Stadtpark, Hindenburgstraße 1b, 22303 Hamburg
« Zeige die anderen 20 Beiträge zu Stadtpark sowie die Telefonnummer und Karte an.
Kompliment PJebsen (30.05.2008) •••••
Während das offizielle Grillverbot am Elbstrand zumindest kurzfristig für Aufregung sorgte (obwohl es nicht konsequent durchgesetzt wird), gilt im Stadtpark die „License to Grill“ weiter, ohne nennenswerte Einschränkungen.
Leider gehen dabei manche Grillmeister mit eingeschränktem Hirn vor. Das ist der Grund, warum selbst an idyllischen Sommerwochenenden die großen Spritzenwagen (heißen die noch so?) der Feuerwehr überall patrouillieren und auf den Fußwegen flanierende und radelnde Parkgäste aus dem Weg scheuchen.
Manche Freunde der glühenden Holzkohle sind nämlich zu ungeduldig, so lange zu warten, bis ihre Grills so weit abgekühlt sind, dass sie ohne Brandgefahr in den mehrfach im Park aufgestellten Entsorgungsbehältern verklappt werden können. (Oder zu knauserig und/oder indisponiert, wertvolles Nass aus Wasser- oder Bierflaschen dafür zu opfern, die Glut zu löschen – was das Großgedruckte selbst auf jedem Billig-Grill eindringlich empfiehlt.)
Das führt dann manchmal zu Rauchsäulen, die von der Feuerwehrpatrouille mit dem Befehl „Wasser, Marsch!“ eingedämmt werden müssen.
Besonders faule Hobby-Kokler sind nicht mal bereit, den weiten Weg zu den eigentlich gut erreichbaren Grillmüll-Containern auf sich zu nehmen. Sie schmeißen die glühende Asche einfach in die normalen Mülltonnen oder -container und sind dann mal „kurz weg“. Oder sehen sich aus sicherer Entfernung an, wie die blau gewandeten Herren und Damen der Anti-Pyromanen-Front die Müllbehältnisse umkippen und sicherheitshalber einnässen.
Dafür, dass im Stadtpark dennoch kein blinder Anti-Grill-Aktionismus praktiziert wird, vergebe ich vier Punkte.
Und damit dieser Beitrag mit etwas wirklich Konstruktivem endet, gebe ich zwei Tipps eines Feuerwehrmanns weiter, mit dem ich kurz plauschte: Wer immer die Behältnisse für die Grillkohle anschaffe, solle vielleicht bei der nächsten Bestellung darauf achten, dass auch die äußere Beschriftung feuerfest sei. Es sei hilfreich, wenn man sie lesen könne. Und wenn sie vielleicht nicht nur das deutsche Wort für „Grillkohle“ enthalte, sondern zumindest auch das türkische.
Veröffentlicht auf: Sozialgeschnatter.wordpress.com
Stichworte grillen, winterhude, barmbek, stadtpark, feuerwerk, grillverbot
Kommentare (7) Bedenklicher Inhalt?Das wird im Stadtpark sehr gern gesehen.
Man muss hie wie da immer noch höllisch aufpassen, wenn man mit Kindern unterwegs ist: am Elbstrand fand ich unmittelbar vor dem Alten Schweden notdürfig verbuddelte Grillkohle im Sand. Ein falscher, barfüssiger Schritt und man steht auf glühenden Kohlen.
(Anmerkung für Nicht-Hamburg: Genau dieser Fall eines Kindes hatte zum Grillverbot am Elbestrand geführt; und: auch dort gibt es Holzkohle-Entsorgungsterminals. )
Da lobe ich mir das Ordnungsamt in Köln. Die “Grasverbrenner” erhalten konsequent eine Ordnungsstrafe von € 35,-,
@buchstäblich: Wo sollte Grillen deiner Meinung nach erlaubt sein, oder bist du für ein generelles Verbot?
@buchstäblich: Wenn sich die Größe der Grillbezirke nach der Nachfrage richten würde, wäre der Hamburger Stadtpark wahrscheinlich eine einzige riesige Grillzone. ;-)
In diesem Fall: Hoffentlich! ;-)
Das schöne beim angesprochenen Männerritual ist ja, daß dafür keine kostbare Frisch-Flüssigkeit verschwendet wird, sondern nur gebrauchte, nicht mehr benötigte.
Ich versteh’s auch nicht, wieso die Deppen (die dadurch eindeutig als solche erkannt werde können) glühende Kohlen hinterlassen, wo die doch nun wahrlich mit wenig Aufwand gelöscht werden können.