Kompliment
harald_aus_hh (19.11.2007)
nein! ich habe den neuen famila in buchholz (hinter möbel kraft) noch nicht besucht! Und das kam so:
„die beste aller frauen“ (ephraim kishon sei dank für diese passende beschreibung) legte mir (ohne jeden hintergedanken - selbsverständlich) in der letzten woche das aktuelle kostenlose anzeigenblatt auf den tisch. „schon gelesen?“ fragte sie mich (ganz beiläufig). mein nach oben offener aufmerksamkeitspegel (vergleichbar mit der richterscala, die ja ähnliche ereignisse versucht in werte umzusetzen) schnellte richtung 8,6 unaufhaltsam bergan. als ich nicht sofort danach griff erhielt ich einen blick (na ihr wisst schon). ich wollte gerade nach der zeitung greifen aber es lag eine werbung oben drauf. vom neuen famila in buchholz (gleich hinter möbel kraft …). leider verloren! an dem prospekt führte offensichtlich heute kein weg vorbei. mit „grossem interesse“ las ich dort, dass einige artikel deutlich günstiger angeboten werden (nutella / pampers / barbies und passende pferde dazu / etc.). meine wollen-wir-sparen-gehen-nerven lagen blank (siehe meine beitag zu möbel kraft – dort hatte ich bereits 20 € gespart). eine blick in ihre augen sagte mir: jetzt nicht die falsche antwort geben (auf die frage „schon gelesen“ – nicht das die geneigte leserin / der geneigte leser den faden verliert). also sagte ich: „mmh, mmh, mmh“. um etwas zeit zu gewinnen hatte ich mit einen keks, von dem ich normalerweise zweimal abbeisse bevor ich den rest vertilge in den mund gesteckt (vielleicht schreit ja das baby, etwas in der küche brennt an, eine nachbarin kommt zum kaffee, das lange fällige erdbeben – na ja, man wird doch noch mal träumen dürfen). das baby war still, die küche kalt, keine nachbarin in sicht und die richterscala verharrte trotz meiner flehenden blicke bei null. „die beste aller frauen“ hatte vorsorglich ca. 2,7 cm von meine füssen entfernt aufstellung bezogen und vermittelte mir nicht den eindruck, dass sie diese strategisch perfekte position in den nächsten stunden verlassen würde. wenige millisekunden vor der frage (ihr erinnert euch „schon gelesen?“) hatte ich mich leichtsinnigerweise hingesetzt, ohne zu bemerken, dass sie bereits mit der zeitung (prospekt oben drauf) in unmittelbarer nähe meines lieblingsstuhls aufgebaut hatte. solche unaufmerksamkeiten passieren mir nur, wenn ich gerade über ein spielzeug meiner kinder oder eines derselben gestolpert bin (schlechte reaktionzeiten – ob das wohl am alter liegt? bitte, bitte widersprecht mir).
jetzt wollt ihr natürlich wissen, wie ich aus dieser nummer raus gekommen bin? das kam so:
ich gab erst einmal gar keine antwort sondern vertiefte mich aufmerksam in die lektüre des prospektes in der gewissheit, dass der ausweg sich darin verbergen muss und vesuchte diesen verda... trockenen keks herunterzubekommen ohne den kindern ein schlechtes beispiel zu geben („nimm doch nicht den ganzen keks in den mund, beiss doch lieber erste einmal ab, nimmt dir doch keiner weg …!“) und ihn in die gegend (wohlmöglich auf den frisch gereinigten teppich) zu prusten. um etwas zu trinken konnte ich aus erklärlichen gründen gerade nicht bitten, bin aber auch ziemlich sicher sie wäre auf so eine duchschaubare finte nicht hereingefallen.
ich wusste mit absoluter sicherheit, am kommenden wochenende würde sich alle bewohner im umkreis von ca. 400 km in diesem kaufhaus treffen, alle mit der absicht gerade mir auf die füsse zu treten oder mir mit ihren einkaufswagen in die fersen zu fahren („entschuldigung, das war nicht mit absicht!“ – na ja dann).
nachdem ich mir intensivst all die bunten bilder und preise angesehen hatte (im geiste schätzte ich die zu erziehlende ersparniss auf einen mindestens dreistelligen betrag) war ich sicher, da geh ich nicht hin. „die beste aller frauen“ hatte ihre position verlassen bzw. verändert. nun stand sie ca. 1,73 cm von meine füssen entfernt und ihr blick war in den letzten minuten deutlich siegessicherer geworden. auf seite 5 oder war es die sechste, dass habe ich mir nun nicht gemerkt, sah ich sie „die lösung“ all meiner befürchteten probleme (na, zumindestens der bevorstehenden fussverletzungen). dort stand (natürlch als fussnote – nur für die wirklich gewieften einkaufserprobten männer – klopf, klopf auf meine schulter): „gilt auch für famla in buchholz in der lindenstraße 15“. „da fahren wir am sonnabend hin“ rufe ich meiner frau lächelnd zu (obwohl, flüstern hätte bei der entfernung auch genügt).
es ist sonnabend:
ich bin zwar etwas verschnupft, aber versprochen-ist-versprochen-und-wird-auch-nicht-gebrochen (auf grund der vorfreude war mir schon zum brechen zu mute – mein schwacher magen und der gedanke ans sparen!).
der laden ist funktional eingerichtet, wie man es von einem supermarkt erwartet. etwas verschachtelt an einigen stellen aber ok. was mir positiv aufgefallen ist, sind die wirklich freundlichen servicekräfte, nie um eine antwort verlegen und ohne die tendenz sich zu verstecken wenn der kunde mit hilflosem gesicht auf sie zukommt. einige der angedrohten sparmöglichkeiten konnte ich gekonnt umschiffen (jahrelange schnäppchenjagten mit meiner frau machen sich hier durchaus hilfreich bemerkbar), alle leider nicht.
meine frau meinte zum abschluss: „da haben wir aber deutlich mehr gespart als bei unserem besuch bei möbel kraft“. dazu verkneife ich mir an dieser stelle jeden kommentar und wünsche euch viel spass beim richtig-geld-sparen-bei-famila! euer harald
p.s. parken ist übrigens auf der oberen ebene kostenlos aber auch nicht stressfreier als unten! Parkscheibe nicht vergessen. ich hatte natürlich (wie meine frau bemerkte) keine dabei. aber die servicekraft am counter (dame am informationsstand) war so freundlich mir einen zettel zu schenken und mir ihren stift zu leihen. der zettel mit dem wort „ankunft“ und der ankunftsuhrzeit ersetzt in dieser situation die parkscheibe. na nun ist aber schluss!!!
nur eins noch: korrekturlesen ist morgen oder evtl. sonnabend! nein sonnabend geht nicht das fahren wir spar zum ...
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einkaufen, sparen
Kommentare (2)
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