Kompliment
Lakritze (08.01.2008)
"Komm mit ins Kino!" lockt die blonde junge Dame mit den blauen Augen und der 80er-Jahre-Frisur. Mit ihren acht Metern Höhe sollte sie sich allerdings nicht in die erste Reihe setzen. Unter der Schönen steht "Scala Kino-Center" an der Fassade des Camera Zwo.
Das waren noch Zeiten: 1300 Sitze hatte das Scala, das 1951 an dieser Stelle eröffnet wurde. Damit hatte Saarbrücken das größte Kino im Südwesten. Bald aber stand bei jedem Saarländer ein Fernseher daheim, und der Saal blieb leer; schließlich zerlegte man ihn und machte drei kleinere daraus.
2006 hat das Camera Zwo hier eröffnet, mit drei großen und drei kleinen Sälen und einem abwechslungsreichen Arthouse-Programm. Den Namen hat es von einem bekannten Saarbrücker Programmkino geerbt, das Mitte der 90er eingegangen ist, sehr zum Mißvergnügen der hiesigen Filmfreunde.
Im Camera Zwo läuft nicht nur amerikanisches, sondern auch europäisches Kino; zur Festivalzeit ist hier eine der Spielstätten des Max-Ophüls-Preises. Ich hatte hier ein paar meiner schönsten Kinoerlebnisse (etwa mit 40 Metal-Fans gemeinsam "Full Metal Village" zu schauen. Wackeeeeen!) .
Schön zentral, wenige Meter von der Fußgängerzone gelegen und hübsch hergerichtet, ist das Camera Zwo eine gute Adresse für das abendliche Filmvergnügen. Was man wissen muß: Es gibt keine Parkplätze. Also genügend Zeit zum Suchen einplanen oder besser gleich mit den Öffentlichen kommen.
Stichworte
zentral, traditionsreich, kommerzielles_programmkino
Kommentare (3)
Bedenklicher Inhalt?