel und die seefahrenden Quäker schrecken vor dem tätowierten Harpunier zurück.
Die Flussschifferkirche wurde nach dem II.Weltkrieg erbaut und 1952 vom Hauptpastor von St.Katharinen und späterem Bischof Volkmar Herntrich eingeweiht.
Die Berührung mit dem Wasser verleiht der Flusschifferkirche in mehrfacher Hinsicht geistliche bzw. spirituelle Qualitäten (Sintflut, Sturmstillung, Taufe etc.). Und mit ihrem Bezug zur Elbe und zur internationalen Arbeitswelt der Binnenschiffer und des Hafens legt die Flussschifferkirche großen Wert auf die Zusammenarbeit mit ökumenischen bzw. internationalen Partnern in der Stadt und darüber hinaus.
Die Flusschifferkirche bietet an der Schnittstelle von Wasser, Ufer und Himmel die Möglichkeit zur Verständigung, zum Feiern und zum Engagement über die Grenzen von Kultur, Sprache, Alter, Geschlecht und auch Weltanschauungen hinweg.
Auf der Flussschifferkirche fanden bereits Lesungen, Kino und Musikabende statt.
So liegt im alten Zollkanal in der Speicherstadt ein zu achtender Ort der noch viel vor hat und für dessen Nutzung & Erhalt sich das Team des Fördervereines und Freunde dieses feinen Raumes engagieren.
Stichworte
kleinod, binnenschiffer, schwimmende kirche
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