Alfred's Ocean Palace, Kingston

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Alfred's Ocean Palace - Kingston

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09.01.2008

1pxt

Aus familiären Gründen (ist eine längere Geschichte) war ich ein paar Jahre lang häufiger mal in Negril an der Südwestküste Jamaikas zu Gast. Das ist seit den 60er-Hippie-Jahren einer der entspanntesten Urlaubsorte Jamaikas, dessen großer Pluspunkt ein über zehn Kilometer langer Sandstrand ist.

Es ist herrlich, an diesem Strand entlang zu promenieren … alle paar Meter wummern einem aus vorsintflutlich zusammen gezimmerten Strandbar-Boxen neue Reggae- und Dancehall-Beats entgegen.

Unsere „Stammkneipe“ direkt am Strand war Alfred’s damals eher schmuckloser Ocean Palace – ein Häuschen mit Küche und ein paar spartanischen Gästezimmern im ersten Stock, vor der sich eine Bar-Bude befand. Mit einer simplen, aber exquisiten Cocktailkarte: Unser Favorit war der Fruit Punch. Dafür warf der Barkeeper einfach das komplette Angebot lokaler Früchte in den Mixer (Mango, Papaya, Banane etc.), dazu Kokosmilch, Grenadine, eine der Tageszeit entsprechende Portion weißen Rums und Eis. Alles einmal gut durchpüriert, fertig, lecker.

Wir haben manchmal komplette Tage im Ocean Palace verbracht. Morgen gab’s dort lokale Frühstückstandards – zum Beispiel „Ackee and Saltfish“ (eine Frucht, die aber so aussieht und so ähnlich schmeckt wie Rührei, und Stockfisch; mit Zwiebeln, Pfeffer, Knoblauch etc.). Der erste Fruit Punch des Tages war alkoholfrei, im Lauf des Tages wurde die Rumdosis dann aber gern schon mal gesteigert.

Bei Alfred’s verkehrte eine lustige Mischung aus Einheimischen und Touristen, die mehrmals in der Woche bei Strandpartys mit amateurhaften, aber engagierten lokalen Reggae-Bands gemeinsam Spaß hatten.

Meist machte Alfred’s gegen Mitternacht zu; und ich erinnere mich daran, dass ich mir eines Abends den Respekt des Barkeepers dadurch verdiente, dass ich ihn nach Ladenschluss mit meinem Mietwagen nach Hause fuhr und es trotz cocktailbefeuerter überhöhter Geschwindigkeit schaffte, sämtliche der zahlreichen Riesenschlaglöcher auf Negrils mittlerweile vertrauten Landstraßen zu umschiffen.

Dieser Barkeeper kredenzte uns dann auch mal mit verschwörerischer Miene „John Crow Batty“, einen höchstprozentigen Rum, der selbst auf Jamaika illegal ist.

Das alles ist relativ lang her, aber Alfred’s scheint seinen Charme behalten zu haben. Ein befreundetes Paar, das auf meine Empfehlung hin dort vorbeischaute, war ebenfalls sofort begeistert. Aktuelle User-Stimmen bei TripAdvisor.com sagen Ähnliches aus: „Alfred’s was a blast. Plain and simple. Great bar staff, entertainment and an awesome place for people watching. Lots of tourists, but plenty of locals as well...“ / „The Coolest Place to Stay in Negril" / „We had a free meal plan [Vollpension] and we didn't use it because Alfred’s was so good.”

Wenn ihr mal in der Gegend sein solltet, unbedingt ausprobieren! :-)

Veröffentlicht auf: Sozialgeschnatter.wordpress.com

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