Kompliment
PJebsen (07.01.2008)
Ich habe kürzlich einen Wettlauf zwischen Amazon.de und der Bücherklause Uhlenhorst gestartet. Parallel bestellte ich bei Amazon und in der Nachbarschaftsbuchhandlung je eine ältere Ausgabe der „kulinarischen Kampfschrift“ Häuptling Eigener Herd (http://www.qype.com/place/89868-Haeuptling-Eigener-Herd-S... Beide wurden bei Amazon als sofort lieferbar angezeigt, während sich der Buchladen zum Zeitpunkt meines Anrufs nicht sicher war – sie hatten ihren PC zehn Minuten vor Geschäftsschluss schon heruntergefahren.
Am nächsten Tag rief mich die Buchhandlung an und informierte mich, die Häuptling-Ausgabe sei nicht sofort lieferbar. Amazon dagegen versandte die dort bestellte Ausgabe einen Tag nach der Bestellung, die Zeitschrift kam am darauffolgenden Werktag an. Die in der Bücherklause bestellte Ausgabe konnte ich erst drei Werktage nach der Amazon-Lieferung abholen. Laut der Buchhändlerin könnte dies an den Feiertagen gelegen haben (ich hatte die Bestellung zwischen Weihnachten und Neujahr aufgegeben).
Ich fragte sie, ob die Bücherklause als alteingesessener Buchladen in den letzten Jahren stark unter Amazon gelitten habe. Überhaupt nicht, meinte sie: Viele berufstätige Kunden informieren sich online bei Amazon über interessante Bücher und bestellen sie dann in der Bücherklause, weil sie tagsüber – wenn Amazons Zusteller DHL liefert – nicht zu Hause sind.
Da ich Arbeitszeiten habe, die mit den Öffnungszeiten der Bücherklause meistens nicht kompatibel sind, lasse ich mir meine Bücher weiterhin lieber an die DHL-Packstation meines Vertrauens schicken. Aber ich habe mir vorgenommen, neben den automatisierten Amazon-Empfehlungen auch mal wieder häufiger die Expertise der Bücherklausen-BeraterInnen in Anspruch zu nehmen.
In der Bücherklause finden übrigens ab und zu Lesungen statt. Da der Laden keine Website hat, muss man persönlich nachfragen.
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