Bewertung zu Café Seeterrassen von nice22

Café Seeterrassen, St. Petersburger Str. 22, 22355 Hamburg

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04.01.2009 (aktualisiert am 06.01.2009)

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Sylvester 2008 im Café Seeterrassen (Ausrichter: Heavens Door Event Agentur): 100% Reinfall

Zum Jahreswechsel wollten wir dieses Jahr Sylvester in Hamburg feiern und erlebten die dreisteste Abzocke.

Für insgesamt mehr als 10 junge Damen und 10 junge Herren erstanden wir Tickets für das Café Seeterrassen zum Preis von je 42 Euro und 47 Euro überwiesen mehr als 1000 Euro an den Veranstalter. Der Bestellvorgang dabei war problemlos und die telefonische Auskunft freundlich. Nun zum besagten Abend…

Der Abend Teil 1:
Am Abend des 31. Dezember erreichten wir ohne Umwege das Café Seeterrassen mit dem Taxi und konnten uns um ca. 22 Uhr zum Anstehen an der Menschenschlange einfinden. Nach gut einer halben Stunde (...gefühlte Stunde für unsere Damen aufgrund der sehr kühlen Temperaturen) und einer Sicherheitskontrolle (...bitte Ihr Ticket…Danke… weitergehen) fanden wir uns in der “ersten” Garderobe wieder.
Die Anstehzeiten bei unseren Leuten betrugen im Schnitt ca. 15min, wobei der Preis von 2 Euro je Garderobe bei uns als “Frechheit” aufgestossen ist. Das z.T. rumirrende Personal war im Grunde mit einem guten Ansatz vorgegangen, die Umsetzung war leider schlecht da einfach zu wenig Personal eingesetzt wurde. Nachdem die Garderobe verstaut war ging es wieder in Kälte. Die erste Garderobe war als alleiniges Zelt aufgestellt, so dass der gang durch die Kälte für jeden unumgänglich war.

Zusammenfassung Teil 1:
- Lange Wartezeiten am Eingang
- Mangelhafte fast fahrlässige Sicherheitskontrollen (man hätte auch Raketen mit hinein nehmen können)
- Dreister Preis von 2 Euro je Garderobe bei einem Ticketpreis von 42 - 47 Euro “All-Incl.”
- Unterbesetzte Garderobe
- Freundliches Personal und denoch gute Stimmung am Eingang

Der Abend Teil 2:
Der erste Eindruck der “Floors” war bereits schon um kurz vor 23 Uhr, dass das Café weit über die Kapazitäten heraus überbucht wurde. So war es natürlich unser erstes Ziel ein Getränk zu ergattern wobei uns am Anfang die Musikstilrichtung fast egal war, wir suchten einfach nur Platz und die Möglichkeit etwas zu bestellen. Einige von uns hatten Glück und konnten bereits nach 15min etwas bekommen, größtenteils dauerte es jedoch mehr als eine halbe Stunde. Um kurz vor 00 Uhr zeigte sich dann das volle Ausmaß: Die zum Teil nicht deutsch oder englisch sprechenden Bardamen (z.B. Theke in der 70,80,90 Area) waren nicht in der Lage die Sektflaschen zu öffnen, ganz zu schweigen Bestellungen anzunehmen. Ich orderte z.B. zwei kurze Vodka und bekam zwei halb gefüllte Longdrink-Becher mit purem Vodka. Ohne Eis. Nun gut für den der es so mag… Der versprochene Sekt zum Jahreswechsel blieb damit für den größten Teil der Gäste aus. Es hätte eigentl. nicht mehr lange gedauert bis der erste Gast der asiatisch ewig lächelnden Dame auf den Kopf gestiegen wäre…
In der House-Area im Keller des Gebäudes zeigte sich dann das extremste Bild des Abends. Die Meinung der Gäste zur Bedienung der Theken war eindeutig: Der Veranstalter muss ganz klar das Personal auf das extremst langsame Arbeiten eingewiesen haben. Wer dreht bitte jedesmal den Deckel wieder auf die Cola-Flasche und mixt bei zwei Whisky-Cola jedes Glas einzeln nacheinander? Warum müssen zwei Personen Leergut sortieren und es sich gegenseitig anreichen wenn die Theke aufgeräumt aber komplett unterbesetzt wirkt??
Die Musik dagegen war in Ordnung und Platz zum Tanzen war gegeben. Die Getränkeauswahl jedoch war wie erwartet nach eingier Zeit bereits reduziert. Statt dem versprochenen “Qualitätsspirituousen” kamen z.T. NoName-Whiskys und Billig-Barcadis auf den Tisch (wenn überhaupt).
Zu guter letzt sind überfüllte und absolut versaute Toiletten und “fehlende” Waschbecken (nicht nur zu wenige Waschbecken sondern auch fehlende Waschbecken wo eigentl. welche hätten sein sollen…) die Krönung der Organisation.

Zusammenfassung Teil 2:
- gute Musik
- Platz zum Tanzen
- Personal war auf langsames Arbeiten angewiesen (wenn der Veranstalter dies wiederlegen möchte bin ich sehr auf die Argumentation gespannt)
- Eingeschränkte Getränkeauswahl bereits um 00:30 Uhr
- durschnittlliche Bestelldauer von mehr als 30 Minuten (für max. 2 Getränke in einer Bestellung!!!)

Die meisten unserer Leute sind bereits um 00:30 gegangen. Einige haben noch bis 05:00 durchgehalten und erfreuten sich am Ende (ab ca. 3 Uhr) doch über ein paar Getränke.

Zugegeben, ich bin kein Sicherheitsfantiker aber folgende Warnung möchte ich an dieser Stelle geben:
Aufgrund der erwähnten katastrophalen Sicherheitskontrollen und den Umständen im Café kann ich nur von dieser Feier im nächsten Jahr abraten! Ungesicherte scharfe Ecken eines “Kastens” (sonst Lautsprecherbox Marke Eigenbau?) an der Wand auf Kopfhöhe montiert und platziert in einem Tanzbereich, habe ich noch nicht vorher gesehen. Hier hat sich ggf. noch jemand den Kopf blutig geschlagen.

Das Bedenklichste jedoch (Achtung: subjektive Spekulation unsererseits): Hätte auch nur einer eine Fackel, Rakete, Böller oder sonst was in diesem Keller gezündet wäre es nicht bei Verletzten geblieben. Es wäre nicht mal die Hälfte der Leute lebendig durch den evtl. 2 Meter breiten Gang gekommen, wobei nicht mal sichtbare Notausgangsschilder angbracht waren.

Fazit:
Dieser und weiterer Feiern dieses Veranstalter werden wir in Zukunft fern bleiben. Hinter diese Meinung stehen mehr als zwanzig Einzel-Meinungen aus unserem Kreis. Schade.

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