Maschsee, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, 30173 Hannover
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Kompliment
berlingazza (08.05.2008)
Mit der 19 fuhren wir 2-3 x im Jahr von Empelde bis zur Markthalle, und dann zu Fuß zum Maschsee. Die besseren Beinkleider angelegt und die Schuhe geputzt.
Ich und Mutti. Natürlich schien die Sonne, sonst wäre man ja nicht rausgefahren.
was mich am meisten interessierte, waren natürlich die fahrbaren Eisverkäuferwägelchen. Es gab nur zwei Behälter mit zwei Sorten Eis.
Manchmal war sogar eine Fahrt mit den Maschseebooten drin. Einmal rundrum. Die Dinger sahen aus wie ins Wasser gelassene Linienbusse.
Nur selten gab im Maschseecafe einen Sitzplatz, also wurden die Butterbrote auf einer der vielen weißen Bänke ausgepackt.
Im Winter hängte ich mir die Schlittschuhe um die Schulter ( solche Exemplare, die noch mit Klammern unter sie Sohle geklemmt wurden ). Da durfte ich dann alleine fahren.
Damals hatten die Eltern noch keine Angst um die alleineausflügenden Kinder.
Später, dann zwar schon mit eigenem Auto, aber noch ohne Erlaubnis jemanden mit nach Hause zu nehmen, steuerte man den großen Parkplatz an, der da hinten hinter der Jugendsherberge still und leise auf die Autofahrerpärchen wartete, die zwar schon ein Auto hatten, aber keine eigene Bude.
Wattn Abenteuer.
So, dass war so zwischen 1960 und 1968.
Und wenn ich heute mal in Hannover bin, fahre ich gern zum Maschsee, parke das Auto auf dem immer noch bestehenden Parklatz, erinnere mich an die schönen Stunden, und skate dann ne Runde.
Stichworte parkplatz, boote, eiswagen
Kommentare (7) Bedenklicher Inhalt?... jetzt ich : mit der 19 er (Straßenbahn, buchstäblich) fuhren wir von Vahrenwald (sehr selten) bis zum Kröpcke, zu Fuß weiter in die Markthalle, Stümpel kaufen, dann weiter zum Maschsee und Boot fahren und die fetten Karpfen anschauen. War so in den mittleren 60ern…
Haben wir uns gesehen?
@buchstäblich: ne, im Ernst,
@burkey: bestimmt. Ich hatte ne kurze Hose an. Und Brille
Stümpel ist ein Stück Krakauer (Wurst), nach dem schlesischen Dialekt meiner Oma, siehe auch meinen Markthallen-Bericht
@berlingazza: Hättest mir auffallen müssen, Brillenträger gab es damals noch selten. Kurze Hose war normal, ich trug werktags Lerderhose-rauh, Sontags Lederhose-glatt-schwarz.
Da hätten wir beide ja glatt zur Kindervolkstanzgruppe gehen können, aber ich hasste die blöden Lederhosen, wollte eine Nietenhose.
@buchstäblich: ich kannte genügend Jungs, die trugen auch Strumpfhosen. Beigebraune.
Stümpel. Wieder etwas dazu gelernt.
Wenn Ihr mal nach Köln kommt und in einem Brauhaus einen preiswerten ‘Halven Hahn’ bestellt, ist das kein halbes Hähnchen sondern ein Käsebrötchen! Böse Falle!
@Karde: Komisch, ich habe mal in Köln einen teuren Halven Hahn bestellt, und habe auch ein Käsebrötchen bekommen.