Kompliment
blofeld (10.08.2007)
Das Zakk entstand ursprünglich Ende der 70er Jahre mit Hilfe städtischer Fördermittel als Plattform der damals neu aufkommenden linksalternativen Szene in Düsseldorf. Nach diversen Sympathiekundgebungen zugunsten der Friedensbewegung sowie der Hausbesetzer-Szene der Kiefernstrasse in den frühen 80er Jahren merkte der Stadtrat schnell, dass er sich einen Kuckuck ins Nest gestzt hatte, und versuchte nun, dem Zakk den Geldhahn wieder abzudrehen. Daraufhin beschlossen die Macher des Zakk gegen Ende der 80er, das Ding zu kommerzialisieren. So wurde eine GmbH daraus und man organisierte Independent-Konzerte und Szene-Tanzparties, um sich zu finanzieren. Das daraus notgedrungen entstandene Konzept einer ultra-minimalistischen Disco mit Plastikbechern und extrem sozialen Preisen traf den Zeitgeist der damaligen meist sorgenfreien Jugend und Subkultur derart gut, dass man insbesondere Donnerstags bereits vor Öffnung des Ladens um 21 Uhr in einer Schlange von über Hundert Meter Länge anstehen musste und die Leute selbst aus Köln und dem Ruhrgebiet dorthin pilgerten! Heute ist es wieder etwas ruhiger ums Zakk geworden, doch sowohl das Publikum von damals, als auch das Zakk selbst ist sich zum Glück treu geblieben. Und so feiern dort heute meist kommunikationsfreudige Ex-Szene-Leute der Generation 35+ zu Rock und Pop der 70er, 80er und 90er ab. Nicht zu vergessen natürlich auch die vielen interessanten Kulturveranstaltungen, Lesungen und politischen Diskussionen, mit denen hier eigentlich einst mal alles begann...
Stichworte
musik, kultur, veranstaltungen, trinken, tanzen, feiern, lesungen, politik
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