Bewertung zu Everlong Paintball von Rigge

Everlong Paintball, Klepperstraße 18 i/j, 83026 Rosenheim

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Rigge

Kompliment Rigge (20.05.2008) •••••

Die Homepage des Everlong Paintball Clubs präsentiert sich ja schon sehr bunt, und mindestens so bunt geht es auch in den Hallen vor Ort zu, was aber natürlich vorwiegend daran liegt, dass dort bunte Bälle verchossen werden - Paintball eben.

Der sehr informative, ausführliche und irgendwie sympathische Web-Auftritt der Everlongs spiegelt tatsächlich auch das Verhalten wider, mit dem die Betreiber der Halle auftreten. Beim Anruf zur Vereinbarung eines Termins erhält man schnell und unkompliziert Auskunft darüber, wann oder ob ein Termin frei ist oder nicht. Und wenn man dann irgendwann in der Halle ankommt, empfängt einen ein Team von recht jungen, motivierten und kumpelhaft freundlichen Menschen, die einen auf einfache aber professionelle Weise in die Regeln des Paintball-Sports einweisen.

Da Paintball in Deutschland nicht öffentlich betrieben werden kann, weichen auch die Everlongs auf die im Moment durch das Rauchverbot bekannte Gesezteslücke aus und machen aus ihrem Betrieb einen Club mit Mitgliedschaft. Wer also bei den Everlongs Paintball spielen will, der muss sich (kostenlos) als Mitglied eintrage.
Nachdem die Formalitäten geklärt sind (natürlich auch der obligatorische Haftungsausschluss bei Verletzungen durch eigenes Fehlverhalten), wird einem ein sogenannter Markierer in die Hand gedrückt - also das Ding, welches mit Druckluft die Farbbälle verschiesst. Dazu gibt es diverse Ausrüstungsgegenstände wie etwa Nachfüllpacks, die extrem wichtige Gesichtsmaske, Handschuhe und Halskrause (abhängig vom georderten Paket) und natürlich eine gewisse Anzahl an Bällen. Nach einer Einweisung in die Funktion der Geräte sowie die wichtigsten Verhaltensregeln auf dem Spielfeld (die Gesichtsmaske bleibt aus gutem Grund immer und unter allen Umständen auf dem Gesicht), kann es dann auch schon losgehen, man begiebt sich auf eines der 2 Spielfelder und feuert seine ersten Kugeln durch die Gegend.
Zur Übung und um ein Gefühl für das Spiel zu bekommen, dienen erst einmal die aufblasbaren Hindernisse als Ziel. Etwas später verteilen sich dann die Spieler in 2 Mannschaften auf den 2 Aussenseiten des etwa 20×30 Meter großen Feldes. Man begiebt sich in Startposition, und nach einem Kommando geht man hinter den Hindernissen in Deckung und versucht von dort aus die Spieler der gegnerischen Mannschaft mit seinen Farbbällen zu “markieren”. Sobald man selbst von einem Ball getroffen wurde (was man definitiv merkt), hält man seine Hände in die Höhe, ruft “Hit” und verlässt das Feld.

Diese Art von “Spiel” hat ganz offensichtlich starke Parallelen zu kriegerischen Verhaltensweisen, und es gibt erstaunlich viele Menschen, die gewisse Ressentimens diesem kriegsähnlichen Sport gegenüber haben. Diese Überzeugung muss man natürlich respektieren und sollte man bei der Planung von z.B. Firmen-Events bedenken. Auf der anderen Seite ist es aber auch erstaunlich, dass doch recht viele Frauen Gefallen an diesem Sport haben - immerhin rund 10% der Gäste der Everlongs sind weiblichen Geschlechts.

Da die Farbgeschosse mit einer gewissen Geschwindigkeit und einem gewissen Druck verschossen werden, spürt man jeden Treffer recht deutlich. Bei normaler Strassenkleidung (Jeans, dicker Pullover) kann so ein Treffer auch mal einen blauen Fleck hinterlassen, bei der Wahl seiner Bekleidung sollte man sich also Gedanken machen, was man anzieht. Wiederstansfähige Kleidung ist auf jeden Fall Pflicht: eine Jeans und ein Kaputzen-Pullover sollten es mindestens sein. Da die Farbe der Bälle evtl. auch durch den Stoff der Oberbekleidung hindurch reichen kann, sollte auch die Unterbekleidung nicht der beste Sonntags-Ausstattung entsprechend. Zudem kommt man bei diesem Spiel recht gut ins Schwitzen, ein kompletter Satz Wechselkleidung ist also angebracht.
Zum Schutz des Rumpfes kann man sich zustätzlich noch einen Brustpanzer ausleihen. Echte Männer würden das natürlich nie tun, aber jedem weiblichen Spieler sei es angeraten ;-)

Fazit: Wer es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, mit Farbbällen auf andere Menschen zu schiessen, der wird beim Paintball sicher auf seine Kosten kommen. Die 2 indoor-Hallen der Everlongs bieten hierfür wetterunabhängig genügend Platz, und insbesondere die freundliche Atmosphäre der Betreiber lässt einen gerne und lange in der Halle verweilen.

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