Kompliment
ideenreichBerlin (08.07.2007) •••••4
Das Pratirio wirbt mit „Griechenland liegt näher, als man glaubt!“ – und wie wahr ist das auf der großzügigen und doch heimeligen Terrasse oder im angenehm gestylten (wenn auch gestylten und nicht „gewachsenen“) Gastraum dieses Restaurants, des Cafés, der Bar – denn das Pratirio ist tatsächlich alles in einem.
Und der Gast fühlt sich wohl: Egal ob er sich für die typisch zypriotischen Pikilia entscheidet, ein Stück hausgebackenen Kuchen mit einem Espresso wählt, „richtig isst“ oder auch nur einen Drink nimmt.
Am Freitag vor einer Woche haben wir uns zu dritt zum Qype-Mädels-Abend getroffen:
Anja hatte ich bei der letzten Qype-City-Night eigentlich erst auf dem Nachhauseweg in der U-Bahn kennengelernt, weshalb ich mich sehr gefreut habe, jetzt mehr von ihr – und nicht zuletzt auch von ihrer interessanten Arbeit – zu erfahren. Und Karin war gerade aus Bulgarien zurück und hatte viel Spannendes zu berichten.
Die beiden waren so nett, sich meinem Treff-Punkt-Wunsch „irgendwo rund um den Savignyplatz“ anzuschließen. So saßen wir zuerst vor dem Zwiebelfisch und wechselten dann später in´s (um die Ecke gelegene) Pratirio, um eine Kleinigkeit zu essen.
Bei allem, was das Pratirio so anzubieten hat, sind und bleiben das Besondere die Meze:
Im Pratirio erhält man, wenn man Pikilia bestellt, tatsächlich einen sehr guten Querschnitt durch die Köstlichkeiten der griechisch-zypriotischen kalt-warmen (Vorspeisen)Küche. Dazu gibt´s total leckeres Brot mit Knoblauchöl [Meze sollte man sowieso nur essen, wenn man Knoblauch mag ;-)].
Wir entschieden uns, uns zu Beginn eine Pikilia (für eine Person) zu teilen und dann weiterzusehen, wonach uns ist.
Welch gute Entscheidung!!! Um´s gleich vorweg zu nehmen: Es ist bei der einen Vorspeisenplatte für uns drei geblieben – lediglich von dem leckeren Brot mit Knoblauchöl, haben wir nochmal einen Korb nachbestellt (der übrigens nicht berechnet wurde!!!).
Karin, die Autofahrerin, trank Wasser, Anja und ich entschieden uns [stilecht ;-)] für Ouzo mit Wasser. Tsipouro bekommt man im Pratirio [eben ein Zypriote und doch kein Grieche ;-)] – und den vom Feinsten! Dazu eine Karaffe mit Leitungswasser, wie es eben sein soll.
Der Vorspeisenteller war toll zusammengestellt, (wohlgemerkt: Für eine Person gedacht!) großzügigst bemessen und jede Köstlichkeit kam auf einem eigenen kleinen Tellerchen: Gebratene Auberginen, Paprika, Zucchini – Auberginensalat, Heringssalat, Meeresfrüchtesalat [gut, dass Karin keinen Oktopus mochte, der war nämlich so gut, dass wir den hätten nachbestellen müssen ;-)] - weiße Bohnen, Kartoffel-Knoblauch-Pürree, angemachter Schafskäse, Kartoffelbällchen, Taramas (Taramosalate = Fischrogencreme)… (da war noch mehr, aber ich kann mich gerade nicht erinnern).
Alles war gut bis sehr gut, wenn auch nicht spektakulär. Die Atmosphäre und der Service ließen nichts zu wünschen übrig.
Einziger Nachteil: Die Toiletten sind (in dem ansonsten großzügigen Pratirio) so klein, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie dort kräftigere Damen klarkommen sollen…
Es war ein interessanter und lustiger, anregender und angenehmer Abend – bestimmt nicht unser letzter… Und in´s Pratirio werden wir gerne wieder gehen!
Beim nächsten Mal „müssen“ wir dann unbedingt einen der hervorragenden (Flaschen)Weine trinken, die´s hier gibt – und die Auswahl ist wirklich bemerkenswert [siehe auch Beitrag von Kurbjuhn].
Danke liebe Anja und liebe Karin für einen wunderschönen Abend!!!
PS: Wer das Pratirio noch nicht kennt findet´s vielleicht leichter, wenn ich schreibe, dass es in den Räumen des ehemaligen „Shell“ am Savignyplatz ist.
Stichworte
wein, atmosphäre, grieche, ouzo, vorspeisen, pikilia, meze, zypriote, tsipouro
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