Bewertung zu Westfalen Park von le_gourmet

Westfalen Park, An der Buschmühle 3, Dortmund

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Kompliment le_gourmet (05.03.2008) 5

Dortmunds Grüne Oase, der Westfalenpark Dortmund, Bundesgartenschau und mehr.

Viele im Ruhrgebiet kennen die Gruga Essen und das Westfalenstadion in Dortmund. Dass es bei dem Westfalenstadion, ähnlich wie bei der Gruga auch einen Westfalenpark, war auch mal Bundesgartenschau, gibt, wissen schon weniger. Für mich war nach dem Erleben des Grugaparks als erster großer städtischer Parkanlage der Westfalenpark die zweite Anlage die mich beeindruckte. Zu meiner Studentenzeit war es eine hübsche Kommilitonin aus Dortmund der es zuerst gelang mein Interesse für diesen zweitschönsten großen Park des Reviers zu gewinnen.

Ich erinnere mich noch heute, bei meinem ersten Besuch dort, es war Sommer, irgendeine Landes- oder Bundesgartenschau lief gerade ab in Dortmund, wir gingen durch ein Meer von Bunten, strahlend blühenden Blumen, man stelle sich Dortmund vor, fast so schön wie San Remo, das vergisst man nicht. Im Laufe der Jahre machte sich der Park, der Fernsehturm steht noch immer, die erste Begleiterin ging längst aus den Augen verloren. Geblieben ist einer der schönsten großen Parks die ich kenne. Eigentlich ist der Westfalenpark noch immer eine eigene, kleine Welt für sich.

Kommt man, wie ich, vom Eingang Ruhrallee her, so treffen wir als erstes auf die Anlage des Hauses der Rosen, eine einzigartige Anlage schon für sich allein, wenn man die richtige Zeit erwischt ein blühen und duften das einfach köstlich ist. Etwas weiter kommen wir, rechter Hand das große Sonnensegel, zum Floriansturm, auch bekannt als Dortmunds höchstes Bauwerk, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen des Parks.

2007 eröffnete hier in der Florianshalle das neue Mitwirk-Museum mondo mio, meine Welt, für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren, zum Mitspielen, Mitmachen, Mitstaunen, mit mehr als 1.000 qm interkulturelle Entdeckungsreisewelt, ein lebendiges, farbenfrohes Szenario wie zufällig gestalteter Spielsituationen die ganz zwanglos den Blick auf fremde Kulturen lenken. Was braucht der Mensch auf anderen Kontinenten? Im Mittelpunkt stehen menschliche Grundbedürfnisse, Kinder erlernen, im Kulturenvergleich, das Verstehen unserer Welt. Vorbei am Sonnenenergieforum, von RWE gesponsert, kommen wir zum Nostalgischen Puppentheater, dem liebsten Ziel der Kleinsten. Da gibt es das ganze Jahr über Handpuppen- und Marionetten-Theater für die ganze Familie, am bekanntesten hier wohl der Hohensteiner Kasper, Informationen zu den aktuellen Themen sind überall im Park angeschlagen.

Regenbogenhaus und Altenakademie, natürlich mit einem umfangreichen und interessanten Angebot speziell für ältere Menschen, folgen, sowie der Geologischer Garten und das AGARD Naturschutzhaus, dieses lieben eher die Großen, denn hier gibt es neuzeitliche Informationen zu naturnah gestalteten Lebensräumen, ökologischer Bauweise, konkrete Auseinandersetzung mit den heutigen Möglichkeiten.

Die Seebühne bietet kulturelle Programme. Setzen wir unseren Rundgang fort, so gelangen wir zum Backhaus mit dem ökologischen Bäcker der nach alten Rezepten bäckt und die Steinofenbrote zur Mitnahme anbietet, und mit dem Kochbuchmuseum, wohl eher interessant für kleine und große Mädchen, dahinter jedoch folgt der Polizei-Kasper, oder wie es offiziell heißt, die Polizei-Puppenbühne Dortmund. Hier ist für aufmerksame Opis und Vatis der nächste Stopp fällig.

Auch hier sollten wir die Lokale unterwegs nicht vergessen.
Das wohl bekannteste ist das höchste, in 140 m Höhe über der Stadt, das Turmrestaurant Florians, drunter die Turmterrassen, Auszeit, das Café-Restaurant an den Wasserbecken, einen Grillplatz und ein richtiges Restaurant Buschmühle, den Inselpavillon, das Viva, da gibt es sogar ein Ritz. Und natürlich Stände und Kleinigkeiten zwischendurch und am Rande.

Doch weiter, wenn wir dann zuletzt noch über Pferdegöpel und Sternwarte uns vorarbeiten zu Galerie Torfhaus, der Galerie zwischen Rosen, unter Bäumen und auf Wiesen stehender Skulpturen, bis zur Festwiese, einer der größten Veranstaltungsfreiflächen der Stadt für bis zu 30.000 Besucher und mehr, in München würde man so etwas (Oktober-) Festwiese nennen, dann haben wir ein Pensum geschafft. Wer das hinter sich gebracht hat, der hat sein Tagwerk fast geleistet, der Kreis ist rund, und wir können wieder ins Auto steigen.

Auch hier die Eintrittspreise im Vergleich: Erwachsener 2 €, mit Kind 4 €, mit mehreren 6 €, hier kommt z. T. die Turmauffahrt hinzu mit 1,70 bzw. 3,40 und 5,10 € respektive, und Kombikarten zu 3,50 bzw. 7 und 10,50 €, auch hier haben Kinder bis 6 Jahre freien Eintritt, und die Jahreskarte, inkl. Turmfahrt, kostet für Jugendliche 14 € und für Erwachsene 28 €, für zwei Erwachsene mit sämtlichen Kindern 56 €.

Fazit: eine erschlagende Vielfalt von Möglichkeiten und Angeboten, wer bereit ist sich die Zeit dafür wirklich zu nehmen, ein Tag reicht da eigentlich kaum, der kann hier, für sich wie auch seine Kinder, voll auf seine Kosten kommen, und, auch dass sollte wichtig sein, alles für jeweils relativ wenig Geld, wenn man bedenkt was anderenorts so an Preisen gefordert wird.

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