Technisches Denkmal Brikettfabrik "Louise", Louise 111, 04924 Domsdorf
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Kompliment Edweisch (06.03.2008) •••••
Im September 1882 erfolgt die Inbetriebnahme der Brikettfabrik “Louise”, in der im Jahre 1883 bereits über 150.000 hl. Rohkohle zu Briketts verarbeitet werden. Auf Grund des ständig steigenden Bedarfs an Briketts wurden umfangreiche Erweiterungen durchgeführt. Die erste Lichtmaschine zur Stromerzeugung wurde 1896 in Betrib genommen.
1908 wird mit dem ersten Bauabschnitt der Kraftwerkshalle begonnen, in den Jahren 1924 und 1938 folgten weitere Bauabschnitte bis zur Vollendung des Gebäudes in seiner jetzigen Gestalt.
Die Tagesleistung der Brikettfabrik beträgt 1938 360 t.
Beim Einmarsch der Roten Armee im Jahr 1945 kommt es nur stundenweise zum Stillstand. Die Tagesproduktion an Briketts wird auf 584 t erhöht, wobei der Wassergehalt allerdings 20 % beträgt.
Am 18. November 1991 wird das letzte Brikett gepresst und am 6.2. 1992 erfolgt nach 110 Jahren ununterbrochener Produktion die Stillsetzung der Brikettfabrik.
Die Aufnahme der Brikettfabrik “Louise” in die Denkmalsliste des Landes Brandenburg wird im September 1992 vollzogen.
Der Verein “Freundeskreis Technisches Denkmal Brikettfabrik “Louise” e.V. wird am 2.9. 1994 gegründet.
Die Vereinsmitglieder widmen sich dem Erhalt sowie der Herstellung der Funktionstüchtigkeit der Maschinen und technischen Anlagen.
Das Foto zeigt die original erhaltene und voll funktionstüchtige Dampfmaschine mit der Brikettpresse.
Zum Verband der Grube “Louise” gehörte seinerzeit auch die Grube “Hansa” in Tröbitz. Diese hatte im Jahre 1911 ganz hohen Besuch. Der letzte König von Sachsen, Friedrich August III., wird von Betriebsleiter Peter Werhahn aus Neuss/Rheinland begrüßt.
Stichworte technisches denkmal, hohe ingenieurskunst
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