Drachenhöhle, Rimberg, 35094 Lahntal
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Kompliment
sybill (29.03.2008)
Mal wieder Rimberg, unser Hausberg. Eine der drei keltischen Kultstätten hier in der Gegend. Heute war ich an dem Ort ”..wo Sigurd den Fafnir erschlug” (Aufzeichnung eines Pilgers aus dem 12. Jhr.). Gemeint ist eine Höhle am Rimberg, an den sogenannten Siegfriedsklippen, die Drachenhöhle. Hier soll es sich ein Lindwurm gemütlich gemacht haben. Und der wurde dann vom berühmten Siegfried erschlagen? Nicht schön, sowas.
Wo die Höhle doch nicht einfach zu finden ist. Versteckt an einem steilen Ost-Abschnitt des Berges, zwischen lauter Schieferklippen, bemoosten. Man muss schon etwas herumkraxeln. Unspektakulär ist sie auch, denn als Erwachsener kann man da nicht rein. Vielleicht wenn man sich flach auf den Boden legt und hineinrobbt. Wie hat Siegfried das gemacht? Alles drumherum ist extrem abschüssig. War wohl ein Held.
Wie dem auch sei, das Kraxeln macht Laune. Der Wald, der den Rimberg bewächst, ist ordentlich durcheinander gebracht worden, von Kyrill und Emma. Alles liegt kreuz und quer. Wild. Neben der Drachenhöhle geht ein sehr schmaler Trampelpfad quer durch den Wald, weiter hoch, zur Bergspitze (und zum Aussichtsturm). Meister Lampe muss wohl noch gepennt haben, denn plötzlich rannte er knapp neben mir, allerdings ganz brav auf dem Pfad, auf und davon. Blieb nach 20 Metern stehen, Männchen machend, Löffel aufgestellt. Ich auch. War ein schöner Moment, so mitten drin, in der Sagenwelt, sonnenbeschienen, fußbemoost, Osterhase und Lindwurm nicht weit. Frühling bei Caldern.
Stichworte wald, klettern, bäume, moos, hase, siegfried, drachenhöhle, lindwurm, lahntal, frühlingsspaziergang
Kommentare (12) Bedenklicher Inhalt?hab ich grad cool abgerappt, den track von der stadtschreiberin, alteer … </>
Zu Siegfrieds Zeiten, so im 5. Jahrhundert, wurden die “Föten:http://de.wikipedia.org/wiki/Fetus ja noch nicht mit Selen und Folsäure optimiert. Ich glaube, die Menschen waren damals einfach alle viel kleiner als heute.
Dann passen auch Helden durch schmale Öffnungen.
Sagenhafte Märchenstimmung, die Du da getroffen hast.
Schön! Die unverhofften Erlebnisse inmitten der Natur sind oft die schönsten.
Danke für den Spaziergang auf den Berg! -- Vielleicht, denk ich mir, hat Siegfried den Drachen ja gar nicht in dessen Höhle erschlagen, sondern er hat ihn kunstreich vor die Tür gelockt…?
Das wäre bei so einem Winz-Drachen, der durch so eine Mickeröffnung passt, dann aber auch keine richtige Heldentat mehr, oder ?
Naja, dafür gab’s ja dann die Barden der Nachwelt, die das Ganze ein paar Jahrhunderte lang schön effektvoll übertreiben konnten. (“Und der Drache war sooooo groß…” -- “So, ja?” -- “Min-des-tens, sach ich dir…”)
Andere Theorie: Die Höhle hieß irgendwann mal Dackelhöhle, und dann hat sich ein rechtschreibschwacher Kartograph ganz fürchterlich vertan?
Aufgenommen in den Guides bei Rund um den Hund
Ich bin schon ein wenig enttäuscht und um eine Illusion ärmer, sybill.
Ich will mir Drachen weiterhin groß und furchteinflößend vorstellen, nicht popelig klein, möglicherweise sogar ohne Feuer zu spucken.
Aber der Baum in Samt ist sehr hübsch, und überhaupt.
Ach Ihr Lieben, schön ist’s das alles zu lesen. Danke.
@Hotz: Wenn man überlegt, dass ein Chihuahua ein mutiger und robuster Hund ist (dummerweise weder so aussieht, noch als solcher genutzt wird) könnte man sich doch überlegen, ob nicht so ein Lindwurm, seines Zeichens: Drache in Kleinform, ähnlich geartet war. Klein heißt eigentlich schon eher: gefährlich. Denke an die menschl. Artgenossen…
@ Manfred: :-)))))
@ Lakritze: Ein Dackel verschwindet da garantiert vollkommen. Soo klein ist die Höhle nu auch wieder nicht. Da passen schon vier Doggen rein, liegend.
@ Kixka: Doch. Gerade vor der Höhle wäre es eine Heldentat, denn da gehts steil bergab, und wenn das Vieh so ein angriffslustiges kleines Monster war, dass sich schnell hin-und her und um die Beine -windet, na, dann gute Nacht, Siegfried.
Der tut nix, Klein-Siegfried, der will nur spielen.
Grrrrrrrnau.
Schön berichtet: eine Hexe an der Drachenhöhle.