Häuptling Eigener Herd, Süd, Stuttgart
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- Medien Süd | Medien Stuttgart
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Alte Weinsteige 71, c/o Edition Vincent Klink GmbH, 70597 Stuttgart
0711 62007211
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3 Beiträge zu Häuptling Eigener Herd auf Deutsch
ein amüsant zu lesendes interview mit dem häuptling vincent klink in der taz vom 24.12.2009:
www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artik...
Jetzt ist die 40. Ausgabe erschienen. Sie trägt den Titel „Frankenstein“. Kulinarisch fällt einem dazu spontan Einiges ein. Aber der „Häuptling Eigener Herd“ wäre nicht er selbst, wenn den Autoren nicht noch ein wenig mehr einfiele. Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg werfen einen bestens recherchierten Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen, Thomas Vilgris setzt sich mit dem medialen Hype um den Analogkäse auseinander, der Restaurantkritiker Jörg Zipprick erinnert wehmütig an den Film „Brust oder Keule“ von Louis den Funès und lässt die Molekularküche alt aussehen. Aber auch Schaumschläger wie der „FAZ-Großkritiker“ Jürgen Dollase, der seine Leser mit Begriffen wie „Texturerwartung“, „Ressentiment-Küche“ oder „Subtilitätsgewinn“ malträtiert, bekommen ihr Fett weg. Vincent Klink steuert „eines der wichtigsten Rezepte des Abendlandes“ bei, um nur einige Beiträge zu erwähnen. Das Ganze ist diesmal mit Zeichnungen von Rattelschneck illustriert.

Vergaß ich zu erwähnen, dass der „Häuptling Eigener Herd“ die von Sterne- und Fernsehkoch Vincent Klink (Restaurant Wielandshöhe) und Satiriker Wiglaf Droste gemeinsam herausgegebene, etwas andere literaturkulinarische Zeitschrift ist? Sie erscheint „so vierteljährlich wie möglich“. Wesentlicher Auslöser für ihr Auftauchen in der Welt vor zehn Jahren war, dass man Klink, als einem Herausgeber des Kulinarischen Almanachs bei Klett-Cotta, still und heimlich, ohne Rücksprache ein Gedicht entfernt hatte. Seitdem tanzt der Häuptling unter dem Motto „Wir schnallen den Gürtel weiter“ auf dem dünnen Seil zwischen Geschmack und Geschmacklosigkeit. Jedes Heft ist einem speziellen Thema gewidmet und wird jeweils durchgehend von wechselnden Zeichnern bebildert. Die „kulinarische Kampfschrift“ kostet im Abo für 4 Ausgaben 54.- Euro, das Einzelheft 14,90. Ich lasse mir jedes Jahr ein Abo zu Weihnachten schenken. Wenn die Post dann eine Ausgabe bringt, lese ich sie mehr oder weniger am Stück durch. Das „Lebensmittel für Hirn und Wanst“ ist das Geschenk für Jeden, der sich für Genuss und Literatur begeistern kann. Mehr Geschenktipps sind von mir bis Weihnachten nicht zu erwarten!
Einzel- und Abo-Bestellungen:
BuchGourmet, Herrn Dieter K. Eckel, Hohenzollernring 16 – 18, 50672 Köln
elkritz Das ist das Heft mit dem Gulaschrezept, gell? Großartig. Hatte ich letztens nachgekocht.
Die Fliegen haben mir auch sehr gut gefallen.
23 Juni 2010
Als ich in der Süddeutschen Zeitung darüber las, wurde der „Häuptling Eigener Herd“ (Selbstbeschreibung: „kulinarische Kampfschrift“) sofort zu einer meiner Lieblingszeitschriften – und das, bevor ich eine einzige Zeile daraus gelesen hatte.
Hinter dem „Häuptling“ stecken Sternekoch Vincent Klink (Restaurant „Wielandshöhe“ in Stuttgart) und Satiriker Wiglaf Droste. Honorar gibt’s für die Autoren und Illustratoren nicht, stattdessen werden sie von Klink kulinarisch verwöhnt.
Ich habe die Zeitschrift gleich abonniert (54 Euro für vier vierteljährliche Ausgaben) und mir als Appetithäppchen schon mal vorab Ausgabe 31 (Juni/Juli 2007) bestellt, die sich vor allem um maritime Themen dreht.
Wiglaf Droste schreibt darin in einem Helgoland-Reisebericht über „Hochseebaden mit Seehundfrau“, Dr. Stephan Opitz (Leiter des Referates Kulturelle Grundsatzfragen/Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein) über die „Seefahrt – Hohe Schule des Bunkerns“. Poet und Romancier James Hamilton-Paterson macht sich Gedanken über „Fische und Schmerzen“ („Empfinden Fische Schmerz?“), Vincent Klink würdigt wortgewandt den Bodensee („Schwäbisches Meer“), Weinjournalist und Ex-Koch Till Ehrlich setzt sich kritisch mit den Experimenten des spanischen Molekularküchenmeisters Ferran Adrià auseinander. Sehr lesenswert!
Garniert wird das Ganze mit Gedichten von Hugo von Hofmannsthal bis, noch mal, Wiglaf Droste sowie mit Zeichnungen von Helge Jepsen. Jede Ausgabe wird von einem anderen Zeichner illustriert – in der Vergangenheit waren das unter anderem Tomi Ungerer, F. K. Waechter und Ernst Kahl.
Auf der Website der Zeitschrift findet ihr Leseproben.
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Nachtrag am 1. 1. 2008: Ich vergaß gestern zu erwähnen, dass Vincent Klink zum "Häuptling" auch Rezepte beisteuert. In Ausgabe 31 sind das folgende Gerichte: Forelle mit Sommerkräutern und Leinöl, Fischstäbchen (kein Scherz - in Klinks Version gehören u. a. Salbei, Muskatblüte und Koriander), Mayonnaise (mit Meerrettichsenf), Seppioline in Tomatensoße, Gefüllter Steinbutt im eigenen Fond.
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