Kompliment
Hausbreit (21.11.2007)
Wie eine scharfe Klinge schneidet das flache Dach des KKL zwischen Vierwaldstäter See und der umgebenden Berglandschaft. Grandios, wie sich die moderne Architektur des Franzosen Jean Nouvel in die Schweizer Landschaft einfügt, obwohl sie doch der krasse Gegensatz ist. Aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an – so auch hier, nur wenige Meter von der historischen Altstadt und der hölzernen Kappelbrücke entfernt.
Im innern des Gebäudes präsentiert sich der kreative Mix unterschiedlicher kultureller Instanzen:
Auditorium, Kongresszentrum mit Tagungsräumen, Hotel und Gastronomie, Ausstellungsräume für Kunst außerdem Terrassen, Foyers, Clubräume, was der moderne Mensch so benötigt. Highlight ist der Konzertsaal, dessen Akustik Maßstäbe setzt und dem KKL internationale Anerkennung beschert. Ich durfte ein Piano Solo Konzert von Iréne Schweizer, der Grand Dame der improvisierenden Schweizer Jazzszene hören. Die Eigenschaften des völlig in weiß gehaltenen Saals ermöglicht eine Wahrnehmung der Musik in ihrer gesamten Dynamik vom tiefsten Pianissimo bis zum ohrenbetäubenden Fortissimo. Verantwortlich für die Akustik zeichnet Russel Johnson. Dabei bleibt die Ehrlichkeit gewahrt. Wir empfanden alles als angemessen und nicht übertrieben – will heißen, kein Schicki Micky.
Die Mittelalterlich geprägte und zugleich moderne Stadt Luzern, in der Kulisse aus Bergen und See, zusammen mit dem KKL schaffen ein Gesamterlebnis, dass die üblichen Kultur und Häppchen Angebote bei weitem übertrifft. Wie so oft gibt es einiges an Info auf der Homepage des KKL.
Stichworte
konzerte, musik, restaurant, kunst, kultur, hotel, freizeit, tagungen, see, sightseeing, festivals
Kommentare (4)
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