Kompliment
SailorHH (04.01.2008)
Nun gut – wenn ich schon über das Sepulkralmuseum in Kassel schreibe dann darf das Trostwerk in Hamburg nicht fehlen.
Das junge Team des Trostwerks bereichert die Hamburger Bestattungskultur mit ihrem Konzept der „anderen Bestattungen“. Im engen Netz der gesetzlichen Vorschriften schaffen sie es aus den unformierten Ritualen des Abschiednehmens herauszutreten & unterstützen damit die subjektive Trauerarbeit der Einzelnen mehr als es ein oft vorgefertigter Ablauf tut.
Ich habe auf einer Beerdigung erlebt wie das Bestattungsunternehmen einen Sampler mit getragenen Stücken eingelegt hatte. Unter anderem trällerte dann „America the beautiful“ durch die Kappelle – geschmacklos diese Gedankenlosigkeit.
Warum nicht gemeinsam in der Familie VOR dem Tod den Abschied vorbereiten – den lästigen Papierkram erledigen – den Sarg gestalten (wenn man einen möchte) – den Ort des Andenkens bestimmen – damit man auch in der Trauer noch vereint ist?
Stichworte
tod, abschied, möglichkeiten, betstattungen
Kommentare (4)
Bedenklicher Inhalt?