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Tercio "Alejandro Farnesio" 4º de La Legión (Ronda) von Franzimausi
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Tercio "Alejandro Farnesio" 4º de La Legión (Ronda)

Ronda

5 2 Beiträge

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29400 Ronda

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www.lalegion.com/

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1 Beitrag zum Platz "Tercio "Alejandro Farnesio" 4º de La Legión (Ronda)" auf Deutsch

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Franzimausi
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5 Sterne für Tercio "Alejandro Farnesio" 4º de La Legión (Ronda)
Beitrag zu Tercio "Alejandro Farnesio" 4º de La Legión (Ronda) vom 15 September 2009

Hier in Ronda in dieser beeindruckenden Stadt, befindet sich auch ein Tercio(Kaserne) der Spanischen Fremdenlegion. Eine kurze Erklärung zur Legion:

Die Spanische Legion (span. Legión Española), die spanische Fremdenlegion, ist mittlerweile eine reguläre militärische Eliteeinheit der Spanischen Streitkräfte. Sie ist besonders entlang der marokkanischen Küste (Ceuta und Mellila) stationiert.

Standorte:

1. Tercio "Gran Capitán" 1º de La Legión (Melilla)

2. Tercio "Duque de Alba" 2º de La Legión (Ceuta)

3. Tercio "Don Juan de Austria" 3º de La Legión (Almería)

4. Tercio "Alejandro Farnesio" 4º de La Legión (Ronda)

Geschichte:

Gegründet wurde die spanische Fremdenlegion durch ein am 28. Januar 1920 erlassenes königliches Dekret, da die anhaltenden Revolten in den spanischen Protektoraten in Marokko die Aufstellung einer Eliteeinheit zur besonderen Verwendung notwendig machten. Aufgebaut wurde sie im Wesentlichen von José Millán Astray und Francisco Franco Bahamonde. Der Anteil ausländischer Freiwilliger lag bei 25 %. Nach dem Krieg gegen die Rif-Berber unter Abd el-Krim (1919-1926) kehrte die Legion nach Nordafrika zurück.

Nach Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges 1936 schickte General Francisco Franco seine spanische Legion an die Bürgerkriegsfront, um an der Seite der deutschen Legion Condor zu kämpfen und ermöglichte so die Errichtung einer jahrzehntelangen Diktatur (1939-1975). Mussolini schickte 1939 italienische Freiwillige, von denen viele in den Reihen der spanischen Legion u.a. in der Schlacht von Madrid kämpften.

Während der 1950er und 1960er Jahre kämpfte die spanische Legion vorwiegend in Nordafrika. 1961 wurde das Fallschirmjäger-Bataillon der spanischen Fremdenlegion aufgestellt. 1969 kämpften die Legionäre in Marokko und angrenzenden Gebieten.

Nachdem General Francisco Franco am 20. November 1975 gestorben war, wurden die spanischen Legionäre aus den Wüsten Nordafrikas und der Sahara zurück nach Spanien verlegt.

1987 wurde von der spanischen Regierung beschlossen, keine Ausländer mehr in die Reihen der spanischen Legion aufzunehmen. Spanische Legionäre, die nicht gebürtige Spanier sind, dürfen jedoch ihren Dienst weiter in der Legion versehen.

Nach 2000 wurde diese Regel soweit gelockert, dass auch Ausländer, die Spanisch als Muttersprache haben, in alle Einheiten der spanischen Armee aufgenommen werden können, auch in die ehemalige Fremdenlegion. Diese kommen vor allem aus den ehemaligen Kolonien in Lateinamerika und Äquatorialguinea, aber z.B. auch aus Deutschland.

Heute übernimmt die spanische Legion im Namen Spaniens UNO-Friedensmissionen, u. a. in Bosnien, Kroatien, Angola, Nicaragua, Haiti, El Salvador, Guatemala, Kuwait, Irak und Afghanistan teil.

Viel junge Menschen aus allen Herren Länder sind Teil dieser Einheit, Religionen, Kulturen spielen hier keine Rolle mehr,
was zählt ist die Kameradschaft.

Die Legionäre sind in der spanischen Gesellschaft, anders als Bundeswehrsoldaten hochangesehen.

Die Ansprache für einen männlichen Legionär ist "Caballero Legionario",
für eine weiblichen Legionaria, ja ihr habt richtig gelesen, auch Mädels nimmt man jetzt, was zu meiner Zeit nicht ansatzweise denkbar gewesen wäre, "Dama Legionaria"

Die offizielle Hymne der Legion ist "El novio de la muerte" (dt. Der Bräutigam des Todes).

Legionäre erhalten die Fremdbezeichnung novios de la muerte (dt.: Bräutigam/Freund des Todes).

Warum ich das hier poste, weil man das Tercio(Kaserne) an bestimmten Tage besichtigen kann, nein ihr werdet nicht angeworben, diese zeiten sind lange lange vorbei.

Folgende Einheiten sind hier stationiert:

- X Bandera de La Legión "Millán Astray" - (Unidad administrativa y está formado por Mando, Plana Mayor de Mando y una Bandera de Infantería ligera).

- Grupo de Reconocimiento de La Legión

Also wer Interesse hat, dem rate ich mal diesen Ort zu besuchen, ferner gibt es hier auch ein Legionsmuseum,dass zugänglich ist.

PS. DIES IST NUR EIN BERICHT ÜBER EINE KASERNE(TERCIO) FÜR INTERESSIERTE UND NICHTS ANDERES.

Kommentieren 14 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • 6Kraska6, 15 September 2009:

    Also ich fand ja meine tragische Jugendliebes- und geplatzte Verlobungsgeschichte in Venedig schon immer romantisch, aber als junger, einsamer Deutscher in der Femdenlegion in Ronda? Wow, das flößt mir noch mehr Respekt ein! Was für ein Stoff zur Selbstmystifilkation! Franzi, Du MUSST ein Frauenschwarm sein”

  • Franzimausi, 15 September 2009:

    Hahaha,
    die Zeit möchte ich wirklich nicht missen,
    ist aber vieles auf der Strecke geblieben,
    ich zum Beispiel!

  • DireVonHofe, 16 September 2009:

    Wunderbar interessant geschrieben.

  • Franzimausi, 16 September 2009:

    Idealistisch war ich auch mal, habe an das Gute im Menschen geglaubt.
    das war jedoch damals, setdem hat sich sehr vieles geändert.

    Linke Gefangene aus Rechten Gefängnissen befreit,
    Recht Gefangene aus Linken Gefängnissen befreit,
    da hört der (mein) Idealismus auf.

    Was das Thema Widerstand betrifft, dazu kann ich nur eines sagen,
    wer das Elend kommen sieht,und nichts unternimmt,
    ist genauso schuldig, wie die Täter.

    Leider hat es in unserer Geschichte zuwenig Menschen,
    wie diesen hier gegeben, einen kleinen einfachen Schreiner:

    Johann Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg; † 9. April 1945 im KZ Dachau) war ein deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er verübte am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller ein Bombenattentat auf Adolf Hitler und weitere Mitglieder der NS-Führung, für das er kurz vor Kriegsende auf Hitlers Befehl hin ermordet wurde.

    Das war 1939 vor dem ganzen Elend.

  • Franzimausi, 16 September 2009:

    Einfach nur ein Mensch,
    leider mit zuviel Lebenserfahrung(wnnman die überhaupt haben kann),
    da ich beide Seiten der Münze gesehen und gelebt habe,
    ich halte mich für einen pragmatischen, idealistischen,
    zynischen, desillusionierten, Realisten.

  • 6Kraska6, 16 September 2009:

    “Der Mensch wär gerne gut, anstatt so roh,
    Doch die Verhältnisse, die sind nicht so.”

    B. Brecht

  • Franzimausi, 16 September 2009:

    “Man bereut nie, was man getan,
    sondern immer, was man nicht gatan hat.”

    Marc Aurel, (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph

    Wie verdammt Recht dieser ätere Herr Names Marc Aurel doch hat.

  • Franzimausi, 3 Oktober 2009:

    Hallo Zipflklatscha,
    da es sich hierbei um historische Ereignisse handelt, habe ich natürlich auch Teile aus Wiki übernommen. Ich selber war in den Jahren von 1981-1984 Mitglied der Spanischen Legion, so war es mir Jahrgang 1960 natürlich nicht möglich von der Gründung bis heute aktuell, alles aus eigener Erfahrung zu berichten:-) Während meiner Zeit war ich in Ronda (Grundausbildung), Puerto Rosario (Fuertevenrura), Ceuta und Melilla (Spanisch Marokko) stationiert. Meine Einheiten waren Grupo Ligero und B.O.E.L., die es heute in dieser Form nicht mehr gibt.

  • Franzimausi, 4 Oktober 2009:

    Chapeau,
    das was du schreibst stimmt, wir als Ausländische Legionäre haben genau das selbe erlebt so wie du es beschrieben hast. Wenn unsere Familienmitglieder uns besucht haben, haben sie in Corralejo gewohnt. Viele Spanische Legionäre wurden damals zur Legion eingezogen, um Haftstrafen zu umgehen. Zur damaligen Zeit haben ausländische Legionäre 8 mal soviel verdient wie Spanier, wir Ausländer waren immer Spezialisten jeder war früher bei anderen militärischen Spezialeinheiten wie zBsp. SAS, SBS, Ranger, Delta Force, Golanis, Fallschirmjäger etc. Die Kriminalität ist mitte 70 mit der Legion gekommen, als die Spanissche Sahara aufgegeben wurde, dann wurde Puerto Rosario als ein sogenanntes Straflager der Legion aufgemacht. Auf unserem Schießplatz sind sage und schreibe Touristen mit Jeeps aufgetaucht, während wir mit Bazookas etc. trainiert haben. Ausländer durften sich Wohnungen nehmen oder haben in Hotels gewohnt, also wurden sie, wenn sie wollten nicht Kaserniert. Bei Übungen, Einsätzen wurde der Sold dann wieder erhöht, sodass ich (damals war ich noch kein Offizier)zBsp. einen 40 Fach höheren Sold(Gehalt) hatte wie mein eigener Hauptmann(später bin ich selber Offizier geworden):-) In den 70 bis ende 80, wurden nur Ausländer in Einsätze geschickt, nicht ein einziger Spanier. Die Drecksarbeit haben wir gemacht, während Spanier die Welle gemacht haben, am Strand in den Hotels auf Fuerte. Wenn wir Ausländer dann gekommen sind, alle in Zivil um am Strand zu baden, um Essen zu gehen, oder aber nur ein Bier zu trinken, mussten wir immer erst die eigenen Kameraden weghauen, um ruhe zu haben. Traurig aber wahr, das ist und war die Realität. Da du zur selben Zeit auf Fuerte warst wie ich:-) du allerdings als Urlauber, ich als Legionär immer auf den Sprung nach Afrika(Kongo, Guinea Bissau, Angola, etc.), dürftest du auch Playa Blanca kennen. Zwischen Hafen und Flugplatz gelegen, ein Ort der Entspannung, direkt am Strand 200m links und rechts weiß getünchte Häuser, dazwichen eine 15m breite Straße. Nur Puffs und Kneipen, brutal wenn wir Ausländer dieses Viertel unseren Familien gezeigt haben, die Spanischen Kameraden habe sich da wohl gefühlt, wir Auslännder haben uns geekelt. Wir Ausländer haben in den Hotels getrunken und gegessen, und sind als Touristen durchgegangen, alle mehrsprachig aufgewachsen, gebildet, und fast alle mit einem hervorragendem familiärem Hintergrund. Das ist die andere Seite der Legion. Weggeworfene Jahre!!!!

  • leider bin ich ab jetzt weg. Macht's gut und lebt wohl., 9 Dezember 2009:

    Hoch interessant, da man fast immer mit der Fremdenlegion die weißbekappte Légion étrangère in ihrem wiegenden 88er zur Blutwurst impliziert.

    Danke, der Beitrag ist sehr lehrreich....auch die Kommentare

  • Franzimausi, 9 Dezember 2009:

    @norbert, Fremdenlegion verbindet man zuerst immer mit Frankreich, jedoch gibt es heute noch drei Legionen auf der Welt. 1. Legion Etrangere (Frankreich) 5 Jahrevertrag 2. Legion Extanjera (Spanien) 3 Jahrevertrag 3. Pan-Afrikanische Legion (Libyen) 1 Jahrevertrag. Die bekannteste allerdings, da gebe ich dir Recht ist die französische. Allerdings nehmen fast alle Armeen der Welt sogenannte Ausländer auf, siehe USA, schließlich braucht jede Armee der Welt, welche sich im Einsatz befindet, sogenanntes Kanonenfutter. Es ist immer besser wenn "Ausländer" als "Einheimische" für einen Konflikt sterben, Traurig aber leider Wahr!!!!

  • leider bin ich ab jetzt weg. Macht's gut und lebt wohl., 9 Dezember 2009:

    Aha, wieder etwas dazu gelernt, denn die Pan-Afrikanische Legion war mir gänzlich unbekannt. Und du hast so Recht, wenn die "Legionäre" nicht ausreichen, kommen die Söldner ran, so wie u.a. die ehemaligen Blackwater-forces im Irak. Hauptsache Ausländer oder "Zivilkräfte"

  • Franzimausi, 9 Dezember 2009:

    Lieber Norbert, kurz eine Erklärung zu Blackwater "von einem ehemaligem Blackwater-Mitarbeiter :-) ", die Firma Blackwater, wurde nach Ermittlungen des US-Senats gegen Blackwater umbenannt, da die US-Regierung keine Verträge mehr gezeichnet hat. Also wurde um das Verbot zu umgehen die XeSevices PLC gegründet, im selben Hauptquartier wie damals bei Blackwater, mit den selben Leuten :-) Seit dem Vietnam Krieg kamen immer bei offiziellen Kriegen Söldner zum Einsatz, also Eliite-Soldaten mit Speziellen Aufgaben, im Irak bzw. Afghanistan werden die US-Allied-Forces der Nato durch solche Firmen aktiv unterstützt, ferner nutzen viele Firmen den Service um Bürogebäude bzw. Personen schützen zu lassen, alle Söldner dieser registrierten Firmen, da gibt es einige unterliegen mittlerweile der Genfer Konvention.

  • leider bin ich ab jetzt weg. Macht's gut und lebt wohl., 9 Dezember 2009:

    grins, ich weiß, altes Geschenk, neue Verpackung. Dass die der Genfer Konvention jetzt unterliegen war mir aber neu. Ich merke schon, hier qypt ein absoluter Insider (Qype-Experte).

    Das ist für mich sehr lehrreich.

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