Bewertung zu Gallo Nero von PJebsen

Gallo Nero, Sierichstr. 46, 22301 Hamburg

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PJebsen

Kompliment PJebsen (28.05.2008) •••••

Am heutigen entspannten Genießertag gab es nur einen suboptimalen Aspekt: die mittägliche Hauptspeise im Gallo Nero.

Dabei hatte alles eigentlich ganz gut angefangen. Im Haupt-Gastraum wird gerade umgebaut, daher betritt man das Restaurant durch die Enoteca nebenan. Man kann auch vor der Enoteca speisen, aber dort gab es heute Mittag keinen freien Tisch. „Kein Problem“, meinte einer der freundlichen Kellner, ich solle ein paar Minuten in der Enoteca warten, dann sei draußen ein Tisch für mich bereit.

Das klappte wie versprochen, und bald darauf standen als Amuse Gueule Parmaschinken, Parmesan und Rucola auf dem Tisch. Ein simpler, aber schmackhafter Gruß aus der Küche. Dazu der ansehnlich goldgelbe „Calicanto“-Weißwein von Cantine Vinci (Traube: Zibibbo Secco), der für mich seine 6,90 Euro (0,2l) auch geschmacklich wert war. ;-)

Als Hauptspeise hatte ich das „Gegrillte Schwertfischfilet mit Knoblauch und Pfefferminze, dazu ein kleiner Tomatensalat“ gewählt, für 14,90 Euro. Im Vergleich zu anderen italienischen Restaurants der Gegend ein selbstbewusster Preis, aber mich interessierte die Minze. Kannte ich vorher noch nicht in Kombination mit gegrilltem Fisch.

Der Tomatensalat war … klein (aber okay). Der Fisch enttäuschte, da er merkwürdig unregelmäßig durchgegart war. Da mag vorzeitig beendete Tiefkühlung eine Rolle gespielt haben, aber das wäre reine Spekulation. Tatsache ist, dass der Fisch an einigen Stellen komplett durchgegart und an anderen (beliebigen) Stellen fast roh war. Eigentlich kein Problem, denn ich mag ja auch Sushi ;-) – abgesehen von einem unessbar zähen Teil.

Was wirklich störte, war der Fakt, dass eine der Knoblauchscheiben viel zu spät auf den Grillfisch gelegt wurde und daher selbst für einen ausgesprochenen Knoblauchfan wie mich viel zu scharf schmeckte (da fast roh). Ich spüre den Nachgeschmack rund zehn Stunden später immer noch.

Dass mir am Ende für den Wein ein Euro mehr berechnet wurde, als auf der Mittagskarte stand, wäre unter anderen Voraussetzungen verzeihlich gewesen, nervte aber heute Mittag zusätzlich (auch wenn der Kellner den Fehler sofort korrigierte).

Highlight des heutigen Mittags waren das Dessert und der Kaffee: sahniges Himbeer- und Mohneis sowie ein extrastarker Espresso Doppio. Beides hatte ich allerdings nicht im Gallo Nero, sondern im wunderbaren Eiscafé am Poelchaukamp (70 Cent pro Kugel) und im Elbgold, der meiner Meinung nach besten Kaffeebude Hamburgs, mit den sympathischsten und fachkundigsten MitarbeiterInnen.

Das Gallo Nero werde ich nicht so schnell ein zweites Mal besuchen. Nicht weil ich dem Restaurant die heutigen Probleme nachzutragen gedenke, sondern weil es in der Gegend einfach zu viele andere (und zufällig auch günstigere) italienische Restaurants gibt, die es schon beim ersten Mal besser konnten – zum Beispiel das Ristorante Rocco (Hofweg 104), La Sorpresa und das Ristorante Farinelli Da Franco. Ganz zu schweigen von der Trattoria da Enzo, die bei der Suche nach italienischen Restaurants derzeit ganz oben auftaucht (per bezahlter „Premium-Anzeige“). Dieser Werbung dürft ihr ausnahmsweise mal vertrauen! ;-)

Veröffentlicht auf: twitter.com/pjebsen

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Kommentare (2) Bedenklicher Inhalt?

Kommentare:

Benutzerfoto: sidifferent

sidifferent

28.05.2008, 21:02

Mensch, PJebsen, da scheint sich ja nach meinem letzten Besuch vor ca. 10 Jahren nicht viel verändert zu haben. Und damals gab’s das Elbgold leider noch nicht. Ich war 2 Mal im Gallo Nero und beide Male dachte ich: Hier fehlt irgendwas für den Preis

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Benutzerfoto: PJebsen

PJebsen

28.05.2008, 21:39

@sidifferent: Interessant!

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