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Qype Advanced Insider 7601
Benutzerfoto: AquaMellon

AquaMellon

Kompliment AquaMellon (19.12.2007) 5

Wem dieser Beitrag bekannt vorkommt lese bitte den ersten Kommentar. Dazu auch die Gruppe "Qype Kontrovers": http://www.qype.com/forums/279/topics/1826-Loeschen-ohne-... />______________________________________________________
"„Uns reicht’s! Wir wehren uns gegen Stellenabbau und unzumutbare
Arbeitsbedingungen in der Pflege.“

Mit der bundesweiten Unterschriftenkampagne richten sich DBfK und Verdi, aber
auch der Deutsche Pflegerat an rund 1,2 Millionen Pflegefachkräfte, sowie
Patienten und Angehörige. Unterschriften können online und in Listen geleistet
werden. Damit soll die Bundesregierung auf die katastrophalen
Arbeitsbedingungen
in der deutschen Pflege aufmerksam gemacht werden.
Dem Pflegewesen droht nach einem schleichenden, jahrelangen Arbeitsplatzabbau,
Lohndumping sowie hohem Kostendruck angesichts des kontinuierlich steigenden
Pflegebedarfs der Zusammenbruch.
Die Arbeitsbedingungen und -belastungen der Pflegepersonen sind in den drei
Kernbereichen - Krankenhäuser, Altenpflege, ambulante Pflege - heute
unzumutbar. Allein in den Krankenhäusern wurden seit 1995 48225 Arbeitsplätze
im Pflegedienst abgebaut, gleichzeitig stiegen die Fallzahlen und der
Unterstützungsbedarf bei immer mehr multimorbiden und älteren Patienten.
Patienten und Pflegepersonen haben ein Recht auf eine Personalausstattung in
allen Versorgungsbereichen, die eine qualitativ hochwertige und dem Bedarf
angemessene pflegerische Versorgung gewährleistet.

Konkret müssen zur kurz- und mittelfristigen Sicherstellung der Pflegequalität
folgende Forderungen umgesetzt werden:

- eine ausreichende Personalbemessung auf der Grundlage des tatsächlichen
pflegerischen Betreuungsbedarfs in allen Bereichen und die entsprechende
ausreichende Besetzung;

- im Krankenhausbereich fordert der DPR vom Bundesministerium für Gesundheit
ein Modellprojekt zur adäquaten Abbildung des pflegerelevanten Aufwands im
DRG-System;

- umgehende pflegewissenschaftliche Untersuchungen des Zusammenhangs von
Personalausstattung in der Pflege und der Ergebnisqualität bei Patienten und
Bewohnern in Deutschland;

- die Einbeziehung pflegerischen Sachverstands in der obersten Ebene der
Geschäftsleitung der Krankenhäuser und Pflegeheime;

- die Weiterentwicklung des „Heilberufs Pflege“ mit mehr Verantwortung im
System und

- die Erstausbildung der Pflegenden an Hochschulen.

Pflegefachkräfte leisten einen gesellschaftlich unverzichtbaren Beitrag für
die Gesundheit, die Lebensqualität und damit den Erfolg unserer Gesellschaft.
Die Gesellschaft braucht die Pflegenden. Heute brauchen die Pflegenden die
Solidarität der Gesellschaft.

Wer die Aktion unterstützen will kann als Einzelperson direkt auf der Website
online unterzeichnen oder Listen zum herumgeben ausdrucken. Es dürfen auch
Nicht-Pflegepersonen unterschreiben. Letztlich ist jeder, entweder als Patient
oder Angehöriger irgendwie von der Situation betroffen.

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