Lutherische Pfarrkirche St.Marien, Marburg
- Kategorien:
-
Sehenswürdigkeiten Marburg
Kirchen & Christliche Stätten Marburg - Adresse:
-
Lutherischer Kirchhof 1, Oberstadt, 35037 Marburg
0642125243
- Website:
- Geöffnet:
- ständig
- Mehr Details:
-
Anzeigen
Du kannst so viele Bilder hochladen wie Du willst.
Video-Upload ist eine exklusive Funktion für Qype Premium Partner.
5 Beiträge zu Lutherische Pfarrkirche St.Marien auf Deutsch
Lutherische Pfarrkirche St. Marien – ein Widerspruch in sich (zuerst katholisch, später evangelisch).
Lt. Wikipedia: Der 1297 der Jungfrau Maria geweihte gotische Chor ist der älteste Bauabschnitt der heutigen Pfarrkirche. Als im Frühjahr 1527 Landgraf Philipp der Großmütige in Marburg den evangelischen Gottesdienst einführte, machte er die Marienkirche zu "der" evangelischen Pfarrkirche der Stadt und zugleich zur Universitätskirche der im selben Jahr von ihm gegründeten Hochschule.
Ich habe es geschafft, ohne Treppensteigen zur Kirche zu kommen, meine Knochen danken es mir. Ich dachte, wo es Autos gibt, müssen Straßen sein.
Genau wie Qyperin Armande begleiten auch mich Orgelklänge durch die Kirche, ein doppelter Genuss. Gewaltige Säulen tragen und zieren den Raum, prachtvolle gotische Fenster beschließen die Apsis. Wie schon Höhlenmusiker schreibt, konnten alte Wandmalereien zum Teil sichtbar gemacht werden. Die unpassenden Kirchenbänke haben einen Vorteil, sie sind herrlich bequem. Keine Schnitzerei drückt in den Rücken, die gepolsterten Flächen tun einfach nur gut „griemel“. Mich hat das überreich verzierte Gitter an der Seite irritiert.
Genau wie Qyper Lakritze, empfinde ich den Blick vom ehemaligen Kirchhof über die alten Dächer von Marburgs Oberstadt zauberhaft – Spitzweg grüßt mich lächelnd. In den Gärten unter mir flattert Wäsche im lauen Wind, blühen Forsythiensträucher. Ich lasse mich auf einer sonnigen Bank nieder und genieße den Ausblick.
Weiter geht es – natürlich ansteigend! Als ich zurückblicke, fällt mir die schiefe Silhouette des Kirchturms auf. Fast hätte ich vergessen, darauf zu achten.
In Sichtweite steht mein nächstes Ziel: die Kugelkirche . . .
Lakritze Die Kirche hat eine ziemlich gute Akustik -- sollte man beim Anschauen gar nicht meinen. Ich weiß nicht, ob es die samstägliche "Stunde der Orgel" noch gibt, aber die war meist ein Erlebnis.
19 April 2011
Auf dem Weg vom Landgrafenschloss zur Stadt kamen wir an der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien vorbei. Als wir sie betraten, war gerade ein Organist am Üben. Anscheinend spielte er am Abend ein Konzert; denn er war sehr gut! Wir genossen es sehr, in der halbdunklen Kirche ein Orgelkonzert nur für uns zu bekommen und hielten es darum auch lange in St. Marien aus.
Man betritt die Marienkirche nach steilem Treppenaufstieg den Burgberg hinauf, und ist überrascht von der inneren Größe dieses romanisch-gotischen Kirchenbaus. Gewaltig hoch ragen die Säulen, die das Dach stützen, und auch die Länge bis in den großen Chorraum ist für eine Bergkirche sehr ungewöhnlich. Da haben die alten Baumeister ganz schön schleppen und stemmen müssen! Von der ersten Ausmalung der Innenwände sind noch schöne Fragmente der Fresken aus dem 12. Jh. / 13. Jh. erhalten, im Bereich des riesigen Taufbeckens- hierin konnten beinahe Pferd und Reiter gleichzeitig getauft werden - ist eine große Wandfläche sehr schöner Tier- und Pflanzendarstellungen erhalten. Durch die hohen, recht bunt verglasten Chorfenster fällt wunderbar farbiges Licht auf Altar und Fußboden. Eigentlich eine sehr sehenswerte Kirche - wäre nicht die unsäglich 50er Jahre- mäßige Bankausstattung in wundersamer Farbgebung. Sieht man darüber hinweg, ist die Marienkirche ein echtes Kleinod in der Marburger Altstadt.
In Marburg auf halben Weg zum Schloss,steht die Lutherische Pfarrkirche St.Marien mit dem sichtbaren charakterischen ,,schiefen Turm''.Es ist die älteste Stadtkirche von Marburg.
Marburg macht es dem Reisenden nicht leicht: Das Schloß hockt ganz oben auf seinem Berg, und die Altstadt schmiegt sich an die steilen Hänge drumherum -- wer was davon sehen will, muß Treppen steigen und viel krummes Kopfsteinpflaster treten. Belohnt wird die Mühe mit märchenhaften Perspektiven und Futter fürs Fotoalbum.
Auf halber Höhe des Schloßberges liegt die Lutherische Pfarrkirche und davor der Lutherische Kirchhof, mit einer breiten Mauer abgeschlossen. Was früher letzte Ruhestätte für Pfarrkinder der Marienkirche war, ist heute ein begehrter Parkplatz im Oberstadtbereich und bietet dem ermüdeten Wanderer Möglichkeit zur (nicht gar so endgültigen) Rast.
Die gotische Pfarrkirche aus dem 11. Jahrhundert wirkt unerwartet groß in Marburgs sonstiger Enge. Hier gibt es samstagabends um halb Sieben die "Stunde der Orgel", ein kostenloses Orgelkonzert mit oft überraschendem Programm. (Um Spende wird gebeten.)
Mein Lieblingsplatz befindet sich jedoch draußen, vor der Kirche, unter den kräftigen Lindenbäumen. Hier laden Bänke zum Ausruhen ein, aber erst wenn man sich auf die Friedhofsmauer setzt (oder sich meinethalben daran festhält -- direkt hinter der Mauer geht's steil sechs, acht Meter in die Tiefe), hat man den grandiosen Ausblick über die halbe Stadt.
Das Tal erstreckt sich bis zu den begrenzenden Lahnbergen. Die jüngeren und jüngsten Stadtteile Marburgs beginnen gleich am Fuße des Schloßbergs; bis ins 18. Jahrhundert war Marburg noch nicht viel mehr. Seither sind die Gründerzeitviertel dazugekommen, die Plattenbauten des Richtsbergs, die Marburger Einkaufs-Center mit ihren Parkhäusern und die Stadtautobahn, deren Rauschen bis hier dringt.
Mein Liebstes sind die Dächer der Oberstadt -- vielfach durchbrochen von Giebeln, Erkern und Türmchen, sind sie kunstvoll in Ziegeln und Schiefer gedeckt und zaubern mit dem allgegenwärtigen Fachwerk abstrakte Bilder.
Zu jeder Tages- und Jahreszeit hat der Blick seinen Reiz, bei Sonne, Regen oder Schnee, aber am schönsten finde ich hier die Sommer, wenn spät und zögernd der Tag sich davonmacht und in der Dämmerung immer mehr Fenster in den Häusern aufleuchten. Dann kann man bestens mit einer Kerze und einer Flasche Wein auf der Mauer sitzen und den Abend feiern.
Klar, der Blick vom Schloß oben, von der efeubewachsenen Schloßmauer, ist noch spektakulärer, noch weiter und weiter weg von der Welt -- aber ich habe meine halbe Höhe schätzen und lieben gelernt. Und: Es gibt einen Lieblingsplatz im Lieblingsplatz, aber den verrate ich nicht -- den kennen nur Oberstadtbewohner, Schwindelfreie, die Vögel und die Stadtverwaltung.
Lakritze Danke, Lenz. Marburg hatte Arnim und Brentano -- da ist *alles* romantisch. :)
8 Februar 2008
Lenz Aber ganz gewiss meinte ich mit "romantisch" auch deine Beschreibung der schönen Stadt.
8 Februar 2008



