Kompliment
beatnix (22.12.2007)
Zwei Jahrzehnte im Rhein-Main-Gebiet machten aus mir fitnessaffinen Unsportlichen eine langjährige Kundin der Firma Fitness Company. Zumindest in Frankfurt dominiert die Kette, die seit 1998 zur britischen Fitness First Ltd gehört, noch heute den Markt. Zuletzt nutzte ich die Berliner und Hamburger Clubs und war zufrieden, so lange ich mich nicht persönlich an die Zentrale wenden musste. Das war wegen eines anscheinend nicht zu behebenden EDV-Fehlers, wegen dem meine Mitgliedskarte nicht gelesen werden konnte, im Abstand von zwei Monaten über Jahre nötig. Der Kundenservice behauptete jedesmal, dass das Problem behoben sei. Bis es acht Wochen später wieder auftauchte.
Ende letzten Jahres entschloss ich mich hauptsächlich aus finanziellen Gründen zur Kündigung. Diese schickte ich als Vorsichtsmaßnahme als Einschreiben Rückschein.
Eine Bestätigung erhielt ich trotz meiner Bitte nie. Nach Ablauf meiner Vertragslaufzeit wurde mir die Mitgliedsgebühr erneut abgebucht. Ich ließ sie nach Absprache mit meiner Rechtsschutz-Hotline zurückbuchen. Dann passierte erstmal nichts.
Nach ein paar Monaten erhielt ich dann eine Überraschung: Post von einem Hamburger Inkasso-Büro (die aussah wie ein Werbebrief, ohne Absender, damit man ihn möglichst übersah und ihm gleich ein weiterer mit noch höheren Forderungen nachgeschickt werden konnte). Angeblich schuldete ich der Fitness-Company rund € 400 Mitgliedsgebühren, dazu kamen etwa € 50 Inkasso-Gebühren, zu überweisen binnen 10 Tagen.
Ich schrieb den Geldeintreibern einen geharnischten Brief inklusive Kündigungs- und Einschreibebelegs-Kopien. Ich hörte nichts mehr von dem Inkasso-Büro. Die Fitness Company sieht mich nicht wieder.
PS: Wie mir mein Rechtsschutz mitteilte, ist das Einwurf-Einschreiben übrigens die beste Wahl bei Kündigungen. Die Zustell-Bestätigung durch den Postdienst-Mitarbeiter reicht voll und ganz.
Stichworte
fitness, inkasso, servicemängel
Kommentare (6)
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