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Top Empfehlung:

Hensel

Antonistraße 4, St. Pauli, 20359 Hamburg

Szeniges Kiez-Café / Bar in St. Pauli beim Park Fiction. Kundenzitate: "Das Café Hensel ist einer meiner Lieblingsorte", "Riesige Getränkeauswahl", "Ganz besonders lecker: der hausgemachte sizilianische Kartoffelsalatcaf"

Qype Advanced Insider 1920
Benutzerfoto: Idefix

Idefix

Kompliment Idefix (18.04.2008) 5

Das Herrenhaus bietet einen wunderbares Café genau an der richtigen Stelle, nämlich, wenn man beim Spaziergang an der Alster (dem Flußlauf) zwischen Ohlsdorf und Wellingsbüttel langsam müde wird oder hungrig. Das alte Gebäude hat schöne alte Säle und originalgetreue Einrichtung, bietet aber auch ein paar sehr moderne Überraschungen. Hinter dem Plüsch des Hauptsaales geht es in eine ultramoderne Bar, die Wände dort sind in einem schönen Nachtblau gestrichen, an der sich viele der soganannten Lounges mal eine Scheibe in punkto Design abschneiden können. Die älteren Leute aus der Seniorenresidenz sitzen natürlich in den alten Möbekln und geniessen ihren hausgebackenen Kuchen oder sogar eine Torte. Eine kleine Asiatin wuselt herum und ist immer freundlich mit allen. Also: Das Herrenhaus gehört definitiv zu den schönsten Cafés Hamburgs!!

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Qype Advanced Insider 47K
Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (25.12.2007) 5

Vor über 300 Jahren war der Hamburger Stadtteil Wellingsbüttel ein Dorf, bzw. ein Landgut, dem es offensichtlich sehr gut ging. So gut, dass die damals hier herrschende Familie sich den Neubau eines grandiosen Herrenhaus leisten konnte, ein langgezogenes Gebäude aus Backsteinen am Hangabbruch zum Alsterlauf. Im Lauf der Zeit wurde der ursprüngliche Bau allerdings stark verändert, so dass das heutige Haus nur noch wenige Relikte aus dem mittleren 17.Jahrhundert zeigt. Der Architekt Martin Haller nahm Ende des 19.Jahrhuinderts entscheidende Veränderungen vor und gestaltete die heutige weiße neoklassizistische Fassade, die den schlossartigen Charakter des Bauwerkes betont.

Im Inneren befindet sich heute eine (gewiss sehr) gehobene Seniorenresidenz, die aber die übliche Abschottungspolitik derartiger Einrichtungen aktiv aufgegeben hat – im Erdgeschoss sind umfangreiche Säle öffentlich zugänglich, ein Café bietet kleine Gerichte , eine umfangreiche Palette hauseigener Kuchen und vor allem ein schönes altertümliches Ambiente: Parkettböden, hohe Fenster zum Alstertal und den Wiesen hin, feine weißgedeckte Tische, schwere Holzmöbel, alte schwedische Kachelkamine und natürlich Kronleuchter.

Wir kamen uns zunächst ein wenig wie Eindringlinge vor, als wir wahrnahmen, dass wir ca. 30 Jahre jünger als die übrigen Besucher waren, empfanden aber als äußerst angenehm, dass jeder uns bei Blickkontakt freundlich und warmherzig begrüsste, einschließlich der sehr netten indonesischen Kellnerin. Mehr als schnell waren gute Kaffeevariationen und nicht unleckere Tortenstücke auf dem Tisch und wir hatten Zeit, die Blicke schweifen zu lassen. Sehr angenehm still ist es hier – die Menschen haben noch die schöne Angewohnheit, ihre Konversation langsam, deutlich aber ohne Maximallautstärke zu betreiben, so dass ich wirklich nicht sagen könnte, dass die alte Generation die Schwerhörige sei – darüber hinaus wurde kein Gespräch durch Musik verwässert, eine Sitte, die ich persönlich nicht besonders schätze – im Café höre ich lieber die feinen Nuancen dessen, was mein gegenüber sagt, als mich von irgendwelcher Musik beduseln zu lassen, die ich sowieso nicht genau wahrnehmen kann – ich persönlich finde, dass die heutige Gesellschaft mit dieser Art des artifiziellen Hintergrundes einerseits die Musik und die Kunst allgemein abwertet und gleichzeitig Reizüberflutung als allgemeines Phänomen geradezu erfunden hat. Also: Im Herrenhaus ist in dieser Hinsicht eine Oase zu finden. Des gleichen hat man hier schon lange ein generelles Rauchverbot eingeführt – es ist schade, dass man dafür einen vorgeschobenen Grund wie den Denkmalschutz Der Räume braucht. Aber es wirkt – keine Schwaden vernebeln die Sinne.

Erstaunlich dann der Kontrast: Die Toiletten am Ende der hohen Gänge mit Parkettböden sind plötzlich eine mosaikgedeckte Oase modernen Designs, sanfter Jazz klingt hinter edlem Porzellan hervor, eine andere Welt, die inmitten dieser bewahrenden Gediegenheit ganz und gar unerwartet auf die Bühne tritt…

Zusammenfassung: Wir kamen gerne, blieben gerne, gingen mit Widerwillen und werden wiederkommen.

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Beliebte Stichworte: alster, ausflug, cafe, fluss, historisch

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