Bewertung zu Berliner Fernsehturm von monopolist

Berliner Fernsehturm, Panoramastr. 1 A, 10178 Berlin

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monopolist (22.07.2008) ••••

Natürlich ist ein Besuch des Fernsehturms kein sonderlich günstiges Vergnügen, aber man sollte trotzdem auf jeden Fall mal oben gewesen sein! Ich denke, nicht nur als Tourist.

Letztes Jahr war ich schon zum zweiten Mal oben. Der erste Besuch war vor einigen Jahren mit einem in Berlin lebenden Freund zusammen. Wir haben uns damals im “1. Stock” der Aussichtsplattform aufgehalten, da wo die Bar ist. Wir waren ziemlich lange oben, und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut. In Kombination mit einem gemütlichen Bier wirklich nicht das Schlechteste. Toll daran war vor allen Dingen zu beobachten, wie die Großstadt Berlin die Nacht einleitet. Man hat eben einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt. Nach und nach gingen die Lichter an, Ströme von Autolichtern säumten die großen Straßen.

Als ich diesmal wieder oben war, war die Intention eigentlich nur, uns die Stadt von oben anzuschauen. Das taten wir anfänglich auch im “1. Stock” der Plattform. Wir haben uns dann aber noch dazu entschieden, das Restaurant im Stockwerk darüber aufzusuchen, und noch ein Weilchen zu bleiben. Wie erwartet war es oben sehr voll, und anfänglich konnte man uns noch keinen Platz anbieten. Bei der zweiten Nachfrage meinte die “Türsteherin” aber, dass gleich zwei Plätze frei würden.

Wir kamen nach oben ins Telecafé, und nahmen am uns zugewiesenen Tisch Platz. Der Turm dreht sich ein Mal in der ganzen Stunde um sich selbst. Wir waren zwei Stunden da, und haben während des Essens die Aussicht über die Stadt genossen. Das war schon ein ganz besonderes Erlebnis.

Man sitzt an kleinen Tischen, die von einer Tischlampe beleuchtet werden. Das gesamte Licht im Turm ist eher gedämpft, und nicht allzu hell. Das verstärkt den Eindruck eines gemütlichen Abendessens aber nur. Die Möbel kamen mir vor als stünden sie seit dem Jahrzehnt des Turmbaus da oben drin, was aber nicht negativ gemeint sein soll. Ich habe eines der typischsten Berliner Gerichte bestellt: Eisbein mit Sauerkraut, Erbsenpüree und Kartoffeln. Da es sich um mein erstes Eisbein handelte, habe ich auch keine Vergleichswerte. Vom Fisch meiner Begleitung habe ich auch probiert. Beides war nicht außergewöhnlich, aber auch nicht schlecht. Ehrlich gesagt, habe ich auch nicht erwartet, dass wir da oben die kulinarische Sensation erleben.

Anfänglich war die Bedienung etwas mürrisch und unfreundlich, dass hat sich nach dem Eisbeinberatungsgespräch allerdings geändert. Danach war sie sehr freundlich und ging fast schon kumpfelhaft mit uns um. Das fand ich gut!

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, das Abendessen in über 200 Meter einzunehmen, und dann auch noch in einer der interessantesten Städten der Welt! Gourmets sollten im Stockwerk tiefer vielleicht lieber etwas trinken, allen anderen würde ich das schon mal empfehlen. Es hat echt Spaß gemacht!

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