Bewertung zu Pleix - virtual community of digital artists von Lenz

Pleix - virtual community of digital artists, 6 Place du Parvis de Notre Dame, Ile-de-France, 75018 Paris

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Benutzerfoto: Lenz

Lenz

Kompliment Lenz (22.06.2007) 4

„ ,Pleix' ist ein Künstlerkollektiv, das sich aus Grafikern und Musikern der Electroszene zusammensetzt. Sie machen Clips und Werbung als Auftragsarbeiten, und parallel dazu realisieren sie ihre persönlichen künstlerischen Projekte. Innerhalb von nur fünf Jahren konnte ,Pleix' seinen Stil durchsetzen. Dank des perfekten Zusammenspiels der Künstlerpersönlichkeiten und der von ihnen eingebrachten Techniken entstehen Videos von außerordentlicher ästhetischer Qualität und Aussagekraft.“ Dies findet sich zum Beitrag über Pleix im Rahmen der Sendung EXHIBITION am 12. 06.07 auf arte.tv.

Ich muss gestehen, mit Ausnahme dieses faszinierenden Berichts über Pleix gibt es kaum Relevantes an Information. Beiträge in Blogs über Pleix beschreiben das Kollektiv, das seine Basis in Paris hat, mit dünnen Kommentaren als „geil“ oder „fantastisch“. Mehr ist von den Freaks nicht zu erfahren. Keine Adresse, nichts. Pleix ist ein modernes Projekt, das eben nur virtuell zu existieren scheint. Aber es gibt die Website, auf der zwar auch nicht mehr an Hintergrundinformation zu finden ist, aber die ist wirklich fantastisch. Da finden Sie Clips, Bilder mit Musik, die jeden Ästheten, Grafiker, Musiker etc. einfach begeistern. Da finden sich nur diese Clips, im Moment sind es dreizehn, die aber für sich selbst sprechen. Wer mit dem Medium zu tun hat, kann etwas über die Umsetzung der Videos erahnen, staunt aber über deren technische und ästhetische Perfektion.

Einige der Clips sind nur abstrakt-bildlicher Natur, die meisten aber real scheinende Filme, die unheimlich tricky umgesetzt sind. Computeranimation machts möglich. Mein Lieblingsspot ist im Moment das Werk „Sometimes“, produziert 2003. Mit Musik von Kid606 explodiert ein Wolkenkratzer und seine Trümmer verbreiten sich in ästhetischen Slow-Motions durch die Stadt. Mich erinnert der Spot etwas an den preisgekrönten TV-Werbespot von Sony Bravia „Balls“ (http://www.youtube.com/watch?v=oP5J4W5GQ3w). Aber nur etwas. Arte setzte einen Bezug zu Buster Keatons „Steamboat Bill, jr.“. Sie kennen diese Szenen, wo Buster Keaton sich vom Wirbelsturm durch eine Stadt treiben lässt – übrigens steht sie auf dem ehemaligen Studiogelände von Charlie Chaplin, das Buster übernommen hatte – und eine Hausfassade nach der anderen über ihn einstürzt, und er wie durch ein Wunder immer unter einer Tür- oder Fensteröffnung der Fassade steht und somit unversehrt bleibt? (http://www.youtube.com/watch?v=ZamoLAhakUg&mode=relat... Nachvollziehen kann ich diese Inspirationsquelle für die Pleix-Macher kaum, es sei denn, es sei der Fluss der Zerstörung.

Weitere Clips von Pleix, die mir gut gefallen haben, sind „Birds“ von 2006 mit Musik von Vitalic, in dem statt Vögel überraschenderweise Hunde durch die Gegend fliegen. Oder „Bleip: No“ von 2001, in dem zu einer flächigen, psychedelischen Bildcollage mit der Silbe „No“ und wechselnden Ergänzungen gespielt wird: No Message, No Sleep, No Smile etc. Im Bildanhang finden Sie einige Stills aus den drei Spots, die aber die Filme nicht ersetzen können.

Nun doch einige Namen der Künstler, deren Vollständigkeit aber nicht gesichert ist:
Jean-Philippe Deslandes (electronic music composer and video editor)
Geneviève Gauckler (independent graphic designer and art director)
Erwin Charrier (independent 3D graphic designer)
Olivier Lipski (independent graphic designer)
Michel Metenier (independent 3D graphic designer and art director)
Eric Augier (special effects designer)
Laetitia Rouxel (independent project manager)

Was natürlich an der Gruppierung gefällt, ist deren Art, zu arbeiten. Unabhängig, geografisch getrennt und nur verbunden durch das Netz. Ein Freund von mir, Joop Greypink, macht es genauso. Er hat seine Arbeitspartner in Singapur oder New York nie gesehen. Worpswede war schon gut, aber vorgestern. Marshall McLuhan sprach ja schon 1989 vom „Global Village“.

P.S. Der Standort „ Ile-de-France“ ist natürlich fiktiv.

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Kommentare (5) Bedenklicher Inhalt?

Kommentare:

Benutzerfoto: dolly

dolly

22.06.2007, 14:55

Zu den Bildern, da gefallen mir besonders gut die
Hundeaufnahmen.

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Benutzerfoto: Lenz

Lenz

22.06.2007, 16:46

Ich wußte ja, dass du Hundefreundin bist, liebe dolly. Aber besser als die Bilder sind die Filme auf der Website, die man sich problemlos anschauen kann.

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Benutzerfoto: Angelika Fleckenstein

Angelika Fleckenstein

23.06.2007, 09:39

Leider konnte ich mir die Clips nicht anschauen. Mein Laptop hat immer wieder gestreikt. Den Film mit Buster Keaton hab ich gesehen. Genial!

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Benutzerfoto: Lenz

Lenz

23.06.2007, 11:09

Normalerweise öffnet sich, nachdem man die Bildleiste eines Filmes anklickt, Qicktime. Aber ich bin ein totaler Apple-Idiot und kenne mich nur da aus. Der Link oben ist aber richtig, es gibt keinen anderen.

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Benutzerfoto: meme

meme

23.06.2007, 21:32

Dolly - zumindest Birds die "fliegenden Hunde" solltest Du Dir unbedingt anschauen - super gemacht. "Sometimes" finde ich einigermaßen verstörend, erinnert mich fatal an nine/eleven - nur dass es hier ein "gutes Ende" nimmt ?!? Allen Intensiv-QYPERN sei "Netlag" empfohlen - könnte Identifikationsvideo und Hymne aller QYPE-Effekt Geschädigten werden. Die "Groove-Armada" - niedlich und verstörend zugleich. Mein absoluter Favorit ist aber "Basement Jaxx". Panzer-Ballett vom Feinsten - nach und nach tanzt alles mögliche an Kriegsgerät mit - dirigiert von einer kurzberockten "Kommandeuse" - gigantisch. Lenz, da hast Du uns mal wieder ein ganz besonderes Schmankerl offeriert.

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