Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Ringbahnstraße 96, Anstalt des öffentlichen Rechts, 12103 Berlin
Kompliment
vilmoskörte (24.04.2008)
Die Männer in Orange machen unsere Straßen und Trottoirs sauber. Räumen nach den Großveranstaltungen die Stadt auf. Holen unseren Müll ab. Sammeln schadstoffbelastete Abfälle und ausgediente Elektrogeräte. Schieben im Winter den Schnee auf Seite, wenn denn mal welcher fällt.
Und seitdem sie 1999 angefangen haben, sich durch pfiffige und äußerst gelungene Werbekampagnen ein neues Image zu geben, ist aus dem einstigen Müllbeseitiger mit Schmuddelimage ein moderner und sympathischer Dienstleister mit Anspruch geworden. Und das, obwohl das Unternehmen immer noch eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist. Der Müll und die Wagen, die ihn abholen, stinken zwar immer noch genauso wie wie früher, aber sie stinken mit Stolz. Das hat was, finde ich.
Angefangen hat es mit »We kehr for you«, begleitet vom markigen Spruch »Wir bringen das in Ordnung«, der die Kampagne in kleiner Schrift begleitete und später vom noch schlichteren »Mach’s rein« abgelöst wurde. »Bemannte Räumfahrt«, »Der Schmutzeilige«, »Unser Fegen auf all Euren Wegen«, »Blechreiz«, »Nach dem Spiel ist vor dem Müll« sind nur einige Beispiele der witzigen Wortspiele, die völlig ohne Plattheiten auf Blödzeitungsniveau und ohne der Sprache Gewalt anzutun auskommen und trotzdem eine starke Wirkung entfalten.
Die Berliner kennen die von der Werbeagentur Heymann Schnell konzipierten Imagekampagnen der BSR ja schon ganz gut, für die anderen hat die BSR sie sowohl auf ihrer Homepage als auch in PDF-Broschüren zum Herunterladen umfassend dokumentiert. (24.4.2008)
Stichworte berlin, orange, sperrmüll, recycling, bsr, winterdienst, straßenreinigung, stadreinigung, image-kampagne, müllabfuhr, men in orange, mach's rein, wir bringen das in ordnung, m.i.o.
Kommentare (14) Bedenklicher Inhalt?gut gemacht vilmoskörte
Also, jetzt darf ich mal was zu Werbung sagen. Wenn man sich etwas damit beschäftigt und Vergleichsmöglichkeiten hat, ist diese Kampagne doch etwas ungelenk und weit von professionell witziger Werbung entfernt. Und damit meine ich nicht unbedingt JvM.
Ich mag die Kampagne. Sie paßt gut zum Gegenstand und nimmt sich nicht allzu ernst, und ich liebe solche Slogans, hinter denen man noch die hysterisch gackernden Werbeleute wittert, die einen Riesenspaß hatten beim Ausdenken…
Bei dem Filmchen habe ich mich die ganze Zeit gefragt, was hat sie bloß mit dem Eispapier angestellt --?
So hat jeder seine Meinung und das ist auch gut so.
Für mich reicht witzig. Ich verzichte gerne auf das Attribut professionell, wenn da so etwas wie “Geiz ist geil” bei rauskommt. Das finde ich wiederum ungelenk und lästig.
Das hatten wir doch schon. “Geiz ist geil” ist auch meiner Ansicht nach absolut nicht witzig, sondern unverantwortlich.
Hallo Lenz,
ich frage mich gerade was professionell witzig ist ?
Was wäre das denn im Vergleich zur BSR Werbung, Deiner Meinung nach ?
hehe, das mit dem Eis kannte ich noch gar nicht. Das ist ja witzig!
@westberliner, ich will hier keinen großen Wind machen und habe ja oben schon gesagt, dass es gut ist, wenn jeder seine Meinung hat. Aber da du mich gefragt hast, hier einige Klassiker, die allesamt nicht aus Deutschland sind:
Hamlet Cigars von Paul Weiland
Heineken A von Paul Weiland
Heineken B von Paul Weiland
Bartles and James wine cooler aus einer Serie von vielleicht 50 Spots
Und weil Paul Weiland auch ernsthaft sein kann ein Spot für The Guardian
Lass dir das, was dir gefällt, nicht von mir mies machen. Jeder tickt da anders.
The water in Majorca ist der Hammer! Ich habe mich gerade weggeworfen vor Lachen!
Diese Kampagne ist über 7 Jahre alt und Geschichte.
Die neue ist m.M dooof. http://www.bsr-online.de/bsr/html/7298.htm
@vati: Dass die Kampagne so alt ist, steht schon in meinem Beitrag. Trotzdem war sie gut und wirkt bis heute nach. Die neue finde ich auch wenig gelungen.
@vilmoskörte: Richtig, im Beitrag steht, dass sie 1999 begann, nicht aber, dass sie schon 2001 endete. Alle danach waren schlechter.
Komisch, ich war mir ziemlich sicher, dass die Imagekampagne ihren Ursprung in den heiligen Hallen der Universität der Künste im Studiengang Gesellschaft und Wirtschaftskommunikation hatte (ein Diplomprojekt oder so ähnlich). Ich finde die alte Kampagne ziemlich gut, sowohl damals als auch heute.